Das Virus ist zwar noch immer nicht weg, aber die Ausbreitung scheint verlangsamt und die ersten Lockerungen locken uns vor allem wieder in die Natur. Das Weinviertel hat sich dazu einiges einfallen lassen, das wir keinesfalls verheimlichen möchten…

Die Grenzen sind noch dicht, also sollten wir uns in unserer Umgebung umschauen. Außerdem wird noch der Aufenthalt im Freien empfohlen und wenn zu den Eisheiligen auch der erwartete Kaltwettereinbruch angekündigt wird – gleich darauf wird es wieder schön. Versprochen.

Pillersdorf (Foto © Robert Herbst, Weinviertel Tourismus)
Pillersdorf (Foto © Robert Herbst, Weinviertel Tourismus)


Wie gut für alle Wiener, dass das Weinviertel so in der Nähe liegt. Einige Ziele sind sogar bequem mit Bus und Bahn erreichbar, aber auch mit dem Auto ist man in kurzer Zeit raus aus der Großstadt und kann sich an der Natur, aber auch an der Kulinarik und dem ausgezeichneten Wein aus der Region erfreuen.

Kellergassen

Sie sind ein (Geheim)Tipp für viele Besucher. Malerische kleine Gässchen, wo sich wie bei einer Perlenkette ein Weinkeller an den anderen reiht. Sie sind eines der Markenzeichen des Weinviertels: immerhin liegen von den 1.100 Kellergassen Niederösterreichs die meisten im Weinviertel, dem größten Weinbaugebiet Österreichs. Früher waren die Presshäuser Lagerstätten für den Wein, in Vor-Corona-Zeiten wurden sie bei zahlreichen Kellergassenfesten und Kellergassenführungen neu entdeckt. Wenn auch die Feste vielleicht noch ein bisschen warten müssen, ein Spaziergang durch die „Dörfer ohne Rauchfang“ ist aber wieder möglich und immer ein Erlebnis. Wer mehr über ein bestimmtes Gässchen erfahren möchte: ab Anfang Juni ist der Spaziergang auch wieder mit einem zertifizierten Kellergassenführer möglich, der nicht nur einiges über die Gasse, sondern auch über Wein, die Lese, das Pressen, über Geschichte und Gegenwart erzählen kann und auch das eine oder andere Achterl mit seinen Gästen verkosten wird.

Öhlbergkellergasse Pillersdorf (Foto © Robert Herbst, Weinviertel Tourismus)
Öhlbergkellergasse Pillersdorf (Foto © Robert Herbst, Weinviertel Tourismus)


Niederösterreich und das Weinviertel punkten aber auch mit der längsten Kellergasse der Welt. Diese ist in Hadres im nördlichen Weinviertel zu finden und zählt auch einer Länge von 1.600 Metern 400 Keller und Presshäuser.

Museumsdorf Niedersulz

Wir bleiben sicherheitshalber lieber im Freien. Im Freilichtmuseum, dem größten in Niederösterreich, kann man das Weinviertler Leben der Vergangenheit kennen lernen.  Neben den originalgetreuen, historischen Gebäuden, warten nicht nur farbenfrohe Pflanzen sondern auch ein „lebender Bauernhof“ mit Ziegen, Schweinen, Esel, Kaninchen und allerlei Federvieh auf die Besucher. Im Dorfwirtshaus gibt es regionstypische Hausmannskost für hungrige Besucher.

Beim Heurigen (Foto © Herbst, Weinviertel Tourismus)
Beim Heurigen (Foto © Herbst, Weinviertel Tourismus)


Ab 1.Juni kann man das Alltagsleben in einem typischen Weinviertler Dorf wieder erkunden. Mehr darüber findet ihr unter www.museumsdorf.at

Natur, Natur und nochmals Natur

Intakte Natur und viel Freiraum, das ist es, was jetzt unsere Ausflüge sicher und schön macht. Im Weinviertel kann man sich unter anderem auf den 150 km langen Jakobsweg begeben, der von Drasenhofen über Poysdorf bis nach Krems an der Donau führt. Man muss ja nicht gleich alle 150 km gehen. Mehr darüber unter https://www.jakobsweg-weinviertel.at

Pilgern am Jakobsweg im Weinviertel (Foto © Horvath, Weinviertel Tourismus)
Pilgern am Jakobsweg im Weinviertel (Foto © Horvath, Weinviertel Tourismus)


Mountainbiker freuen sich über die Routen in den Leiser Bergen, Kletterparks und Golfplätzen laden in der Umgebung von Wien ein und der Nationalpark Donau-Auen, die March-Thaya-Auen und der Nationalpark Thayatal können sogar mit Kanu oder Kajak-Touren erforscht werden. Auf keinen Fall sollte man vergessen, den Wildkatzen im Nationalparkhaus Thayatal einen Besuch abzustatten. Ab 15. Mai ist nicht nur das Nationalparkhaus, sondern auch die Gastronomie wieder geöffnet. www.np-thayatal.at

Radfahren und Wein

Das Weinviertel begeistert mit seiner Veltliner Radtour oder der Weinviertel DAC Radtour aber auch sportliche Weinliebhaber, die in der sanft-hügeligen Landschaft mit ihren Weingärten Feldern und Kellergassen verschiedene Strecken und Rundkurse zwischen 35 und 75km wählen können. Wer möchte kann sich aber auch auf die Spuren von Kommissar Simon Polt (https://www.lovelybooks.de/autor/Alfred-Komarek/Polt-Die-Klassiker-in-einem-Band-923325382-w/) begeben, den Autor Alfred Komarek im Pulkautal ermitteln ließ.

Radfahren im Weinviertel (Foto © Schreiner, Weinviertel Tourismus)
Radfahren im Weinviertel (Foto © Schreiner, Weinviertel Tourismus)


Übernachten

Bei einem so großen und unterschiedlichen Freizeitangebot, bleibt man gerne ein bisschen länger und auch dafür bietet das Weinviertel für jeden Geschmack und Geldbeutel das Richtige:  immerhin reicht das Angebot zur Übernachtung vom stilvollen Schloss über das moderne Thermenhotel bis zu urigen Winzerhöfen oder familiären Ferienwohnungen. Wer sich hier einmal umschauen möchte, kann die meisten Unterkünfte auch gleich online unter www.weinviertel.at buchen.

Anreise

Mit dem Auto sind so gut wie alle Ausflugsziele von Wien aus innerhalb einer Stunde zu erreichen. Entweder einfach die Brünner Straße (A5) nehmen, um nach Wolkersdorf, Mistelbach (Mamuz) oder Poysdorf zu gelangen. Wer Richtung Stockerau, Hollabrunn oder in der Verlängerung nach Retz möchte, startet auf der Prager Straße/A22/S3.

Einige Orte kann man aber durchaus bequem mit der Bahn erreichen: Eggenburg, um ein Beispiel zu nennen liegt an der Franz-Josefs-Bahn. Hollabrunn und Retz sind mit der Nordwestbahn zu erreichen und eine direkte S-Bahn-Verbindung gibt es nach Wolkersdorf, Bernhardsthal, Hollabrunn, Mistelbach und Laa an der Thaya, die Nordbahn bringt euch nach Gänserndorf und bis nach Hohenau an der March.

Jetzt brauchen wir nur noch schönes Wetter und los geht’s – ab in die Natur, ins Weinviertel.

Weitere Ideen und Infos unter www.weinviertel.at