Es ist ein seltsamer Kriminalroman, nicht nur durch seine über 500 Seiten, sondern auch durch seine Wendungen und der Erzählart. 

Jago Prinz: Mozarts letztes RequiemDoch dieser Roman ist auch für unmusikalische Leser lesenswert. Man muss auch nicht unbedingt Salzburg kennen und lieben, vielleicht hilft es aber ein bisschen.

Klarerweise wird in Salzburg ermittelt, Hauptkommissar Stiller wurde gerade erst in die Stadt versetzt, als ein berühmter Dirigent während eines Konzerts von Mozarts Requiem tot zusammenbricht.
Bei der Obduktion stellt man eine Vergiftung fest, damit scheint es Mord gewesen zu sein. Verdächtige mit durchaus überzeugenden Motiven sind bald gefunden, doch schon bald passieren weitere Morde, die ihre Zahl ziemlich verkleinern.

Interessant ist auch die Form dieses Romans: Der Autor selbst tritt als Journalist auf, der dem Hauptkommissar schon bei früheren Fällen mit Hintergrundinformationen geholfen hat und ihn bei der Ermittlung nun wieder unterstützt. Diesmal will er allerdings ganz nah, an den Fällen dran bleiben, da er einen Kriminalroman zu schreiben gedenkt.

Als Leser ist man also nicht nur in die Kriminalistik der Kommissars eingebunden, sondern auch in die Entstehungsgeschichte des Buches, sowie in die Diskussionen zwischen Erzähler und Kommissar, ob dies oder jenes eigentlich nur deshalb angedacht wird, um den literarischen Spannungsbogen zu erhöhen.

Dazu werden noch Informationen über die Stadt Salzburg, Mozart und sein Requiem eingestreut und schließlich entwickeln sich während der Ermittlungen fast noch zwei Liebesgeschichten. Wie diese enden? Das wird hier ebenso wenig verraten, wie die oder der Täter ….

Wie meint der Mönch bereits am Anfang der Geschichte? Es ist die Musik.

Jago Prinz: Mozarts letztes Requiem
Kriminalroman
ISBN 978-3-7025-0969-9
Verlag Anton Pustet
www.pustet.at