Nach ihrem Bestseller „111 tödliche Pflanzen“ hat Klaudia Blasl ihr pflanzliches Hintergrundwissen nun in zwölf giftige Pflanzenkrimis gesteckt.

Klaudia Blasl: Böse BlumenSchon in ihren Krimis wie „Miederhosenmord“, „Gamsbartmasaker“ oder „Kernölkrieg“ wurde subtil und manchmal ganz schön direkt gemordet. In den Pflanzenkrimis werden Partner, Ehemänner, Nachbarn durch die wundersamen Kräfte der unterschiedlichsten Pflanzen und Pflänzchen um die Ecke gebracht. Wobei es bei genauerer Betrachtung alle Opfer schon irgendwie verdient haben. Mein Mitleid als Leser war mit ihnen enden wollend, muss ich zugeben.

So ganz nebenbei – am Ende jedes Kapitels – erfährt man dann auch noch genaueres über das todbringendes Pflänzlein. Wobei jede Geschichte mehr meinen Verdacht nährt, dass auch heute noch einige der „natürlichen“ Todesursachen im wahrsten Sinne des Wortes in der Natur ihren Ausgang hatten. Allerdings gehört profundes Pflanzenwissen dazu, um es natürlich ausschauen zu lassen.

Die Krimis sind unterhaltsam und abwechslungsreich. Manchmal aus der Ich-Perspektive erzählt, schildern sie Ehekrisen, Unrecht aus der Vergangenheit, die Suche nach einem Traummann und dann tauchen auch noch Postkarten von Toten aus der Vergangenheit auf, die der weiteren beruflichen Karriere im Wege stehen.

Eine Geschichte schöner als die andere. Manche laden zum Nachdenken ein. Manche sind schuld daran, dass ich irgendwie bei Menschen, die plötzlich allzu freundlich zu mir sind, obwohl sie vorher meiner Person ablehnend gegenüberstanden, nun ganz genau schaue was sie mir anbieten.

Zum Schluss sei auch noch gesagt, dass man den Pflanzen und Pflänzelchen am Wegesrand und auf den Waldlichtungen nach dem Lesen des Buches ein ganz neues Interesse entgegenbringt – und auch dem Suppengemüse. Schließlich ist die Petersilie …

Klaudia Blasl: Böse Blumen
Zwölf giftige Pflanzenkrimis
ISBN 978-3-7408-0609-5
Emons Verlag
www.emons-verlag.de