Es war mir wieder eine Freude in einem Kriminalroman, der in Wien im Jahr 1912 spielt, zu schmökern.

Michael Ritter: HochzeitsmordMeine liebe Leserschar weiß es sicher schon: ich liebe historische Krimis und daher war es mir immer eine besondere Freude mich in einen solchen vertiefen zu können.

Diesmal ist es wirklich komplett verzwickt. Kriminaloberinspektor Fried und sein Assistent Novak sind diesmal persönlich in den Fall verstrickt. In Wien des Jahres 1912 scheint es das Problem der Befangenheit daher nicht gegeben zu haben.

Der Herr Kriminaloberinspektor ist stolz: Seine Tochter heiratet und er ist auch recht zufrieden mit ihrer Wahl und mit seinem Schwiegersohn. Dieser stammt zwar aus schwierigen Verhältnissen (sein Vater verübte Selbstmord), aber er hat sich hochgearbeitet und – er scheint seine Tochter sehr zu lieben. Fried bemüht sich daher, die Hochzeit bestmöglichst auszurichten und seiner Tochter diesen Tag so schön wie möglich zu gestalten.

Geheiratet wird daher in der Stanislaus-Kostka-Kapelle, deren Priester ihm zwar ein wenig geldgierig erscheint, aber schließlich alle seine Wünsche genau umsetzt. Fried ist zufrieden.

Nach der kirchlichen Trauung geht es dann zur Hochzeitsfeier in die Bierklinik, wo Dr. Fried ungeduldig auf die ganze Hochzeitsgesellschaft wartet. Endlich treffen alle Gäste ein, doch einer fehlt. Der Platz von Pater Anzelm bleibt leer. Schließlich entschließt sich Brautvater und Kriminalist Fried doch nach dem Priester zu sehen und er eilt schnell in die Kapelle zurück.

Dort jedoch wartet eine böse Überraschung auf ihn, die ihm die Feier so richtig verleidet: Der Priester liegt in einer Blutlache mit einer klaffenden Wunde am Hinterkopf auf dem Boden. Und die teure Petrus-Statue ist verschwunden. Für Kriminaloberinspektor Dr. Fried und seinen Assistenten Novak ist damit die Hochzeitsfeier vorbei. Es muss ermittelt werden.

Michael Ritter: Hochzeitsmord
ISBN 978-3-8392-0094-0
Gmeiner Verlag
www.gmeiner-verlag.de