Martina Parkers erster Gartenkrimi. 479 Seiten Lesevergnügen mit viel Humor in dem das Südburgenland mit scharfem Auge beobachtet wurde.

Martina Parker: ZuagroastKönnte es sein, dass Martina Parker auch eine Zuagroaste im Burgenland ist? Obwohl ich diese Welt nur aus der Sicht der Wienerin kenne, bin ich lange Zeit als Kind und Jugendliche jede Woche am Dauercampingplatz in Podersdorf Gast gewesen. Aber wenn ich den Beschreibungen von Freundinnen aus dem Burgenland lausche, dann könnte es sich bei diesem Buch um eine Tatsachenbeschreibung handeln.

Ewa zieht mit ihrem – gewalttätigen und narzisstischen Mann Paul – ins Südburgenland, nachdem er ein Bauprojekt in den Sand gesetzt hat und nun hier versuchen will, wieder Fuß zu fassen. Bald wird die Zuagroaste im Dorf nicht nur aus der Ferne beäugt, sondern auch von der Gartengruppe aufgenommen. Freundschaften entstehen, während ihr Mann versucht, Politik und Baufirmen zu überzeugen und einem weiteren Hobby nachgeht: dem Fremdgehen.

Doch dann passieren ziemlich groteske Handlungen: Paul wird pudelnackt in einem Brunnen gesichtet und verschwindet spurlos. Was ist passiert?

Zusätzlich zum Erzählstrang lernen wir Leser auch noch so einiges über die Fauna und Flora des Burgenlandes: Störche, Hühner, Ameisen und viele mehr leiten die jeweiligen Kapitel ein.

Die handelnden Figuren sind köstlich gezeichnet – Kopfkino beim Lesen ist in der besten Form garantiert und auch die Landschaft, die Häuser und der Gartenclub entstehen vor dem geistigen Auge des Lesers. Toll. Ich freu mich schon auf den nächsten Gartenkrimi …

Martina Parker: Zuagroast
ISBN 978-3-8392-0095-7
Gmeiner Verlag
www.gmeiner-verlag.de