Berlin in den 1920er Jahren. Der Krieg ist vorbei- Deutschland hungert und muss aber trotzdem hohe Reparationszahlungen an die Gewinner abführen. Ein Deal an den Besatzern vorbei soll die Lage verbessern …

Ewald Arenz: Das DiamantenmädchenDiamanten sind nicht nur Girls best friends, immer wieder sind sie auch als Zahlungsmittel – geschliffen oder ungeschliffen in diverse Machenschaften verwickelt. So auch in dem wunderschönen Roman von Ewald Arenz.

Arenz schafft es einen Kriminalroman mit einer Liebesgeschichte und eigentlich auch einem Spionage- oder Geheimdienst-Thriller zu verweben und gleichzeitig einen Einblick in das Berlin der 1920er Jahre zu geben. Über kurz oder lang hängt man an den „Buchstaben“ als Leser und will nur mehr wissen, wie es weiter geht.

Die Hauptperson, Lilly Kornfeld, ist Journalistin der Berliner Illustrirten. Bei einer Pressekonferenz wendet sich ein Staatssekretär mit einer ungewöhnlichen Bitte an sie, die sie wieder zu ihrem Jugendfreund Paul van der  Laan bringt, dessen Familie schon in ihrer Jugend mit Diamantenschleiferei ihr Geld verdienten und der noch immer in dem Haus seiner Jugend arbeitet und – ebenfalls als Diamantenschleifer - lebt. Lilly ist umgezogen, ihr Elternhaus, das sich neben Pauls Haus befindet sieht aus, als ob es leer stehen würde, oder doch nicht?

Und dann ist da noch das Schicksal ihres Bruders, der sich mit seinem besten Freund Paul in den letzten Kriegstagen freiwillig an die Front meldete, aber aus dem Krieg nicht zurückkam, ein Mann mit einem fürchterlich entstellten Gesicht und ein toter Afrikaner, bei dem Diamanten und ein ganz besonderer Anhänger gefunden wurde ….

Eine gelungene, interessante Geschichte, die zu lesen richtig Spaß macht. Ich habe das Buch fast in einem Zug durchgelesen.

Ewald Arenz: Das Diamantenmädchen
ars vivendi
ISBN 978-3-7472-0043-8
www.arsvivendi.com