Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Im Buch von Gertraud Steiner geht es nicht nur um die Wiederentdeckung des Ortes, sondern auch um seine Geschichte und um all jene Persönlichkeiten, die in früheren Zeiten in den kleinen Ort kamen.

Die heilenden Quellen von Bad Gastein kennen viele, aber Bad Fusch? Dabei war dieser Ort im späten 19. Jahrhundert durchaus für sein heilendes Wasser, dessen besondere Mineralien bzw. dessen Heilwirkung allerdings nicht wissenschaftlich bestätigt werden konnten, sehr bekannt und beliebt. Am Anfang als Bauernbadl – also mehr von der einheimischen Bevölkerung, vor allem von Frauen – genutzt, wurde es durch die Initiative des späteren Erzbischofs von Salzburg entdeckt und damit auch in der „höheren“ Gesellschaft beliebt.

Die Autorin schildert nicht nur, wer hier zu Besuch kam, sondern auch wer die Einheimischen waren, die zu einem – zumindest bescheidenen – Reichtum kamen und ihn in manchen Fällen auch wieder verloren.

Auch der Wallfahrtsbewegung nach Bad Fusch wird nachgegangen und der Bau der Großglockner Hochalpenstraße ist ein eigenes Kapitel gewidmet.Für mich wechseln „spannende“, also mich interessierende Kapitel mit weniger interessanten in diesem Buch ab. Manche Passagen werden voraussichtlich nur besondere Fans von Bad Fusch interessieren, andere sind auch für den vielleicht zufällig in das Buch hineinschnuppernden Leser interessant und motivieren ihn, Bad Fusch auf seine Reiseliste zu setzen.

Wer sich für Menschen und Geschichte des Bades und der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, aber auch für Naturbeschreibungen rund um den Großglockner interessiert, wird an diesem Buch wahrscheinlich seine Freude haben.

Gertraud Steiner: Bad Fusch
Eine Wiederentdeckung
ISBN 978-3-7025-0850-0
Verlag Anton Pustet
www.pustet.at

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 votes
There are no comments posted here yet

Einen Kommentar verfassen

Posting comment as a guest.
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location
Melden Sie sich hier zu unserem Newsletter an:

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Wir freuen uns sehr, wenn Sie unsere Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen. Vielen Dank.

Mein Unterstützungsbeitrag:
Zum Seitenanfang