Arik Brauer war nicht nur Mitbegründer der „Schule des Phantastischen Realismus“ und ein hervorragender Maler, der mit seinen Bildern nicht nur Geschichten erzählte und wichtige Gesellschaftsthemen aufgriff, sondern auch ein Liedermacher und Buchauthor. Ein Universalgenie eben.

Arik Brauer: A Jud und keck a noLeider ist dieser Künstler viel zu früh verstorben. 2019 ist aber noch bei Amathea das oben genannte „Büchl“ erschienen, das nicht nur unterhaltsame, aber auch lehrreiche Geschichte präsentiert, sondern auch die dazu passenden Zeichnungen.

Brauer macht uns dabei nicht nur mit dem Wienerischen, sondern auch mit dem Jüdischen vertraut. Nach bester Wiener Jüdischen Tradition. Jüngere werden dabei auch auf einige Worte und Bezeichnungen stoßen, die sie vielleicht noch von ihren Großeltern kennen oder aber auch noch nie gehört haben. Ein Ausflug also auch ins Wienerische vergangener Zeiten, das nicht verloren gehen sollte.

Man liest eine Geschichte und bekommt ein feines Schmunzeln im Gesicht – so wie bei vielen seiner Lieder, manchmal aber erstirbt es auch – dann hat uns der Meister wieder eine feine Lehre erteilt.

Ein Buch zum „immer wieder lesen“, ein Buch das Freude macht. Dem Leser selbst und auch zum Schenken.

Tipp: Wer sich für die Kunst Arik Brauers interessiert, sollte unbedingt eine Führung durch die Arik Brauer Privatsammlung machen. Wie es mir dort gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen. 

Arik Brauer: A Jud und keck a no
ISBN 978-3-99050-148-1

Amalthea
www.amalthea.at