Der kleine Ort, kaum 40 km von Maribor entfernt, ist noch nicht so bekannt als Reisedestination. Zu Unrecht! Die Stadt des Weines und der Blumen ist einen Besuch wert und den Ausflug zur Kartause von Žiče ganz in der Nähe sollten Sie keinesfalls verpassen.

Blick in den alten Stadtteil von Konjice

Geschichte

Hier wird nicht nur Stadterneuerung und Blumenschmuck groß geschrieben, sondern auch die Legenden. So erzählt eine Geschichte, dass niemand geringerer als der Heilige Georg die Stadt von einem Drachen befreite, - und das kam so….

Die Originalfiguren der Pestsäule im Museum Riemer in Konjice
Vor langer, langer Zeit entstand im Berg nahe der Stadt ein riesiges Loch, das sich immer mehr mit Wasser füllte und zu einem See wurde. In diesem lebte ein Krebs, der mit der Zeit zu einem richtigen Drachen heranwuchs. Übel gelaunt und unberechenbar terrorisierte dieser die Bewohner von Konjice und drohte ihnen, die ganze Stadt zu überfluten, so sie ihm nicht jedes Jahr eine Jungfrau schenken würden. Lange Jahre war dies für die Einwohner, die einzige Chance vom Drachen verschont zu bleiben und eines Aprils, als es wieder soweit war und die schöne Tochter des Grafen, Marjetica (das Gänseblümchen), sollte geopfert werden, kam der Heilige Georg auf einem weißen Pferd in die Stadt. Er kannte die Stadt und seine Bewohner und wunderte sich, warum alle so traurig waren. Als er den Grund für Ihre Trauer hörte, befahl er der Jungfrau zu Hause zu bleiben und machte sich auf den Drachen zu töten, was ihm natürlich gelang. So wurde die Stadt vom Drachen befreit, man gab ein großes Fest und ihm zu Ehren wurde sein weißes Pferd auch in das Wappen von Konjice aufgenommen. Ursprünglich war der Hintergrund des Wappens grün (für die Wiesen) und blau (für den Himmel). Die Farben wurden allerdings durch rot ersetzt, die auf die vier Brände hinweisen sollten, die die Stadt vernichtet hatten. Später würde dann auch die Kirche, die der Graf aus Dankbarkeit unterhalb des Berges bauen ließ, auf seinen Namen geweiht und der Heilige Georg (Jurij) gilt seither als der Beschützer der Stadt.

Das Pferdedenkmal von Konjice
Pferdedenkmäler sind überhaupt in der Stadt häufig zu sehen. Gleich am Weg zur Altstadt sieht man eine nackte Frau auf einem Pferd reiten (dieses Denkmal wurde allerdings erst 2012 errichtet und soll ausdrücken, dass auch Frauen stark sein können) und ein wenig später kommt man über eine Pferdebrücke. Das könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass die Umgebung hier schon in frühester Zeit besiedelt war und während des römischen Imperiums hier eine Pferdestation war, auf der die Pferde getauscht werden konnten.

Ein Pferdekopf der Pferdebrücke in Konjice
Davon ist außer den Pferden heute nichts mehr zu sehen, der tausendjährigen Geschichte aber kommt man schon noch auf die Spur. Counowiz, ihr damaliger Name wurde 1146 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die ersten Besitzer der Burg waren die Herren von Konjice, die 1597 von den Grafen von Tattenbach abgelöst wurden, die fast 100 Jahre die Geschicke der Stadt und der Umgebung prägten.

Auch über den letzten Grafen von Tattenbach gibt es eine Geschichte:
Er hatte sich mit dem Kaiser in Wien überworfen und sollte für seinen Ungehorsam bestraft werden. Das Urteil lautete, ihm sei eine Hand abzuhacken. Der Graf bat um Gnade und sie wurde ihm gewehrt: die Hand blieb dran, allerdings wurde ihm der Kopf abgeschlagen.

Der Park beim Schloss in Konjice
Auch die Bauern wurden vom Herrscher in Wien nicht immer fair behandelt: So wandten sie sich an den Kaiser und baten wegen der hohen Steuern, die sie nicht mehr erwirtschaften konnten, um seine Hilfe. Er versprach auch zu helfen, doch es passierte nichts, was schließlich vor ungefähr 500 Jahren zu einem Bauernaufstand in der Gegend führte.
1828 wurde Fürst Windisch-Grätz Besitzer der Burg, allerdings war damals das Gebäude schon zu einer Ruine verfallen. Heute versucht man die Burg, die als eine der ältesten in ganz Slowenien gilt, wieder zu renovieren und sie zu einem Veranstaltungsort auszubauen.

Der kleine Ort, kaum 40 km von Maribor entfernt, ist noch nicht so bekannt als Reisedestination. Zu Unrecht! Die Stadt des Weines und der Blumen ist einen Besuch wert und den Ausflug zur Kartause von Žiče ganz in der Nähe sollten Sie keinesfalls verpassen.

Blick in den alten Stadtteil von Konjice

Geschichte

Hier wird nicht nur Stadterneuerung und Blumenschmuck groß geschrieben, sondern auch die Legenden. So erzählt eine Geschichte, dass niemand geringerer als der Heilige Georg die Stadt von einem Drachen befreite, - und das kam so….

Die Originalfiguren der Pestsäule im Museum Riemer in Konjice
Vor langer, langer Zeit entstand im Berg nahe der Stadt ein riesiges Loch, das sich immer mehr mit Wasser füllte und zu einem See wurde. In diesem lebte ein Krebs, der mit der Zeit zu einem richtigen Drachen heranwuchs. Übel gelaunt und unberechenbar terrorisierte dieser die Bewohner von Konjice und drohte ihnen, die ganze Stadt zu überfluten, so sie ihm nicht jedes Jahr eine Jungfrau schenken würden. Lange Jahre war dies für die Einwohner, die einzige Chance vom Drachen verschont zu bleiben und eines Aprils, als es wieder soweit war und die schöne Tochter des Grafen, Marjetica (das Gänseblümchen), sollte geopfert werden, kam der Heilige Georg auf einem weißen Pferd in die Stadt. Er kannte die Stadt und seine Bewohner und wunderte sich, warum alle so traurig waren. Als er den Grund für Ihre Trauer hörte, befahl er der Jungfrau zu Hause zu bleiben und machte sich auf den Drachen zu töten, was ihm natürlich gelang. So wurde die Stadt vom Drachen befreit, man gab ein großes Fest und ihm zu Ehren wurde sein weißes Pferd auch in das Wappen von Konjice aufgenommen. Ursprünglich war der Hintergrund des Wappens grün (für die Wiesen) und blau (für den Himmel). Die Farben wurden allerdings durch rot ersetzt, die auf die vier Brände hinweisen sollten, die die Stadt vernichtet hatten. Später würde dann auch die Kirche, die der Graf aus Dankbarkeit unterhalb des Berges bauen ließ, auf seinen Namen geweiht und der Heilige Georg (Jurij) gilt seither als der Beschützer der Stadt.

Das Pferdedenkmal von Konjice
Pferdedenkmäler sind überhaupt in der Stadt häufig zu sehen. Gleich am Weg zur Altstadt sieht man eine nackte Frau auf einem Pferd reiten (dieses Denkmal wurde allerdings erst 2012 errichtet und soll ausdrücken, dass auch Frauen stark sein können) und ein wenig später kommt man über eine Pferdebrücke. Das könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass die Umgebung hier schon in frühester Zeit besiedelt war und während des römischen Imperiums hier eine Pferdestation war, auf der die Pferde getauscht werden konnten.

Ein Pferdekopf der Pferdebrücke in Konjice
Davon ist außer den Pferden heute nichts mehr zu sehen, der tausendjährigen Geschichte aber kommt man schon noch auf die Spur. Counowiz, ihr damaliger Name wurde 1146 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die ersten Besitzer der Burg waren die Herren von Konjice, die 1597 von den Grafen von Tattenbach abgelöst wurden, die fast 100 Jahre die Geschicke der Stadt und der Umgebung prägten.

Auch über den letzten Grafen von Tattenbach gibt es eine Geschichte:
Er hatte sich mit dem Kaiser in Wien überworfen und sollte für seinen Ungehorsam bestraft werden. Das Urteil lautete, ihm sei eine Hand abzuhacken. Der Graf bat um Gnade und sie wurde ihm gewehrt: die Hand blieb dran, allerdings wurde ihm der Kopf abgeschlagen.

Der Park beim Schloss in Konjice
Auch die Bauern wurden vom Herrscher in Wien nicht immer fair behandelt: So wandten sie sich an den Kaiser und baten wegen der hohen Steuern, die sie nicht mehr erwirtschaften konnten, um seine Hilfe. Er versprach auch zu helfen, doch es passierte nichts, was schließlich vor ungefähr 500 Jahren zu einem Bauernaufstand in der Gegend führte.
1828 wurde Fürst Windisch-Grätz Besitzer der Burg, allerdings war damals das Gebäude schon zu einer Ruine verfallen. Heute versucht man die Burg, die als eine der ältesten in ganz Slowenien gilt, wieder zu renovieren und sie zu einem Veranstaltungsort auszubauen.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Die Pferdestatue und die nackte Frau

Das Pferdedenkmal von Konjice

2012 errichtet, soll das Denkmal die Frauen an ihre Stärken erinnern, wohl aber auch an die Bedeutung der Pferde für die Stadt.

Pferdebrücke und modernes Denkmal

Die Pferdebrücke von Konjice
Wer weiter Richtung Altstadt geht, kommt dann an eine Brücke, die hier – im Gegensatz zu den Drachen in Ljubljana – vier Pferdeköpfe schmücken. Dahinter befindet sich auf der rechten Seite ein modernes Denkmal, das einen großen und einen kleinen Vogel darstellen soll.

Das

Der große Vogel ist am Flügel verletzt und er symbolisiert die ältere Generation, die für die Freiheit gekämpft haben, aber im und durch den Krieg verletzt wurden. Der kleine Vogel kümmert sich um den Alten, versorgt ihn mit Futter – die junge Generation sorgt sich um die ältere. Das Denkmal symbolisiert den Kampf um die Freiheit und den Glauben an eine bessere Zukunft.

Die alte Stadt

Blick zur alten Stadt
Der alte Teil der mittelalterlichen Stadt wurde erst neu renoviert, ein Haus ist schöner als das andere. Im Sommer blüht und duftet es überall, schließlich legt die Stadt auch auf ihren Blumenschmuck einen besonderen Wert. Beim internationalen Wettbewerb – Entente Floral – konnte schon zweimal Gold gewonnen werden. Durch die Stadt fließt auch der kleine Bach mit den vielen Namen: so wird er Ribnica (Fischbach), Gospodična (Fräulein) oder Zmajeva slina (Drachenspeichel) genannt und er teilt den Alten Markt genau in der Mitte.

Das Flüsschen teilt die Stadt
Am den Markthäusern Nr.2 und 38 wird man durch die Fresken an die vielen Brände der Stadt erinnert und auch das Pestdenkmal mit dem Heiligen Florian, dem Heiligen Franziskus, dem Heiligen Georg, dem Heiligen Rochus und dem Heiligen Johannes von Nepomuk ist durchaus sehenswert. Die Originale sind übrigens in der Stadtgalerie Riemer zu bewundern.

Die Pestsäule in Konjice
Die Kirche des Heiligen Georgs

Die Pfarrkriche von Konjice
Wandert man weiter Richtung Schloss kommt man vorher noch an der Kirche des Heiligen Georgs vorbei. Die Pfarre von Konjice wurde 1146 urkundlich erwähnt, doch auch davor gab es an derselben Stelle bereits eine Kirche. Das spätgotische Gebäude besteht aus dem rechteckigen Schiff mit vorromanischen Merkmalen, einem Nordschiff und hat ein dreiseitig geschlossenes und von Stützpfeilern umgebenes Presbyterium, einen Glockenturm und eine barocke Rosenkranzkapelle, die an der südlichen Seite angebaut wurde. Mit der letzten Renovierung, die im Jahre 1977 erfolgte, wurde das Innere des Presbyteriums wieder regotisiert.

Das Schloss Trebnik

Das Schloss Trebnik

Vorbei an der Kirche und durch einen schönen Park, entlang des Bächleins geht es zum Schloss Trebnik.

Schloss Trebnik in Konjice

Der Hof unter der alten Burg, dessen Nachfolger das Schloss ist, wird ebenfalls schon sehr früh in den Urkunden erwähnt – im Jahre 1362. Neža von Freudenberg aus Zreče brachte ihn als Mitgift in die Ehe mit Henrik Auer. Später wechselte er ebenso wie die Burg, mehrfach die Besitzer: von den Grafen Tattenbach zu den Kartäuser aus Žiče, dem Religionsfond zu den Fürsten zu Windisch-Grätz, in deren Besitz das Schloss bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges blieb. Hier waren ein Kindergarten und eine Musikschule untergebracht, 1980 wurde das Schloss als Altersheim genutzt. Heute ist das Schloss im Besitz der Gemeinde Slovenske Konjice und in seinem Inneren werkt nun ein Betrieb, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die alte Kräutertradition wieder zum Leben zu erwecken und das vorhandene, uralte Kräuterwissen zu nutzen.

Das große Angebot im Schloss Trebnik in Konjice
Im Shop im Schloss, aber auch im Internet unter www.trebnik.com werden hervorragende Naturkosmetikprodukte angeboten. Kamille, Ringelblume, Rosmarin, Lavendel werden für die verschiedenen Anwendungen eingesetzt – von der Seife über Massageöle bis zu Körperbutter, Lippenblasam oder verschiedene Teesorten gibt es „fast“ alles zu bekommen. Schauen Sie vorbei und stellen Sie sich der Qual der Wahl. Ich kann z.B. die Ringelblumen-Lotion und die verschiedensten Seifen nur wärmstens empfehlen.

Kostproben im Schloss Trebnik
Lassen Sie sich einfach vom guten Geist des Schlosses, der auch noch ausgezeichnet Deutsch spricht, beraten. Lauschen Sie einfach der Geschichte des Schlosses, der Kräuterkunde und wählen Sie ihre Lieblingsprodukte.

Schloss Trebnik in Konjice

Dvorec Trebnik
3210 Slovenske Konjice, Grajska c. 4
Tel: +386 3 757 48 32
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.trebnik.com

Die alte Burg und die Stadtgalerie

Stari grad (die alte Burg)

Die Burg ist eine der ältesten Burgen in Slowenien. Die ersten Besitzer waren Mitte des 12. Jahrhunderts die Herren von Konjice, 1597 übernahmen die Herren von Tattenbach den Besitz und prägten fast 100 Jahre lang die Geschichte der Burg und der Umgebung. 1828 wurden die Fürsten zu Windisch-Grätz Herren der Burg, doch das Gebäude war schon zu einer Ruine verfallen. Nun bemüht man sich die Burg wieder Schritt für Schritt zu renovieren und zu einem Veranstaltungspunkt auszubauen.

Stadtgalerie Riemer

Museum Riemer in Konjice
Im renovierten Bürgerhaus inmitten der Altstadt, auf dem Weg zum Schloss, ist die Sammlung des Unternehmers Franc Riemer untergebracht. Sie umfasst Werke der Malerei von der früheren Renaissance bis zu der heutigen Zeit. Das älteste Bild stammt aus dem 15. Jahrhundert und neben Werken von Cezanne, Klimt, Rodin, Modigliani, Velasquez, Kobilica, Tisnikar und anderen findet sich auch das wertvollste Werk der Sammlung: ein Bild der venezianischen Schule von Leonardo da Vinci.

Das teuerste Bild der Sammlung
Museumssammlung von Militärgegenständen aus der Zeit der Österreich-Ungarischen Monarchie

Museen gibt es in Konjice viele


Hier finden sich die Museumssammlung von Militär und anderen Gegenständen aus der Zeit der Monarchie und von Gegenständen, die mit der Geschichte der Stadt verbunden sind.

Die Kartause von Žiče

Die Kartause von Žiče

Im Tal des Heiligen Johannes des Täufers kann man auch heute noch die überwältigenden Reste der Kartause von Žiče sehen. Verpassen Sie keinesfalls diesen Ort der Stille, aber auch der gewaltigen Eindrücke zu besuchen.

Die Kartause von Žiče
Es wäre nicht Slowenien, gäbe es nicht auch hier eine Legende zur Gründung:
Als Ottokar III. vom 2.Kreuzzug in die Heimat zurückkehrte, wollte er sich hier einige Tage erholen und auf die Jagd gehen. Plötzlich sah er eine schneeweiße Hirschkuh, der er wie verzaubert folgte. Doch er konnte sie nicht einholen und da es ein heißer Sommertag war, der Tage des Heiligen Johannes des Täufers, wurde er immer müder und so schlief er schließlich ein. Im Traum erschien ihm ein Mann in einem weißen Pelz und hell erleuchtet wie die Sonne selbst. Er offenbarte sich als Johannes der Täufer und trug ihm auf, an diesem Ort ein Kloster zu errichten. In diesem Moment sprang Ottokar ein Hase in den Schoss, der vom Schreien der Jäger, die nach Ottokar suchten, aufgeschreckt worden war. Das Ebenbild des Heiligen verschwand, Ottokar schreckte auf und schrie auf Slowenisch: „Zajec, glej no, zajec“ (Ein Hase, schau, ein Hase). Weil das Wort „zajec“ auf Deutsch wie „Seitz“ klingt, findet man im Wappen des Klosters die Initiale „S“ und das Kloster wurde lange Zeit Hasenkloster genannt.

Die Kartause von Žiče
Die Mönche kamen im 12. Jahrhundert aus der Großen Kartause in das abgeschiedene Tal des Heiligen Johannes des Täufers und bauten hier zwei getrennte Kloster – das Obere und das Untere Kloster. Hier im versteckten Tal fanden sie die Ruhe und die Stille nach ihren Ordensregeln leben zu können. Diese waren – vor allem im Oberen Kloster – sehr streng: 12 Mönche wohnten hier mit ihrem Prior. Sprechen war streng verboten und nur zu ganz bestimmten Anlässen erlaubt, und auch dann durfte eine bestimmte Anzahl an Worten nicht überschritten werden. Gebete bestimmen ihr Leben. Sie sind Vegetarier und dürfen nichts essen, was vier Beine besitzt. (Gerüchte besagen, dass die Mönche daher versuchten, ein Schwein mit zwei Beinen zu züchten). Jeder Mönch lebte in einem eigenen kleinen Haus, die alle mit einem Kreuzgang verbunden waren. Noch heute kann man in der Kartause Žiče die Steinhügel sehen, unter denen die Überreste dieser Steinhäuser zu finden sind.

Die Kartause von Žiče
Die Brüder wohnten im Unteren Kloster und waren für die Versorgung des Klosters zuständig. Ihre Regeln waren nicht ganz so streng wie jene der Mönche des Oberen Klosters, sie hielten auch Kontakt mit der Bevölkerung. Sie kümmerten sich auch um Reisende und die Bevölkerung und gründeten das Hospital (daraus entstand auch der heutige Namen Špitalič).
Während der Türkenkriege wurde das Untere Kloster vernichtet, die Brüder übersiedelten in das Obere Kloster, das leichter und günstiger zu verteidigen war.

Von den berühmten Schriften der Kartause von Žiče wurden viele nach Österreich gebracht
Das Kloster galt in seiner Blütezeit als kulturelles und politisches Epizentrum, Generalprior Stefano Marconi war ein Freund der Heiligen Katharina von Siena. Im 14. Jahrhundert war das Kloster besonders durch seine Bibliothek berühmt, die mehr als 2.000 Bücher umfasste. Fast vier Jahrhunderte entstanden hier die berühmten mittelalterlichen Seitzer Handschriften. Aber auch die Naturheilkunde nahm hier einen großen Stellenwert ein, die Brüder führten eine Apotheke, beschäftigten sich aber auch mit der Müllerei, Ziegelei, Glaserei und ähnlichen Handwerken.

Die Kartause von Žiče
1782 erließ Kaiser Josef II. ein Dekret zur Aufhebung der Klöster, das auch die Kartause Žiče betraf. Damit wurde das Kloster dem Verfall überlassen.
Wenn man heute durch die teils verfallenen Ruine geht, ist man noch immer von der Größe und Erhabenheit überrascht. Es geht nach wie vor eine eigene Ruhe und Energie von diesem Platz aus.
Und es erwacht auch wieder Leben in den alten Mauern: in den gewölbten Kellern des Klosters reifen rund 60.000 Flaschen von weißem und vom Rosé Sekt der Weinkellerei Zlati Grič (Goldener Hügel), die hier probiert und auch gekauft werden können.

Die Kartause von Žiče
Ein Stückchen weiter zeigt der Töpfermeister sein Handwerk, und im Kräutergarten und im Kräuterladen kann man sich davon überzeugen, dass man Stück für Stück das unschätzbare Klostererbe wieder belebt.

Das Original dieses Bildes hängt in Stift Klosterneuburg
In der ständigen Ausstellung kann man Kopien der berühmten Seitzer Handschriften sehen, sich über das materielle und geistige Leben der Kartäuser informieren, den Kristalldrilling von Konjice bewundern und einiges über die Renovierung der Kartause erfahren. Vieles von den alten Schriften wurde nach Auflösung des Klosters nach Graz, aber auch ins Stift nach Klosterneuburg gebracht, sodass heute hier in erster Linie Kopien zu sehen sind.

Die Kartause von Žiče
Manchmal finden zwischen den Steinzeugen einer großen Vergangenheit bereits Hochzeiten statt und so manches Konzert wurde auch schon aufgeführt. Es ist ein zauberhafter Ort, der langsam wieder aus einem jahrhundertelangen Schlaf erwacht.

Für Individualbesucher steht auch ein Audioguide in mehreren Sprachen zur Verfügung.

Das älteste Gasthaus in Slowenien

Wer nach seinem Rundgang durch die Kartause so richtig Hunger bekommen hat, sollte im ältesten Gasthaus von Slowenien (und dem drittältesten Europas), das noch immer in Betrieb ist, unbedingt einkehren. Der Küchenchef widmet sich der Klosterküche und slowenischen Spezialitäten, die er aber neu interpretiert. Wir haben es probiert. Mehr darüber erfahren Sie hier.

Plan

Mehr über die Gegend und frühere Zeiten erfahren Sie auch im Blogbeitrag von Josef Wallner (Text) und Norbert Eisner (Fotos) und ebenfalls in diesem Blogbeitrag.

Bildershow Slovenske Konjice und die Kartause Seitz

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