Kroatien ist nicht nur ein Land, in dem man seinen Badeurlaub am Meer verbringen kann.

Gerade der Gegensatz zwischen Meer und Gebirge auf engen Raum ist es was die Faszination dieses Landes ausmacht.

Kleine Kirchen und Kapellen gibt es im Biokovo Gebirge
Das Biokovo Gebirge ist ein Teil des Gebirgsmassivs der Dinariden und wurde 1981 zum Naturpark erklärt. Die geomorfologischen Formen, seine Pflanzen- und Tierarten und die Naturschönheit – auf einer Fläche von 19.550 Hektar – machen ihn zu einem beliebten Wander- und Ausflugsziel.

Selbst wenn Sie „nur“ ihren Badeurlaub an der Makarska Riviera verbringen wollen, werden Sie nicht umhin kommen, den Ausblick auf die Berge zu genießen. Auch im Herbst, wenn Gewitter oder Nebel über die Berge ins Tal herunter ziehen ist es ein wahrlich erhabener Anblick.

Blick vom Meer aufs Gebirge
Das Bergmassiv mit einer Höhe von 1.762 Metern schützt die Stadt Makarska vor dem kontinentalen Klima und trägt dazu bei, dass wir hier die üppige Mittelmeervegetation mit warmen Wintern und langen, warmen Sommern genießen können, die vom erfrischenden Mistral begleitet werden. Mit 16 Gipfeln über 1.400 Meter ist es der höchste Gebirgszug Kroatiens. Der Gebirgssattel Dupci trennt das Biokovo-Gebirge im Nordwesten von den Dinara-Hängen bei Omiš und im Südosten reicht das Karstmassiv mit seinen Ausläufern bis zur Neretva-Mündung.
Der Naturpark umfasst einen ca. 30 km langen Teil des Biokovo-Gebirges von Dubci bis Gornja Igrane. Im Park, über dem Dorf Kotišina, befindet sich ein botanischer Garten, den man unbedingt einmal besuchen sollte.

Blick aufs Biokovo Gebirge
Im Biokovo Naturpark kann man auch alle typischen Karstphänomene beobachten: Dolinen, natürlich entstandene Mulden, Höhlen, Eisgruben und Grotten. Die Amfora-Grotte ist mit 788 Meter die tiefste im Naturpark und ist damit die vierttiefste Grotte in Kroatien.

Auf den ersten Blick erscheinen die Hänge des Biokovo karg und dennoch beherbergt das Gebiet zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Es finden sich dschungelartige Wälder mit Buchen, Tannen und der Schwarzkiefer, aber auch zahlreiche endemische Pflanzenarten wie die Edraianthus pumilio, die zur Familie der Glockenblumengewächse gehört und Glöckchen vom Biokovo genannt wird, oder ganz spezielle Arten der Flockenblumen. Insgesamt beherbergt der Naturpark an die 1.500 verschiedene Pflanzenarten.

Der Nebel senkt sich über das Gebirge
Auch die Tierwelt des Biokovo bietet zahlreiche endemische Arten und tertiären Relikten, besonders die unterirdische Fauna (an die 200 insgesamt) ist mit 60 endemischen Biokovo-Arten stark vertreten. Wanderer können im Naturpark auf 7 geschützte Amphibienarten und 21 Reptilienarten stoßen, aber auch mit etwas Glück Gämsen, Mufflons, Wildschweine, aber auch Wölfe und Luchse beobachten. Mehr als 100 Vogelarten, darunter Steinadler und Gänsegeier, und 13 seltene, geschützte und bedrohte Fledermausarten besiedeln das Gebirge.

Bei Wanderungen durch das Gebirge stoßt man immer wieder auf archäologische Reste, die auf das frühere Leben der Menschen erinnern: Hirtenquartiere, aber auch kleine Kirchen und Kapellen. So bietet auch eine Berghütte unterhalb des Sv. Jure Gipfels auch heute noch Wanderern Unterschlupf.

Wolken und Nebel im Biokovo Gebirge
Der höchste Gipfel des Biokovo ist der Sv. Jure (Heiliger Georg), den man nicht nur Erwandern kann, sondern auf den auch eine 23 Kilometer lange Straße führt, die die höchste asphaltierte Straße Kroatien ist. Bei Gorij Tucepi beginnt der Nationalpark und hier wird auch eine Maut für die Benützung der Straße fällig.
In der St. Georgs-Kapelle findet am letzten Samstag im Juli immer ein Kirchenfest statt.

Wer zum Gipfel hinauf wandern möchte, kann dies von Veliko Brdo oder Makar aus machen. Hier führen markierte Wanderwege zum Sv. Jure. Richtige Ausrüstung und gute Bergschuhe sind für diesen Ausflug Pflicht – die Wanderung bis zum Gipfel dauert gute 5 Stunden.

Wolken und Nebel am Biokovo Gebirge

Bildershow:

Weitere Informationen: www.biokovo.com