Der vorherige Krimi führte mich ins zukünftige Österreich, Bastian Zach entführt uns in das Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Bastian Zach: Donaumelodien - PraterblutAnno 1876 war die Welt in Wien nicht für alle Bewohner in Ordnung und dennoch wurde um diese Zeit der Grundstein gelegt, weswegen heute noch viele Besucher in die Stadt kommen. Die Stadtmauern wurden geschleift, die Ringstraße mit ihren Palais und Museen gebaut, viele Menschen strömten in die Stadt auf der Suche nach Arbeit.

Am Wienerberg lebten und arbeiteten die – sogenannten – Ziegelböhmen oft unter unmenschlichen Bedingungen. Im Wurstelprater waren immer mehr Attraktionen zu sehen und damals wie heute waren diese in der Hand weniger Familien.

Kaum hat man die ersten Zeilen gelesen, ist man schon mitten im ersten Mordfall. Hieronymus Holstein wacht – anscheinend nach einer ziemlich durchzechten Nacht – mit starkem Kopfweh und wenig Erinnerungsvermögen im Zimmer mit einer zerstückelten Frauenleiche auf.  Als er feststellt, dass seine Kleidung auch voll von Blut ist, hämmert bereits die Polizei an der Tür und er kann sich nur durch einen Sprung durch das Fenster der Verhaftung entziehen.

Als dann noch weitere Morde nach dem gleichen Schema passieren, wird er immer verdächtiger. Gut, dass er auf seinen Freund und auf seine Verkleidungskünste setzen kann, um sich selbst auf Mördersuche begeben zu können.

Ein spannender Krimi, der zum Kriminalfall auch die Historie und Lokalkolorit liefert.

Bastian Zach: Donaumelodien – Praterblut
Historischer Kriminalroman
ISBN 978-3-8392-2650-6
Gmeiner Verlag
www.gmeiner-verlag.de