Bereits 20 Jahre ist es her, dass die Stadt Salzburg zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde. Damit wurde die barocke Altstadt unter ganz besonderen Schutz gestellt. Gerade im Sommer zeigt sich die Stadt mit ihren Festspielen und vielen anderen Aktivitäten von ihrer ganz besonderen Seite.

Auch das Salzburg Museum widmet dem speziellen Jubiläum eine Ausstellung. Unter dem Titel „Kultur Erben. Stadt Erhalten“ wird bis 7. Jänner 2018 anhand bekannter Schauplätze gezeigt, wie wichtig und nachhaltig der Schutz der Denkmäler und Gebäude für das Gesamtbild der Stadt ist.

Salzburg Festspiele, Foto © Tourismus Salzburg GmbH
Die Rolle der Fürsterzbischöfe war – ebenso wie die Bedeutung als Musikmetropole – ein wichtiger Punkt bei der Vergabe des Unesco-Titels. Die Erzbischöfe waren die geistlichen und weltlichen Führer der Stadt, sie schufen das Profil der Stadt, luden Baumeister und Künstler aus Italien ein und sorgten bereits damals für einen regen Austausch zwischen Nord- und Südeuropa. Sie verwandelten die mittelalterliche Bürger- in eine bischöfliche Residenzstadt. Sie prägten die Entwicklung und das Aussehen von Salzburg.

Haus für Mozart, Foto © Tourismus Salzburg GmbH
Die Salzburger Erzbischöfe verfügten aber auch über besondere Rechte, die teilweise bis heute Bestand haben. So hat der Erzbischof von Salzburg den Titel „Primas Germaniae“ (Bedeutendster Bischof Germaniens) oder den Ehrentitel des „geborenen Legaten“ (Legatus Natus): Dieser ermächtigt ihn seit dem 11. Jahrhundert i dringenden Fälle anstelle des Papstes Entscheidungen zu treffen.
Die Pracht der barocken Gassen und Plätze der Altstadt wird bereits seit 1967 durch ein Altstadterhaltungsgesetzt geschützt, das das erste seiner Art in Österreich war und viel zum Bewusstsein für die Erhaltung der Einzigartigkeit des barocken Juwels beigetragen hat.

Hellbrunn, Foto © Tourismus Salzburg GmbH
In der Altstadt finden sich auf engsten Raum Bauwerke aus der Romanik, Gotik, Renaissance bis hin zum tonangebenden Barock. Außerdem finden sich noch klassizistische und Jugendstilbauten aus der Gründerzeit der Monarchie. All das steht unter besonderen Schutz, um sicherzustellen, dass sich Salzburg zwar modernen Zeiten anpasst, aber seinen Wiedererkennungswert nicht verliert.
Neben der architektonischen Schönheit war auch die Bedeutung als Musikmetropole ausschlaggebend. Wolfgang Amadeus Mozart und die von ihm gegründete Musiktradition, aber auch Max Reinhard, der Begründer der Salzburger Festspiele sind die vielleicht bekanntesten aber nicht einzigen Belege für diese Bedeutsamkeit.

Panorama Salzburg, Foto © Tourismus Salzburg GmbH
Dennoch ändert sich die Stadt und modernisiert sich in der ihr typischen Weise. In der Getreidegasse wurde der Asphalt entfernt und der Zugang zu den Geschäften barrierefrei gestaltet. Die untere Linzergasse wurde besonders kinderfreundlich gestaltet: Brunnen, Wasserläufe und –spiele und ein mediterranes Ambiente zeigen diesen Stadtteil nun in einem neuen Gesicht. Ab dem Frühjahr wird 2017 der Residenzplatz einer rundum-Erneuerung unterzogen und im Mirabellplatz wird der historische Zwergerlgarten originalgetreu wiederhergestellt. Dabei werden die 325 Jahre alten, barocken Steinstatuen neu arrangiert und fehlende Figuren ergänzt. Auch der einst in der Mitte platzierte Brunnen wird wieder freigelegt.

Mozart, Foto © Tourismus Salzburg GmbH
Es lohnt sich also auch zwischen den Festspielen in die Stadt zu kommen und die Neuheiten zu entdecken. Und natürlich beim Fürst vorbeizuschauen – es gibt nur die einen echten Mozartkugeln.

www.salzburg.info/weltkulturerbe

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