Manfred Baumann: Salbei, Dill und TotengrünIn diesen neun Kurzkrimis spielen neben Opfer und Täter Kräuter und Gewürze die Hauptrolle…

Am Anfang der Krimisammlung steht ein Zitat von Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.“

Salbei, Dill, Apfelminze, Hexenkraut, Baldrian oder Engelwurz, Goldregen, Thymian und Totengrün – sie alle bestimmen die Erzählungen. Warum liegt der Manager im Klostergarten ausgerechnet unter dem Salbeistrauch? Was hat es mit dem Goldregen im Garten der Frauenrunde (allesamt Witwen) auf sich? Gebannt liest man, um endlich – meistens nach einigen Verstrickungen – zu erfahren, wer denn der Mörder war. Da bei der Tat meistens die Kräuter und Gewürze im Mittelpunkt stehen, lernt der Leser auch noch einiges über die Wirkungsweise der „Mordinstrumente“.

Mir persönlich haben nicht alle Geschichten gleich gut gefallen: toll fand ich auf jeden Fall die Einstiegsgeschichte (Salbei und Kloster), sowie die Geschichte mit dem Goldregen und der Frauenrunde. Es sind teilweise skurrile, aber sympathische Charaktere, die die Krimifälle zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis machen.

Ein ideales Buch für den Strand und den Urlaub oder für zwischendurch bei einer Straßenbahn- oder U-Bahnfahrt.

Manfred Baumann: Salbei, Dill und Totengrün - 9 Kräuter-Krimis
Kräuterkrimis
Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1927-0
www.gmeiner-verlag.de