Heuer feiern sie ihr 100jähriges Jubiläum: die Salzburger Festspiele. Das Corona-Virus machte jedoch einen dicken Strich durch das Programm. Zeit sich mit dem Gründer und „seinem“ Leopoldskron zu beschäftigen.

Johannes Hofinger: Die Akte LeopoldskronDie Festspiele finden statt. Ein besonderes Sicherheitskonzept wurde entwickelt und das Kartenkontingent gehörig reduziert. Zum Jubiläum beschäftigt sich nicht nur die Landesausstellung „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ im Salzburg Museum mit der Geschichte der Festspiele, auch das Buch von Johannes Hofinger über den Gründer der Festspiele wurde neu aufgelegt. Wer also mehr über Max Reinhardt, das Schloss, die Arisierung und die Restitution erfahren möchte, kann hier wissenschaftlich belegt, die Fakten nachlesen.

Das Schloss Leopoldskron spielte bei der Gründung der Festspiele in der Zwischenkriegszeit eine große Rolle. Max Reinhardt erwarb den Barockbau 1918 und gestaltete nicht nur das Schloss, sondern auch die Meierei und den Schlosspark nach seinen Ideen um.

Im Schloss Leopoldskron trafen sich nicht nur Künstler, sondern auch viele Prominente aus Politik und Wirtschaft. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und der Arisierung, diente es ebenfalls als Repräsentationsort. Während dieser Zeit waren Max Reinhardt und Helene Thimig bereits in die USA ausgewandert.

Hofinger widmet sich nicht nur dem Raub des Schlosses, sondern berichtet auch über die Hoffnung Reinhardt, sein Schloss und seine Kunstwerke wieder zurückzuerhalten. Auch auf die Erbschaftsstreitigkeiten nach seinem Tod wird kurz eingegangen.

Wer also mehr über die Anfänge der Festspiele, über die Verbindung von Schloss Leopoldskron mit den Salzburger Festspielen und seinen Gründer Max Reinhardt erfahren möchte, sollte einen Blick in dieses Buch werfen.

Johannes Hofinger: Die Akte Leopoldskron
Max Reinhardt. Das Schloss. Arisierung und Restitution.
ISBN 978-3-7025-0983-5
Verlag Anton Pustet
www.pustet.at