Emma Auchentaller: Briefe aus GradoGrado – für viele Urlauber ihre erste Begegnung mit Italien. Wie alles begann schildern die Briefe von Emma Auchentaller an ihre Eltern.

Christine Casapicola trug die vielen Briefe, die Emma Auchentaller an ihre Eltern schrieb, zusammen und schuf damit eine lebendige Geschichte von Grado.

Emma Auchentaller war die Frau von Josef Maria „Pepi“ Auchentaller, einem bekannten Wiener Maler und Secessionisten, der leider in unserer Zeit ein wenig in Vergessenheit geriet.

Die Familie Auchentaller ist mit ihrer etwas kränklichen Tochter anfangs auf Erholung in Grado. Emma erkennt das Potential des Seebades und kauft mit Hilfe ihres Vaters und Bekannten die ehemalige napoleonische Festung und baut es in das Erste Hotel in Grado, das Fortino, um. Damit allein ist die tatkräftige Frau, die aber im Laufe der Zeit auch an Grenzen stößt, noch nicht zufrieden: die ehemalige Schule, die ebenfalls in eine Pension umgewandelt wird, eine Waschanstalt und der Kauf einer Insel, Morgo, auf der der Petershof errichtet wird, folgen.

In den Briefen erfahren wir wie die Arbeit voran geht, von den Schwierigkeiten mit Behörden und Nachbarn, von Stürmen, die in Grado und auch an ihren Besitztümern immer wieder Schäden verursachen und von ihren berühmten und weniger berühmten Gästen. Der Leser der Briefe ist wie live dabei. Und obwohl man nur die Briefe von Emma – und manchmal auch jene von Pepi an seine Schwiegereltern – liest, entsteht ein Bild vor den Augen des Lesers. Ein Bild über das Grado der damaligen Zeit, über das Fortino, über die Familie und auch über den Künstler Auchentaller.

Die Briefe fügen sich wie ein Roman zusammen, man ist bereits gespannt auf die nächsten Berichte von Emma aus Grade und ob sie es diesmal schaffen wird, die Waschanstalt in Betrieb zu nehmen oder was alles wieder im Fortino oder auf Morgo passiert ist.

Emma Auchentaller: Briefe aus Grado (1900-1912)
herausgegeben von Christine Casapicola
ISBN 978-88-86950-213
Braitan
www.braitan.at