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Zuerst wirkt es ein bisschen seltsam: Es sieht aus wie ein Betonblock, der in "the middle of nowhere" gebaut wurde, etwas davon entfernt ein riesiger Parkplatz, der allerdings ziemlich leer ist.

Daher beginnen wir auch unsere Restaurantbeschreibung ein wenig anders ...

Das Museum

Wir machen uns auf den Weg – es ist kalt und die Vegetation hat auf Sparflamme geschaltet- wenn hier alles grünt und blüht muss es ziemlich einladend aussehen. Der Betonblock sieht nun aus, als wachse er aus dem Boden heraus. Viel Glas und er scheint in der Nähe viel freundlicher als von weiter weg.

Andy Warhol begrüsst die Besucher

Verwundert stelle ich fest, dass hier auch ein Museum untergebracht ist, dass einen Teil seiner Dauerausstellung Andy Warhol widmet und sich mit der Kunst nach der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (sowohl national als auch international).

Restaurantbesuche mit Kunstwerken

Restaurant und Museum wirken modern und sehr gestylt, aber es liegt auch eine Idee dahinter:
Mit diesem Bau, in der Nähe von Modra in der Nähe der Weinberge, wollte man auch die Beziehung von Stein und Wein ausdrücken. Stein ist die natürliche Basis für jeden Weinberg, er unterstützt die Wurzel, sorgt für die Mineralien, reguliert die Feuchtigkeit und speichert die Wärme der Sonnenstrahlen. Stein gilt als heilend und geheimnisvoll, als Symbol für Kraft, Edelmut und Schönheit.

Blick auf das Restaurant und das Museum

Daher wählten die Besitzer von Elesko den Stein als Symbol und nannten ihr Unternehmen Elesko nach einer mittelalterlichen Wachburg, die an der Unterseite des Záruba Berges lag und über die Gegend wachte.

Die Weine

Elesko betreibt also nicht nur eine Galerie und ein Restaurant, sondern produziert auch seit 2009 hervorragende Weine. Diese werden ausschließlich aus Trauben ihrer eigenen Ernte, die in der Tokaj- und der Kleinen Karparten-Region wachsen, hergestellt. Aus den Weingärten der Kleinen Karpaten kommen Sauvignon, Chardonnay, Pinot gris, Gewürztraminer, Pinot Noir und Merlot, sowie Riesling, Blaufränkisch Zweigelt oder Alibernet.

Blick in das Restaurant

Aber auch die neuen Kreuzungen wie Pálava und Dunaj sind hier vertreten. Aus der Tokajer Weinregion stammen Furmin, Lipovina, Gelber Muskateller und Zeta.
Wer sich mit der Herstellung vertraut machen möchte, kann durch einen attraktiven Glaskorridor in der Anlage den gesamten Weinherstellungsprozess beobachten.

Restaurant und Weinbar

Doch nun zum Hauptgrund unseres Besuchs: zum Essen und dem Restaurant. Dieses passt sehr gut zur modernen Architektur und ist durchgestylt. Große Glasfenster erlauben den Blick ins Freie. Einigen meiner Kollegen war es zu modern gestaltet. Bei unseren Besuch war es für gerade zwei größere Gesellschaften reserviert, wir waren die ersten die ankamen und die Stimmung leidet ein bisschen wenn nur ein Tisch in einem großen – wenn auch schön gestalteten Raum besetzt ist. Doch man sollte sich davon nicht täuschen lassen – wir waren zu Mittag anwesend – es ist eher ein Abendlokal und schließlich sollte ich mich nun auch auf Essen und Trinken konzentrieren. Und das hat was – es ist vorzüglich.

Es fängt schon gut an ...

Das Degustationsmenü wurde mit Weinbegleitung serviert und ist vorzüglich. Begrüßt wurden wir von einem Pinot noir rosé Sekt, der bereits außergewöhnliches erwarten ließ.

Die einzelnen Weine werden uns vorgestellt

Zu Beginn kam eine Bisonpastete mit Baguette begleitet von einem Pinot noir barrique, Auslese, trocken aus dem Jahr 2015. Köstlich – und dieses Wort wird sich auch durch die restliche Beurteilung ziehen…

Die Bisonpastete als Vorspeise
Es folgte eine Kastaniensuppe mit gerösteten Kastanien – ebenfalls ein Träumchen, wie Horst Lichter angemerkt hätte. In richtiger Konsistenz, wohlschmeckend nach Kastanien, aber ohne den pelzigen Touch, den diese Suppen manchmal haben.

Die wunderbare Kastaniensuppe

Danach das erste Highlight: ein gegrillter Silberkarpfen (Tolstolobik) mit gebackenem Kohlrabi und Zitronensauce. Das Fischlein genau richtig am Punkt gebraten, die Haut kross, innen aber noch schön saftig. Herrlich dazu passend die Zitronensauce – das Rezept hätte ich gerne. Dazu wurde ein Riesling „2“, halbsüß aus dem Jahre 2011 serviert.

Ein Silberkarpfen mit krosser Haut und einer fantastischen Zitronensauce
Es kommt nun Highlight Nr. 2 – mein absoluter Favorit: Ein Hirschrücken mit gegrillten Pilzen, Kohlsprosse und Kürbispüree, begleitet von einem Dunaj „2“, Auslese, halbsüß aus dem Jahr 2012. Der Hirschrücken ganz zart gebraten, gut gewürzt ohne den Eigengeschmack zu überdecken, fein die gegrillten Pilze und ausgezeichnet dazu harmonierend der Kürbis. Sehr fein auch der Dunaj, den ich schon oft als etwas wild und herb erlebt habe, hier lag er fein und ausgewogen im Glas.

Der Hirschrücken war ein Gedicht
Den Abschluss bildete ein Kaiserschmarrn mit Äpfel und Pflaumen-Konfit mit dem süßen Strohwein Petit Merle aus 2008.
Schließlich wurde als Digestif noch ein Pálava (52%!) gereicht.

Der Kaiserschmarrn

Der geschätzte Leser, die geschätzte Leserin kann sich nach der Beschreibung und den Bildern sicher vorstellen, dass wir sehr zufrieden das Restaurant verließen.

Ausblick auf die Terrasse
Fazit: Das Menü mit Weinbegleitung ist nicht ganz billig, aber die Qualität passt und die Location ist außergewöhnlich. Vor allem in der schönen Jahreszeit, wenn man draußen sitzen kann und in die Weinberge blickt (wir hatten auch eine Terrasse entdeckt) kann man hier einen schönen und vor allem genussvollen Abend mit künstlerischen Touch (und einem Besuch in der Galerie) verbringen.

Der Weg zum Restaurant

Allerdings muss jemand der Weinbegleitung abschwören, so man mit dem Auto kommt – in der Slowakei gilt beim Fahren 0,0 Promille.

Weitere Informationen und Reservierung:
Elesko wine park
900 01 Modra, Partizánska 2275
Tel: +421 49 220 92 26 oder +421 911 710 080
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.eleskorestaurant.sk, www.elesko.sk, www.zoyamuseum.sk

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