Krimis, Science Fiction und Geschichte sind meine Leidenschaft. Daher war ich sehr erfreut, wieder einen Salzburg-Krimi von Manfred Baumann in Händen zu halten.

Manfred Baumann: Marionettenverschwörung

Natürlich wurde das Buch nicht nur gehalten, sondern auch sofort gelesen. Krimis mit Lokal-Kolorit stehen ebenfalls in meiner Beliebtheitsskala ganz oben. Was gibt es schöneres, als sich mit dem Kommissar durch die Stadt oder das Land aufzumachen, in dem man bereits war.

Leider habe ich das Marionettentheater in Salzburg noch nicht besucht, was ich aber nach der Lektüre dieses Buches zu ändern gedenke. Aber zur Festspielzeit war ich schon etliche Male anwesend und auch die wunderbaren echten Mozartkugeln vom Fürst sind mir immer wieder gerne willkommen.

Da freut es einem als Leser natürlich mit Kommissar Merana auf Verbrecherjagd zu gehen. Vorher noch einen kleinen Abstecher nach Hamburg einzulegen (es wird doch nichts Ernstes mit dieser Jennifer entstehen?) und dann ins Salzburg zurückzukehren.

Die ersten Worte in diesem Krimi, neben jene von Heinrich von Kleist und von Sandie Shaw, spricht eine Puppe zum Leser. Eine Puppe, die den Mord beobachtet haben könnte, die vielleicht auch weiß warum es hier geht, die vielleicht sogar den Mörder kennt…
Die aber auch ein ganz anderes Geheimnis bewahrt.

Manfred Baumann versteht es meisterlich, den Leser nicht nur in die Welt der Marionetten und der Puppenspieler eintauchen zu lassen, sondern auch die Wege zum Motiv des Mordes so zu verstricken, dass man wirklich erst ganz spät die Situation durchschaut.

Ein prachtvoller Krimi. So wie ich ihn mir wünsche. Für alle Krimi-, Marionetten- und Salzburgfans. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten ...

Manfred Baumann: Marionettenverschwörung
Ein Salzburg-Krimi
ISBN 978-3-8392-2458-8
Gmeiner Verlag
www.gmeiner-verlag.de