Die Investigativ-Journalistin Stefanie Laudon aus Wien muss ermitteln …

Barbara Wimmer: Tödlicher CrashIst es ein Zukunftsroman? Oder einfach ein Gegenwartsroman, der ein bisschen weiter vorangedacht wurde? Schwer zu beurteilen.

Der Kriminalfall spielt jedenfalls im Jahre 2022 – also gar nicht weit in der Zukunft. Selbstfahrende Autos sollen nun die Straßen erobern und der Finanzminister der Republik Österreich ist stolz noch vor dem Technologieminister ein Auto mit dieser neuen Technologie erworben zu haben. So ganz sicher scheint aber diese doch noch nicht zu sein, da er auf dem Weg zu seinem Bruder, der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde am Attersee ist, tödlich verunglückt, nachdem das Auto plötzlich beschleunigte und schließlich in einen Baum steuerte.

Wurde die Software des Autos gehackt? War es ein Terrorangriff? Hat sein Bruder, dessen Bauernhof in schweren Geldnöten steckt, damit zu tun? Oder vielleicht doch die Journalistin Laudon, die den Finanzminister ob seiner neoliberalen Politik mehrfach scharf kritisiert hatte?

Natürlich sind auch in diesem Buch alle handelnden Personen frei erfunden und jede Übereinstimmung mit lebenden Personen zufällig und nicht erwünscht. Und doch bin ich wieder einmal während des Lesens am Überlegen, ob ich nicht in den handelnden Personen vielleicht doch die eine oder andere bekannte Persönlichkeit entdecken kann…

Aber auch das macht den Krimi lesenswert. Wenn auch die Mörder am Ende dann doch irgendwie plötzlich auftauchen und ein bisschen konstruiert erscheinen. Bis dahin ist es äußerst spannend der Journalistin, die sich vom Verdacht freiwaschen muss und ihrem Freund beim „ermitteln“ zu folgen.

Und ich glaub, ich kontrolliere jetzt auch gleich alle Apps auf meinem Handy und vielleicht sollte ich auch ein bisschen mehr auf meine Kommentare auf Facebook und Co. in Zukunft achten. 2022 ist ja nicht mehr so weit entfernt …

Barbara Wimmer: Tödlicher Crash
Ein Wien-Krimi
ISBN 978-3-8392-2597-4
Gmeiner Verlag
www.gmeiner-verlag.de