Die neue Sonderausstellung im Haus der Natur in Niederösterreich, die vom 12.3.2017-11.2.2018 läuft, widmet sich nicht nur historischen und aktuellen Naturkatastrophen, sondern sie zeigt auch wie sie entstehen und wer in der Not hilft.

Schon der Einstieg in die Ausstellung ist gewaltig: die Besucher gehen an einem von einer Mure verschütteten Auto vorbei, um gleich in die Welt der Vulkane einzutauchen, wo auch an den unaussprechlichen Eyjafjallajökull erinnert wird, der mit seinen Aschenwolken 2010 den Flugverkehr über Europa lahmlegte.

Museum Niederösterreich, Haus der Natur
Im langen Gang zum Hauptraum lernt man nicht nur Wissenswertes über Blitz, Donner und Hagel, sondern erfährt auch wer im Fall der Fälle den Opfern der Naturkatastrophen hilft: Das Team Österreich wird hier ebenso vorgestellt, wie das Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariterbund und das Bundesheer. Auch die Entstehung von Tsunamis wird thematisiert und die verschiedenen Stufen von Erdbeben werden erklärt.

Vulkane in der Ausstellung
Im Hauptraum kann man nicht nur die verheerende Wirkung von Lawinenabgängen sehen, sondern auch welche Bauweise Erdbeben entgegen wirken kann. Wer kräftig an der interaktiven Station aufstampft oder in die Höhe springt, kann am Messgerät gleich absehen, welche Erschütterungen er ausgelöst hat, und man kann verfolgen wie eine Au überflutet wird.

Museum Niederösterreich, Ausstellung Gewaltig © Foto Lackinger

Außerdem beschäftigt man sich mit der Reblaus-Katastrophe, die auch in Niederösterreich unter den Weinstöcken gewütet hat und es wäre nicht das Haus der Natur, könnte man nicht auch lebenden Heuschrecken bei ihrem gesunden Appetit zu sehen. Denn auch Tiere können zur Naturkatastrophe werden, wenn sie in großen Massen auftreten.

Die Heuschrecken können zu einer Plage werden
Außerdem werden drei große Pioniere der geophysikalischen Wissenschaft beleuchtet: Carl Friedrich Gauß, Karl Kreil und Victor Conrad. In der Ausstellung werden sogar in einer Direktübertragung die Messdaten vom Conrad Observatorium am Tafelberg in Niederösterreich übertragen und so die neuen Wege der geophysikalischen Grundlagenforschung aufgezeigt.

Museum Niederösterreich, Ausstellung Gewaltig © Foto Lackinger
Außerdem sind elf noch nie gezeigte historische Messinstrumente ausgestellt, die vom Kurator Peter Melichar fachkundig restauriert wurden.

Museum Niederösterreich, Ausstellung Gewaltig © Foto Lackinger
Das Haus der Natur im Museum Niederösterreich ist von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 9:00 bis 17:00 Uhr zu sehen. Die Schau wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Expertenvorträgen, einer Kuratorenführung, dem Familienprogramm „Sonntag im Museum“ (jeden 1. Sonntag im Monat), dem Wissensfestival „Abenteuer Wissen“ am 7.5.2017 und Programmen in den Schulferien begleitet.

Museum Niederösterreich, Ausstellung Gewaltig © Foto Lackinger
Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) statt.

Museum Niederösterreich, Sonderausstellung Gewaltig!
Wenn Sie die Sonderausstellung besuchen, sollten Sie aber nicht versäumen, zumindest einen kleinen Rundgang durch das Haus der Natur zu machen. Es lohnt sich. Und all jene die mehr wissen möchten, können sich hier die Museums-App herunterladen. 

Museum Niederösterreich, Haus der Natur
12.3.2017-11.2.2018 Gewaltig! Extreme Naturereignisse
Haus der Natur im Landesmuseum Niederösterreich
3100 St. Pölten, Kulturbezirk 5
Tel: +43 2742 90 80 90
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.museumnoe.at

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