Sie mordet elegant, mit Gefühl und mit Pflanzen, von denen viele bei uns allen im Garten stehen. Klaudia Blasl schenkt den Krimifans fünfzehn neue Pflanzenkrimis.

Klaudia Blasl: Noch mehr böse BlumenBlasl ist auf Giftmorde spezialisiert. Ihre Mörder und Mörderinnen setzen dabei aber nicht E 605 oder gar Rattengift ein, nein, sie gehen subtiler vor. Wächst doch das benötigte Gift am Straßenrand oder im eigenen Garten.

Manchmal gruselt es mich ein wenig beim Lesen: Sollte man vielleicht beim Würzen mit der Muskatnuss nicht doch vorsichtiger umgehen? Sind Kirschenkerne auch so giftig wie Marillenkerne? Hatte ich nicht in der letzten Kirschenmarmelade einige beim Einkochen zerschnetzelt?? Und sollte man auf manche Pilze oder Bärlauch vielleicht doch lieber verzichten? Wie heißt es so schön bei Paracelsus (war es überhaupt Paracelsus?): Die Dosis macht es aus …

Klaudia kennt die Pflanzen ganz genau. Schließlich hat sie auch das Buch „111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss“ verfasst. Daher finden sich auch in diesem Buch am Ende jedes Mordes eine Beschreibung der Pflanze, des Giftes und dessen Wirkweise.

Am meisten schätze ich aber ihre Beschreibungen der Lebensumstände ihrer „Opfer“: egal, ob es nun der Biogärtner Kurt Blumburger ist (nicht zu verwechseln mit Karl Ploberger!), der Gatte im Home Office oder der Gottesmann in der Geschichte „In Gottes Namen“. Die Opfer und Täter sind in alltägliche Lebenssituationen eingebettet, die wir alle kennen, die wir selbst erlebt haben oder erleben mussten oder aus Zeitungsberichten kennen, und sei es nur der Nachbar, der ständig zu unmöglichen Zeiten seinen Rasen mäht.

Wortgewaltig und humorvoll werden hier die Auslöser für die Morde geschildert und oft ist man als Leser auf der Seite der Täter.

Kriminalgeschichten der besonderen Art verbunden mit viel Wissenswertes über unsere Flora. Die ideale Sommerlektüre für Krimi- und Pflanzenfans.

Klaudia Blasl: Noch mehr böse Blumen
Fünfzehn giftige Pflanzenkrimis
ISBN 978-3-7408-1110-5
emons
www.emons-verlag.de