Das Vulkanmuseum wurde eigentlich inmitten eines Vulkankegels errichtet – von dem man heute natürlich nichts mehr bemerkt. Wahrscheinlich ist es deshalb möglich 6000 Meter tief in die Erde hinabzustoßen, oder?

Das Gebiet um Grad (bis in die Steiermark hinein, daher gibt es dort auch die Marketingbezeichnung Vulkanland) ist vulkanisches Gebiet. Allerdings liegt der letzte Ausbruch bereits 3 Millionen Jahre zurück, doch dieser Ausbruch sorgte hier im heutigen Slowenien, für einen großen Krater, der ursprünglich mit Wasser gefüllt war.

Abenteuerpark Vulkanija

Das heutige Gebäude von Vulkanija und das alte Gebäude der ehemaligen Lederfabrik stehen genau in diesem Krater, der einen Kilometer breit war. Das Schloss Grad, über das wir auch schon berichteten, steht ebenfalls in einem Krater, allerdings war für diesen ein anderer Ausbruch verantwortlich.

Im Geologiemuseum
Das Gebiet des heutigen Goričkos ist aber noch immer vom Vulkanstein geprägt. Basalt bzw. Tuffstein entstanden durch das Absetzen und Erhärtens des Materials nach dem Vulkanausbruch und ist heute noch im Steinbruch bei Grad gut sichtbar. Hier findet man auch noch eine weitere Besonderheit: Das Olivin, ein Material, bzw. die „Vulkanbombe“ die von einem bis zu mehreren Zentimeter groß sein kann und eine ovale oder rechteckige Form hat. Früher zerbrach man das Gestein und verwendete es als Baumaterial. Auch Schloss Grad wurde daraus errichtet.

Im Geologischen Museum
Doch all dies und noch viel mehr kann man in den Museen erfahren. Eigentlich sind die Ausstellungen dreigeteilt: so gibt es das neue Vulkanija-Gebäude, dessen Schwerpunkt eindeutig bei den Vulkanen liegt, dann das Geologische Museum, das im alten Gebäude daneben untergebracht ist, ebenso wie das Ledermuseum.

Vulkanija

Im neu (wieder, nach einem Brand) aufgebauten Gebäude begrüßt Oli, der Maulwurf seine Gäste und führt sie durch seine Welt. So kann man in seiner Küche die verschiedenen Gesteinsarten kennenlernen und erfährt wie sie entstehen.

Oli, der kleine Maulwurf, begrüßt die Besucher

Natürlich widmet er sich auch des Olivins, das auf zwei Arten auf die Erde kam: entweder durch die Kristallisation von Magma im Erdmantel bei sehr hoher Temperatur und hohem Druck oder durch einen Meteoriten. So hat man 2009 in Jesenice einen Meteorit gefunden, der auch Olivin aufwies. Kein Wunder, dass sogar Kleopatra Olivin den Smaragden vorgezogen hat. Auch seine Farbe kann unterschiedlich ausfallen: je mehr Eisen es enthält, um so dunkler, schwärzer wird das Mineral, ist jedoch mehr Magnesium vorhanden, zeigt es sich heller, doch am schönsten ist seine grüne Farbe. Im Shop kann man auch die verschiedensten Schmuckstücke aus Olivin erwerben. Allerdings bestehen diese nicht aus „slowenischem“ Olivin, sondern kommen aus Fundstätten in Südafrika.

Oli erklärt
3D Filme (slowenisch, englisch und deutsch) werden die Besucher ebenso begeistern, wie der Gang durch die Lavaröhre und dann gibt es da ja auch noch den Fahrstuhl, der uns 6.000 Meter unter Tage direkt ins Innere unserer Erde bringt. Aber keine Angst, es ist für Besucher nicht gefährlich…

Geht's jetzt abwärts?
Oli ist fast überall als Hologramm mit dabei, stellt Fragen und erklärt die Entstehung der Erde. Außerdem hilft er den Gästen auch wieder bei ihrem Ausflug in die Tiefe des Erdinneren wieder zurück zur Oberfläche zu kommen.

Viele interaktive Stationen laden zum Mitmachen ein
Erwachsene Besucher sollte auch Oli Keller einen Besuch abstatten: Hier gibt es die Weine von Goričko zu verkosten (und natürlich zu kaufen), die durch die Lage ihrer Weingärten an den Hängen aus Vulkangestein einen ganz besonderen Geschmack vorweisen können.

Geologisches Museum

Dieses ist im älteren Gebäude neben Vulkanija untergebracht und beschäftigt sich mit den Steinen, Mineralien und Funden aus der Umgebung, vor allem des Goričko Naturparks, der mit dem Naturpark Raab in Österreich und dem ungarischen Nationalpark Őrseg einen länderübergreifenden Naturpark darstellt. Auch darüber kann man einiges in Form von Filmen hier erfahren.

Oli begrüßt die Besucher
Highlight in der Ausstellung könnten jene Funde sein, die die Fossilien aus längst vergangenen Zeiten zeigen, aber auch die Feuersteine – das Pyrit, das man früher das Gold aus Gorička genannt hat. Obwohl auch der Feuerstein sehr wichtig für die damaligen Bewohner war, glaubten viele im glänzenden Pyrit Gold zu entdecken. Doch „es ist nicht alles Gold, was glänzt“. Dieser Spruch soll hier in der Gegend entstanden sein und sich auf die Entdeckung des Pyrits beziehen.

Spiele mit Oli
Außerdem gibt es hier immer wieder saisonale Ausstellungen vom Keramikprodukten einer nahe gelegenen Kunstschule.

Lednars Lederwerkstatt

In dem Haus, das nach dem 2.Weltkrieg gebaut wurde, war früher auch kurze Zeit eine Lederfabrik untergebracht. Da die Herstellungsmethoden allerdings veraltet waren, musste die Familie aufgeben und zog fort. Aber die Betonbecken und andere Teile der Fabrikation sind im Haus noch vorhanden und so kann man hier auch noch einiges über die Herstellung von Leder und deren frühere Produktionsmethoden erfahren.

Im Museum

Die Museen sind täglich, außer Montag geschlossen. Die genauen Öffnungszeiten erfahren Sie auf der Seite von Vulkanija www.vulkanija.si/m/de/

Hier ist noch ein kleiner Ausschnitt mit Oli:

Abenteuerpark Vulkanija (Doživljajski park Vulkanija)
9264 Grad, Grad 174
Tel: +386 2 553 10 00
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.vulkanija.si

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