Ich bin ein Fan der Geschichten des Oberinspektors Joseph Maria Nechyba.

Gerhard Loibelsberger: Morphium, Mokka, MördergeschichtenUnd ich bin ein Fan von Gerhard Loibelsberger. Schon seine früheren Kriminalgeschichten mit Joseph Maria Nechyba habe ich mit Vergnügen verschlungen.
Ich finde es einfach köstlich in seinen Geschichten noch alte wienerische Ausdrücke (keine Angst – es werden alle übersetzt) zu finden und in frühere Zeiten des k.k. Polizeiapparats entführt zu werden.
Schließlich habe ich ja das Glück, nicht von Herrn Nechyba verhört zu werden und auf meinem Tisch finden sich auch immer die verschiedenen Köstlichkeiten, sodass ich das laute Knurren, das sich in Nechybas Magen von Zeit zu Zeit hörbar äußert, eben nur aus den Erzählungen kenne.

Diesmal präsentiert uns Gerhard Loibelsberger in seinem neuen Buch kriminalistische Kurzgeschichten rund um Joseph Maria Nechyba und das Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Ob der Kaiser wohl gewusst hat, wer hier Mord um Mord in der Wiener Stadt und darüber hinaus aufklärt?

Auf den Leser/die Leserin warten auf jeden Fall 13 Geschichten, eine besser als die andere, bei denen man einiges über die alte Donaumetropole und ihre die k.k. Beamtenschaft erfahren kann und auch wieder (zumindest meine Generation) an alte wienerische Ausdrucksweisen erinnert wird, die zwar noch meine Großmutter verwendet hat, die nun aber mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

Für mich 13 wunderbare Ausflüge in die Vergangenheit mit einem Verzeichnis historischer Personen und einem Glossar der Wiener Ausdrücke. Herrlich.

Gerhard Loibelsberger: Morphium, Mokka, Mördergeschichten
Wien zur Zeit Joseph Maria Nechybas
ISBN 978-3-8392-2502-8
Gmeiner Verlag
www.gmeiner-verlag.de