Bücher über Wirtschaft bzw. deren verschiedene Theorien stehen auf meinen Leselisten ehrlicherweise nicht ganz oben. Doch Manfred Drenning versteht es den Leser mitzunehmen.

Manfred Drennig: Wirtschaftspolitik zwischen der Gier der Gewinner und der Wut der VerliererEigentlich stand das Buch nicht auf meiner Leseliste. Doch dann wurde eine Diskussion mit dem Autor in der Münze Österreich angekündigt. Manfred Drennig diskutierte mit Ex-Finanzminister Lacina und dem Präsidenten der Österreichischen Nationalbank a.D., Claus Raidl über sein Buch und die Auswirkung der derzeitigen Wirtschaftspolitik. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen und genau diese Diskussion (mehr darüber am Blog) hat mich motiviert das vorliegende Buch zu lesen – und es ist ein Gewinn.

Nicht nur, dass Drennig eine hervorragende Analyse der derzeitigen Entwicklung der Gesellschaft gibt, nicht mit Warnungen spart und seine Ansicht mit einer Fülle von Theorien, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Büchern diverser Wissenschaftler belegen kann, gibt er am Ende auch Hinweise, wie man seiner Meinung nach – zum Wohle aller – aus dieser Krise herauskommen könnte. Allein das letzte Kapitel unterscheidet sein Buch von vielen anderen Publikationen.

Man muss als Leser nicht mit all seinen Ansichten und Schlussfolgerungen einverstanden sein, dennoch sind sie es wert über sie nachzudenken. Und ich glaube nicht, dass am Grundsätzlichen die – erst danach ausgebrochene – Coronakrise viel daran ändert.

Für alle jene, die fundiertes Wissen schätzen und sich mit dem immer größer werdenden Unterschiede in unserer Gesellschaft auseinandersetzen möchten.

Manfred Drennig: Wirtschaftspolitik zwischen der Gier der Gewinner und der Wut der Verlierer
facultas Universitätsverlag
ISBN 978-3-7089-1952-2
www.facultas.at