Sigrid Maria Größing: Kaiser Maximilian I. und die FrauenEin Buch, für alle geschichtlich Interessierten, die gerne unterhaltsame Biografien lesen.

Sigrid Maria Größing schafft es immer wieder, in ihren Büchern auf unterhaltsame Weise von den Größen der Geschichte zu erzählen und ihr Leben aus neuen Blickwinkeln zu beleuchten.

Diesmal hat die Autorin Kaiser Maximilian unter die Lupe genommen. Maximilian I. , der letzte wirkliche Ritter, kann demnach als Erfinder der österreichischen Heiratspolitik gelten. Nicht nur er, sondern auch seine Kinder und Enkel wurden in erster Linie aus dynastischen Gründen verheiratet und um Ländereien zu gewinnen oder stärker ans Reich zu binden, oder die leere Staatskasse wieder zu füllen.

So war es auch die höchste Pflicht der Gemahlinnen für den – männlichen – Nachwuchs zu sorgen. Durch die oftmaligen Ehen innerhalb der Familie waren aber auch bereits zu dieser Zeit Komplikationen zu erwarten.

Dennoch scheint die seine Ehe – glaubt man Sigrid Maria Größing – mit Maria von Burgund eine glückliche gewesen zu sein, was man von seinen danach folgenden Eheschließungen zumindest aus der Sicht der Ehefrauen wohl nicht behaupten kann.

Maximilian I. ließ es sich aber an Zuwendungen des weiblichen Geschlechts trotzdem nicht fehlen – so sind zahlreiche sogenannte Schlafweiber belegt, mit denen er auch eine nicht allzu kleine Kinderschar zeugte. Einige dieser Kinder wurden sogar von ihm versorgt und manche – weibliche – von ihm auch unter die Haube gebracht, sodass es ihnen an nichts mangelte.

Ein gut geschriebenes Buch, das allerdings ein paar Wiederholungen aufweist, die aber den Lesefluss nicht stören und auch die Unterhaltsamkeit nicht beeinflussen.

Sigrid Maria Größing: Kaiser Maximilian I. & die Frauen
Amalthea
ISBN: 978-3990500460
www.amalthea.at