Vom 8.3.-26.6.2017 kann man im Naturhistorischen Museum Wien nicht nur die Venus von Willendorf sehen, sondern auch die künstlerische Auseinandersetzung mit der altsteinzeitlichen Plastik.

Das Naturhistorische Museum Wien zeigt nun in Verbindung mit dem berühmten Vorbild, der Venus von Willendorf, eine Auswahl von Werken des Künstlers aus den Sammlungen des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, der Galerie Christine König und der französischen LMV Collection.

Al Hansen in his Studio in Cologne 1993 (Ausschnitt)
Bereits 1908 wurde die kleine Figur bei Ausgrabungen des Naturhistorischen Museums Wien entdeckt. Die zu den berühmtesten archäologischen Funden der Welt zählende kleine Figur stellt eine üppige nackte Frau mit kleingelocktem Haar, dünnen Armen und vollen Brüsten dar, die als ein Meisterwerk der altsteinzeitlichen Plastik gilt. 29.500 Jahre ist die Figur alt und ihre Bezeichnung „Venus“ bringt sie in Verbindung mit der antiken Venus, der römischen Göttin der Liebe.

Ausstellungsansicht Al Hansen. Venus, Venus, Venus © NHM Wien, Kurt Kracher
Bis 26. Juni sind nun zur Venus im sogenannten Venuskabinett der Prähistorischen Schausammlung die Werke des amerikanischen Fluxus-Künstlers Al Hansen ausgestellt, der der Venus von Willendorf eine komplexe Werkgruppe mit mehreren tausenden Werken gewidmet hat. Seine Arbeiten zeigen eine exemplarische Figur, die um die mystische Venus aus der Altsteinzeit kreist, der Künstler setzt sowohl beim Alter als auch bei der Interpretation des Werkes an. Auch die frühesten überlieferten Kunstwerke bildeten Frauenfiguren ab und Al Hansen stellt eine Verbindung dieser archaischen Objekte zu seinem eigenen Werk in den Mittelpunkt. Es geht ihm dabei weniger um die Übereinstimmung mit dem Modell, als um die freie Interpretation, die technisch unterschiedlich ausgeführt in Umriss und plastischer Fülle denselben Typus wiederholt.

Ausstellungsansicht Al Hansen. Venus, Venus, Venus © NHM Wien, Kurt Kracher
Al Hansen (1927-1995) ist hauptsächlich als Performance Künstler bekannt, der im Kreis um John Cage ebenso beheimatet war wie in Andy Warhol’sFactory.
Die Schau ist im Eiszeitgang im Hochparterre des Naturhistorischen Museums Wien zu sehen

Al Hansen. Regalo Venus, 1990. Courtesy Privatsammlung Paris und Christine König Galerie Wien (Ausschnitt)

Die Schau ist im Eiszeitgang im Hochparterre des NHM Wien zu sehen.

8.3.-26.6.2017 Al Hansen – Venus, Venus, Venus
Naturhistorisches Museum in Wien
1010 Wien, Burgring 7 (Besuchereingang Maria-Theresien-Platz)
Tel: +43 1 512 77-0
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www.nhm-wien.ac.at

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