Elisabeth Ruckser: Strudel und StriezelWer gerne kocht und gerne isst, kommt an Strudel und Striezel nicht vorbei…

Egal, ob süß oder pikant, Strudel sind immer ein Genuss. Eigentlich dachte ich, dass sie aus dem Gebiet von Slowenien kommen. Doch zumindest stammte der Autor der Georgica curiosa, dem enzyklopädischen Werk, das alle Aspekte der Haus- und Landwirtschaft behandelte aus der Feder des Barockschriftstellers Wolf Helmhardt von Hohberg, der ein Sproß schlesisch-niederösterreichisches Landadels war und der bereits 1682 darin beschrieb, wie man den Millirahmstrudel zubereitet.

Am Anfang standen jeweils die süßen Varianten, doch bald kamen auch die pikanten, deftigen Strudel dazu.

Obwohl es nur ein kleines Büchlein ist, erfreut es den Leser und den Koch, die Köchin nicht nur mit tollen Rezepten, sondern auch mit schönen Bildern und dazu noch mit ein wenig Geschichte..

Auf jeden Fall läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen, wenn man in dem kleinen Büchlein blättert. Was werde ich da wohl als erstes probieren und als nächstes backen? Den Purbacher Bohnenstrudel oder die feine Festtags-Potize (ob die wenigstens mit den slowenischen Potizen verwandt ist?)? Oder vielleicht doch den Millstädter Apfel-Reindling? Oder soll ich mit dem Blunzenstrudel aus dem Burgenland beginnen?

Fragen über Fragen! Und mein Hüftgold freut sich schon auf Verstärkung, meine Family auf neue Gerichte…

Elisabeth Ruckser: Strudel und Striezel
Rezepte mit Geschichte
Servus bei Benevento Publishing
ISBN 978-3-7104-0173-2
www.servus-buch.at