Zlín und Bat’a

Zlin ist keine schöne Stadt im herkömmlichen Sinn: sie beeindruckt nicht durch viele Barock- oder Renaissancebauten. Obwohl reich an Geschichte und Geschichten ist sie eine alte Stadt, die jedoch mit moderner Architektur der 1920 und 30er glänzt, die von vielen Besuchern übersehen wird. Viele empfinden die berühmten Bat’a-Bauten als Industriezone ohne Wert – mit der zunehmenden Renovierung des Areals tritt aber immer mehr das Besondere zu Tage – und macht es Wert in der Stadt zu verweilen und sich ihrer Geschichte zu widmen. Kaum eine andere Stadt in Europa wurde durch ein Unternehmen so geprägt wie Zlin von Bat’a.

Geschichte

Der Bata-Aufzug im WolkenkratzerDie Geschichte von Zlin beginnt mit einer kleinen Burg im 13.Jht.

1322 wird Zlin erstmals urkundlich als Besitz von Königin Eliška, der Witwe des böhmischen Königs Wenzel II., erwähnt.

1358 wird die Gemeinde Eigentum des Bischof Albrecht von Šternberk, der Karl IV. sehr nahe stand, und bleibt lange Zeit Sitz der Familie Šternberk.

1397 erhalten die Zliner weitreichende Recht und Privilegien, wodurch die ökonomische Entwicklung der Stadt vorangetrieben wird.

In den Hussitenkriegen verlieren die Šternbecks einen Großteil ihrer Besitztümer und so müssen sie 1437 auch ihre Zliner Besitzungen verkaufen. Die ganze Region leidet zu dieser Zeit unter den ständigen Einfällen der Ungarn, die gegen König Georg von Poděbrady kämpfen. Seine Truppen schlagen 1470 in der Nähe von Zlin ihr Quartier auf.

Der Bata-Aufzug im Wolkenkratzer1509, 1516, 1571 und 1592 – Frieden ist wieder eingekehrt – erhalten die Bürger von Zlin eine Reihe weitere Rechte. Handel und Handwerk – überwiegend das Textilgewerbe, Töpfereien und Schuster florieren, das Zeitalter des Wohlstandes beginnt für die Stadt. Häuser werden neugebaut oder vergrößert, 1566 wird ein neuer Kirchturm gebaut, 1582 bekommt die Stadt ihre eigene Schule und 1586 wird das neue Rathaus fertig gestellt.

1578 – 1580 wird die Zliner Burg in ein Renaissance-Schloss umgebaut.

1605 wird die Stadt allerdings wieder von den Ungarn geplündert und die Häuser angezündet.
Der 30jährige Krieg (1618-1648) bedeutet für die Stadt immer wieder Einfälle der Habsburger Armee, wie auch Attacken der Polen und der Ungarn: die Stadt wird schwer zerstört. Viele Bürger verbünden sich mit den Rebellen gegen die Habsburger. 1644 werden auch fünf Zliner Bürger nach der blutigen Unterdrückung der Rebellion enthauptet. Es braucht an die 100 Jahre bis sich die Stadt von dieser Zeit wieder zu erholen beginnt.

Bata Siedlung in ZlinIn der 2.Hälfte des 18.Jhts wird die Stadt wieder lebendiger: eine Leinenfabrik siedelt sich an und Mitte des 19.Jhts kommen weitere größere Industrieunternehmen dazu: 1850 wird eine Streichholzproduktion eröffnet, 1870 eine Schuhfabrik, beide werden aber bald wieder geschlossen.

Die große Stunde für Zlin schlägt jedoch am 21.9.1894: die Geschwister Tomáš, Antonín und Anna Bat’a gründen die Bat’a Schuhfabrik und machen Zlin zu einem anerkannten Zentrum der Schuhproduktion.

Während des 1.Weltkrieges liefert Bat’a Millionen von Schuhe an die österr.-ungarische Armee, die Produktion wird weiter ausgebaut – Ende des Krieges arbeiten 4000 Menschen bei Bat’a. Mit dem Ende des Krieges kommen schwierige Zeiten auf Bat’a zu: die Nachfrage sinkt, die Produktion geht zurück, Bat’a muss Mitarbeiter entlassen – durch eine geniale, wenn auch einschneidende Maßnahme überlebt das Unternehmen: im September 1922 verbilligt Bat’a seine Schuhe um 50%, gewinnt dadurch sofort tausende neue Konsumenten für seine billigen Produkte und steigt zur Nr.1 am tschechoslowakischen Markt auf. Von 1923 bis 1938 wird die Fabrik mit einem Komplex aus dutzenden modernen Gebäuden erweitert und mit modernsten Maschinen ausgestattet. Bat’a produziert nicht nur Schuhe, sondern auch Gummi, chemische Produkte, Textilien und Maschinen.
1923 wird Tomáš Bat’a auch Bürgermeister der Stadt. Sein Unternehmen baut drei Warenhäuser, ein Hotel, ein Kino, ein Krankenhaus, Schulen, die Filmstudios und tausende Häuser. Bedeutsame Architekten prägen mit ihren Bauten von nun an das Stadtbild: Kotěra, Gahura, Karfik, Lorenc und Le Corbusier arbeiten in Zlin.

Das Bata Schuhmuseum1932 stirbt Tomáš, drei seiner Mitarbeiter übernehmen das Management der Firma, J.A. Bat’a die Firmenleitung. Die in Zlin ansässige Konzernzentrale unterhält Fabriken und Tochtergesellschaften in Europa, Amerika, Asien und Afrika – 1938 zählt Bat’a weltweit über 65.000 Mitarbeiter.

Das Münchner Abkommen und die deutsche Besatzung während des 2. Weltkrieges stoppen die Entwicklung von Bat’a. 1944 wird ein großer Teil des Werkes durch Luftangriffe der Alliierten zerstört.

Im Oktober wird die Bat’a Fabrik nationalisiert und die Familie verlegt den Firmensitz von Zlin nach Kanada (Batawa, Toronto)

Die Kommunisten übernehmen die Kontrolle über den nationalisierten Industriekomplex und auch die führenden Funktionen in der Stadt; Zlin wird in Gottwaldov (nach dem kommunistischen Präsidenten Gottwald) unbenannt.

In den 40er Jahren erholt sich Zlin wieder: 1946 wird ein Simfonie-Orchester gegründet und ein Theater eröffnet, Zlin wird Ausgangspunkt für die Weltreisenden Jiří Hanzelka und Miroslav Zikmund. Die Gottwaldover Filmstudios werden durch die Regisseure Karel Zeman und Hermína Týrlová weltbekannt.

Nach dem Fall des kommunistischen Regimes in 1989 wurde die Stadt wieder auf Zlin umbenannt.
Zlin entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt der Firmengründer und Finanz-, kultureller und universitärer Institutionen.

Zlin ist keine schöne Stadt im herkömmlichen Sinn: sie beeindruckt nicht durch viele Barock- oder Renaissancebauten. Obwohl reich an Geschichte und Geschichten ist sie eine alte Stadt, die jedoch mit moderner Architektur der 1920 und 30er glänzt, die von vielen Besuchern übersehen wird. Viele empfinden die berühmten Bat’a-Bauten als Industriezone ohne Wert – mit der zunehmenden Renovierung des Areals tritt aber immer mehr das Besondere zu Tage – und macht es Wert in der Stadt zu verweilen und sich ihrer Geschichte zu widmen. Kaum eine andere Stadt in Europa wurde durch ein Unternehmen so geprägt wie Zlin von Bat’a.

Geschichte

Der Bata-Aufzug im WolkenkratzerDie Geschichte von Zlin beginnt mit einer kleinen Burg im 13.Jht.

1322 wird Zlin erstmals urkundlich als Besitz von Königin Eliška, der Witwe des böhmischen Königs Wenzel II., erwähnt.

1358 wird die Gemeinde Eigentum des Bischof Albrecht von Šternberk, der Karl IV. sehr nahe stand, und bleibt lange Zeit Sitz der Familie Šternberk.

1397 erhalten die Zliner weitreichende Recht und Privilegien, wodurch die ökonomische Entwicklung der Stadt vorangetrieben wird.

In den Hussitenkriegen verlieren die Šternbecks einen Großteil ihrer Besitztümer und so müssen sie 1437 auch ihre Zliner Besitzungen verkaufen. Die ganze Region leidet zu dieser Zeit unter den ständigen Einfällen der Ungarn, die gegen König Georg von Poděbrady kämpfen. Seine Truppen schlagen 1470 in der Nähe von Zlin ihr Quartier auf.

Der Bata-Aufzug im Wolkenkratzer1509, 1516, 1571 und 1592 – Frieden ist wieder eingekehrt – erhalten die Bürger von Zlin eine Reihe weitere Rechte. Handel und Handwerk – überwiegend das Textilgewerbe, Töpfereien und Schuster florieren, das Zeitalter des Wohlstandes beginnt für die Stadt. Häuser werden neugebaut oder vergrößert, 1566 wird ein neuer Kirchturm gebaut, 1582 bekommt die Stadt ihre eigene Schule und 1586 wird das neue Rathaus fertig gestellt.

1578 – 1580 wird die Zliner Burg in ein Renaissance-Schloss umgebaut.

1605 wird die Stadt allerdings wieder von den Ungarn geplündert und die Häuser angezündet.
Der 30jährige Krieg (1618-1648) bedeutet für die Stadt immer wieder Einfälle der Habsburger Armee, wie auch Attacken der Polen und der Ungarn: die Stadt wird schwer zerstört. Viele Bürger verbünden sich mit den Rebellen gegen die Habsburger. 1644 werden auch fünf Zliner Bürger nach der blutigen Unterdrückung der Rebellion enthauptet. Es braucht an die 100 Jahre bis sich die Stadt von dieser Zeit wieder zu erholen beginnt.

Bata Siedlung in ZlinIn der 2.Hälfte des 18.Jhts wird die Stadt wieder lebendiger: eine Leinenfabrik siedelt sich an und Mitte des 19.Jhts kommen weitere größere Industrieunternehmen dazu: 1850 wird eine Streichholzproduktion eröffnet, 1870 eine Schuhfabrik, beide werden aber bald wieder geschlossen.

Die große Stunde für Zlin schlägt jedoch am 21.9.1894: die Geschwister Tomáš, Antonín und Anna Bat’a gründen die Bat’a Schuhfabrik und machen Zlin zu einem anerkannten Zentrum der Schuhproduktion.

Während des 1.Weltkrieges liefert Bat’a Millionen von Schuhe an die österr.-ungarische Armee, die Produktion wird weiter ausgebaut – Ende des Krieges arbeiten 4000 Menschen bei Bat’a. Mit dem Ende des Krieges kommen schwierige Zeiten auf Bat’a zu: die Nachfrage sinkt, die Produktion geht zurück, Bat’a muss Mitarbeiter entlassen – durch eine geniale, wenn auch einschneidende Maßnahme überlebt das Unternehmen: im September 1922 verbilligt Bat’a seine Schuhe um 50%, gewinnt dadurch sofort tausende neue Konsumenten für seine billigen Produkte und steigt zur Nr.1 am tschechoslowakischen Markt auf. Von 1923 bis 1938 wird die Fabrik mit einem Komplex aus dutzenden modernen Gebäuden erweitert und mit modernsten Maschinen ausgestattet. Bat’a produziert nicht nur Schuhe, sondern auch Gummi, chemische Produkte, Textilien und Maschinen.
1923 wird Tomáš Bat’a auch Bürgermeister der Stadt. Sein Unternehmen baut drei Warenhäuser, ein Hotel, ein Kino, ein Krankenhaus, Schulen, die Filmstudios und tausende Häuser. Bedeutsame Architekten prägen mit ihren Bauten von nun an das Stadtbild: Kotěra, Gahura, Karfik, Lorenc und Le Corbusier arbeiten in Zlin.

Das Bata Schuhmuseum1932 stirbt Tomáš, drei seiner Mitarbeiter übernehmen das Management der Firma, J.A. Bat’a die Firmenleitung. Die in Zlin ansässige Konzernzentrale unterhält Fabriken und Tochtergesellschaften in Europa, Amerika, Asien und Afrika – 1938 zählt Bat’a weltweit über 65.000 Mitarbeiter.

Das Münchner Abkommen und die deutsche Besatzung während des 2. Weltkrieges stoppen die Entwicklung von Bat’a. 1944 wird ein großer Teil des Werkes durch Luftangriffe der Alliierten zerstört.

Im Oktober wird die Bat’a Fabrik nationalisiert und die Familie verlegt den Firmensitz von Zlin nach Kanada (Batawa, Toronto)

Die Kommunisten übernehmen die Kontrolle über den nationalisierten Industriekomplex und auch die führenden Funktionen in der Stadt; Zlin wird in Gottwaldov (nach dem kommunistischen Präsidenten Gottwald) unbenannt.

In den 40er Jahren erholt sich Zlin wieder: 1946 wird ein Simfonie-Orchester gegründet und ein Theater eröffnet, Zlin wird Ausgangspunkt für die Weltreisenden Jiří Hanzelka und Miroslav Zikmund. Die Gottwaldover Filmstudios werden durch die Regisseure Karel Zeman und Hermína Týrlová weltbekannt.

Nach dem Fall des kommunistischen Regimes in 1989 wurde die Stadt wieder auf Zlin umbenannt.
Zlin entwickelt sich mehr und mehr zu einer Stadt der Firmengründer und Finanz-, kultureller und universitärer Institutionen.

Zlín und Bata

Sehenswürdigkeiten

Areal der Bat’a Werke

(Vavrečkova ul.; 760 01 Zlin)

Zlín - Das Bata ArealDas funktionalistische Aussehen ist stark durch die Bauwerke der Bat’a Bauten geprägt. Der Fabriksaufbau begann bereits 1906, die typischen Architekturmerkmale erschienen jedoch erst 1924 beim Umbau der Fabrik, bei der eine völlig neue Bautechnologie eingesetzt wurde, deren Grundelement ein Modul der Größe 6,15 x 6,15m war. Das Stahlbetonskelett war mit Ziegelfensterbänken und Fenstern ausgefüllt. Typische Merkmale der „Bat’a_Architektur“ sind die Flachdächer, die Fassaden aus unverputzten roten Ziegeln, das Stahlbetonskelett und der Stahlfensterrahmen.

Funktionalität war Trumpf: Die zwei- bis fünfstöckigen Objekte waren schachbrettartig in große Erzeugungskomplexe gereiht und mit einer Transportanlage verbunden. Bat’a sorgte auch für die Unterkunft seiner Arbeiter: bereits 1927 begann der Aufbau eines Stadtviertels (gut vom Wolkenkratzer aus zu sehen) für die Unterkünfte der jungen „Bat’a-Arbeiter“. Drei und fünfstöckige Häuser nach einem Projekt des Architekten František Gahura wurden 1937 vollendet.

Der Wolkenkratzer – das 21.Verwaltungsgebäude

(třída Tomáše Bati 21, 760 01 Zlín)

Zlín - Der Wolkenkratzer (Foto © Czech Tourismus)Das 1938 fertig gestellte Verwaltungsgebäude war zu seiner Zeit einer der höchsten Bauten Europas. Das 77,5m hohe siebzehnstöckige Haus ist ein Meisterwerk des Architekten Vladimir Karfik. Jedes Stockwerk bietet eine Bürofläche für 200 Mitarbeiter. Aufzüge, Treppen, Toiletten und die Klimaanlage sind außerhalb der Büroräume angebracht. Das Gebäude ist komplett mit Klimaanlagen ausgestattet, hat Schnellaufzüge und sogenannte Pater Noster. Besonders sehenswert ist jedoch der Spezialaufzug von Tomáš Bat’a, den Sie unbedingt besichtigen sollten: das 6 x 6m große Büro des Firmengründers wurde in einen Aufzug eingebaut, mit Telefonen, Klimaanlage, Waschbecken – nach wie vor ein Meisterwerk der Technik. Durch die Fenster dieses Büros ist fast das komplette Fabrikgelände zu überschauen und die Büros der einzelnen Stockwerke sowieso. Ebenfalls bemerkenswert ist die „Katze“, eine Schiene, die im oberen Geschoss rund um das Gebäude läuft und die das Fenster putzen erleichterte.

Heute ist das Gebäude Sitz der Landkreisregierung und des Finanzamtes. Besuchen Sie dennoch das Cafè im obersten Stock; von hier aus haben Sie eine gute Übersicht über die Architektur: die Bat’a Siedlungen, das Kino und das Firmengelände.

Das Schuhmuseum (Obuvnické muzeum)

(třida Tomáše Bati, 760 01 Zlin)

Zlín - SchuhmuseumDas Museum in Zlin ist eines der ältesten Schuhmuseen der Welt. Es dokumentiert die Technologie der Schuherzeugung sowie die Entwicklung der Schuhindustrie in Zlin und in der Umgebung. Die Bat’a-Sammlung liefert den Grundstock der Ausstellung historischer und exotischer Schuhe aus allen Kontinenten. Die ältesten Exponate sind Replikationen, die in den Werkstätten der Firma Bat’a nach zeitgenössischen Abbildungen und Vorlagen gefertigt wurden. Das älteste Originalstück stammt aus der zweiten Hälfte des 16.Jhts. Die Sammlung des Schuhwerks fremder Völker zeigt die unterschiedlichsten Fußbekleidungen aus aller Herren Länder: darunter Opanken aus Emu-Federn und menschlichen Haaren, die in Zentralaustralien bei rituellen Handlungen benutzt werden.

www.muzeum-zlin.cz (Tschechisch, leider nur ein kleiner Teil in Englisch)

Das Grosse Kino

(náměsti Práce 2511, 760 01 Zlin)

Zlín - Das Große KinoDas Grosse Kino wurde 1933 als Provisorium gebaut. Mit seiner Kapazität von 2.270 Sitzplätzen war es in der Vorkriegszeit das größte Kino landesweit, möglicherweise sogar Europaweit. Der Bau wurde durch das Design Departement der Bat’a Gesellschaft entworfen – angeblich nach Plänen des Architekten Gahura. Gesichert ist allerdings nur dessen Arbeit im Bereich der Innenausstattung. Bat’a ermunterte seine Mitarbeiter das Kino zu besuchen: er zeigte hier oft Filme in den Originalversionen, um so seinen Mitarbeiter die Erlernung der Fremdsprachen zu ermöglichen. Das Kino wurde bei Luftangriffen der Alliierten getroffen, sodass es heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Größe erhalten ist.

www.velkekino.cz (Tschechisch)

Das Gesellschaftshaus und Interhotel Moskva

(náměsti Práce 2512, 762 70 Zlin)

1931 wurde mit dem Bau des Hotels nach einem Entwurf des Architekten Miroslav Lorenc begonnen. Während der Ausführungsphase kam es jedoch zu Streitigkeiten zwischen Tomáš Bat’a und dem Architekten. Bat’a ordnete den Bau von zwei Musterzimmern im 4.Stockwerk an: eines wurde von Lorenc, das andere von Karfik gestaltet. 1933 wurde das Hotel, basierend auf den Vorschlägen von Krafik, beendet. Zu jener Zeit war das Gebäude das „soziale“ Zentrum der Stadt: im ersten und zweiten Stock sind Cafés, Clubs, Spiel- und Veranstaltungsräume untergebracht. Das Hotel selbst bietet 300 Zimmer und  ist spezialisiert auf die Organisation verschiedenster Veranstaltungen, wie z.B. das internationale Kinder- und Jugendfilmfestival.

www.moskva-zlin.cz (Tschechisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch, Russisch)

Die Villa Tomáš Bat’a

(Gahurova 292, 760 01 Zlin)

1901 begann František Novák nach eigenen Plänen mit dem Bau der Villa. Tomáš Bart’a war jedoch mit dem Ergebnis unzufrieden und lies Jan Kotěra die Villa umarbeiten, sie wurde 1911 vollendet. Die Innenausstattung übernahm der tschechische Maler Kysela und der Garten wurde von Thomayer gestaltet. Das Haus wurde bald zu einem gemütlichen Treffpunkt für Freunde und Gäste, Geschäftsfreunde wie auch Wissenschaftler und Finanzexperten, mit denen Bat’a diskutierte und sich auch den einen oder anderen Rat holte.

Nachdem die Bat’as Tschechien verließen verfiel die Villa zusehends. Als Bat’a nach 1989 nach Zlin zurückkehrte, erkannte er kaum mehr seine frühere Heimstätte. Mit der Gründung der Tomáš Bat’a Stiftung wurde der erste Schritt gemacht, die Villa vorsichtig, ganz nach ihrem ursprünglichen Aussehen zu renovieren. Die Villa ist heute Sitz der Bat’a Stiftung, die hier Kongresse, Seminare, Schulungen, konzerte und Ausstellungen veranstaltet.

Bewertung insgesamt (0)

0 von 5 Sternen

Kommentare

  • Keine Kommentare gefunden
Kommentar hinzufügen
Zum Seitenanfang