Wir werden wieder reisen – auch wenn es im Moment vielleicht noch nicht so aussieht. Aber es wird wieder besser werden. Langsam. Und daher sollte man einige Tipps der Arbeiterkammer bei seinen Reisebuchungen berücksichtigen.

Denn wer jetzt einen Urlaub bucht, sollte folgendes berücksichtigen:

  • Informationen über den aktuellen Stand der Sicherheitswarnungen und die weitere Entwicklung in den einzelnen Ländern auf der Seite des Außenministeriums einholen
  • Die Reise eher kurzfristig buchen und keine zu hohen Vorauszahlungen leisten. Die Anzahlung darf maximal 20 Prozent des Reisepreises betragen. Darüber hinausgehende Summen könnten im Fall einer Insolvenz nicht abgesichert sein.
  • Unbedingt vor der Buchung über die Stornogebühren der Reise informieren
  • Ideal wäre es, eine kostenlose Stornierungsmöglichkeit bis zum Reiseantritt mit dem Vertragspartner schriftlich zu vereinbaren. Reiseunterlagen aufbewahren.
  • Viele Reisestornoversicherungen haben eine Ausschlussklausel in den Verträgen im Falle einer Pandemie oder Epidemie. Die Versicherung übernimmt dann in der Regel keine anfallenden Stornokosten, die aus der Absage oder dem Storno einer Reise resultieren.

Folgendes ist bei der Buchung einer Pauschalreise zu beachten:

  • Reisepreis retour: Wird die Reise vom Reiseveranstalter abgesagt, ist keine Stornogebühr fällig. Man kann den ganzen Reisepreis zurückverlangen und muss keinen Gutschein oder eine Umbuchung akzeptieren.
  • Nicht kostenlos stornieren: Achtung! Da in fast allen Ländern mit einer erhöhten Corona-Gefahr zu rechnen ist, muss man diesen Umstand bei der Buchung mitten in der Corona-Krise mit einkalkulieren. Ein kostenloses Storno ist in diesen Fällen dann meistens ausgeschlossen.
  • Preisminderungsanspruch bei Mängeln: wird die Reise mangelhaft durchgeführt, kann es eine Preisminderung im Rahmen der Gewährleistung geben
  • Sicherer bei „Pannen“: Pauschalreisende sind besser abgesichert als Individualreisende. Sie haben bei Mängeln nur einen Ansprechpartner und ihre Reise ist insolvenzabgesichert.

Bucht man Flug und Unterkunft direkt, sollte man folgendes bedenken:

Wer Flug und Unterkunft extra bucht, für den ist es ratsam, den Flug direkt bei der Airline zu buchen. Buchungsplattformen bieten oft nur wenig oder gar keine Unterstützung und verrechnen oft hohe Servicegebühren.

Wenn das Unternehmen den Flug cancelt, so ist der gesamte Ticketpreis zu erstatten. Weder Gutscheine noch Umbuchungsangebote müssen akzeptiert werden.

Wer seine Unterkunft online oder über eine Plattform im Ausland bucht, sollte bedenken, dass in diesem Fall immer das jeweilige Landesrecht gilt. Die Plattform ist in der Regel nur der Vermittler und eine Rechtsdurchsetzung im Ausland ist erfahrungsgemäß eher schwierig.

Weitere Informationen finden ihr unter https://wien.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/reise/Reisen_buchen_in_Corona-Zeiten.html. Hier gibt es auch allgemeine Reisetipps: https://wien.arbeiterkammer.at/service/broschueren/konsument/index.html