Telč Sehenswürdigkeiten

Telč ist eines der malerischsten Städtchen in Tschechien und nicht zu Unrecht Filmkulisse und UNESCO Weltkulturerbe zugleich. Genießen Sie einen Rundgang über den Hauptplatz, bestaunen Sie die Mariensäule, die imposanten Häuserfronten und genießen Sie in Ruhe einen Kaffee oder das gute tschechische Bier.

Geschichte

Telc - Das FeuerwehrhausEiner Legende nach verdankt Telč ihre Gründung dem Sieg des mährischen Fürsten Otto II über den böhmischen Herrscher Bretislav. Nach dieser Sage soll der Sieger Otto um 1099 eine Kapelle und später eine Kirche und die Ortschaft gegründet haben. Geschichtlich nachzuweisen ist aber erst ein Bericht 1315 über den landesherrlichen Meierhof und Wachturm mit dem Kirchlein als Sitz des königlichen Verwalters. 1335 löst Karl IV die Burg aus dem Pfand und tauscht sie gegen die Grenzburg Banov (1339) mit Heinrich von Neuhaus (Jindrich z Hradce). Das Geschlecht von Neuhaus gilt als die "Gründerväter" des neuen Telč. 1354 werden die Burg, die Kirche, die Wasserbefestigung und die gotischen Häuser am Marktplatz errichtet (wahrscheinlich von Menhart von Neuhaus) und Menhart kauft auch 1372 Gründe für den Altstädter Teich. Die Stadt erhielt noch von Karl IV die Gerichtsbarkeit und das Recht Jahrmärkte abzuhalten, 1387 gewährt Heinrich von Neuhaus den Teltscher Bürgern das Handelsrecht. Die Stadt Telc - Das grüne Hausliegt an einem Kreuzungspunkt wichtiger Straßen zwischen Böhmen, Mähren und Österreich, wird aber in ihrer Entwicklung durch Brände (1386) und vor allem die Hussitenkriege (1423), bei der ganz Telč außer der Burg erstürmt wurde,  zurück geworfen. 1531 fällt  Telč als Erbe an Zacharias von Hradec. Er führt die Fischzucht ein, veranlasst zahlreiche Reformen, wodurch die Stadt sich wirtschaftlich wieder erholen kann. Seine Regentschaft wird als das "Goldene Zeitalter" von Telč bezeichnet. Zacharias stirbt ohne männliche Nachkommen, sein Neffe Adam II von Hradec übernimmt die Besitzung, um sie 1596 seinem Sohn Joachim Ulrich von Hradec zu vererben. 1604 stirbt die männliche Linie Hradec/Neuhaus aus. Telč gelangt in den Besitz des Geschlechts der Slawata, da die Schwester von Joachim Ulrich mit dem Oberkanzler Wilhelm von Slawata verheiratet war. 1645 wird die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges Telcvon den Schweden besetzt, nachdem sie bereits in den Vorjahren durch die Kaiserlichen Armeen und durch Albrecht von Wallensteins Armee geplündert worden war. 1691 geht Telč nach dem Tod des letzten Slawata in den Besitz der Liechtenstein-Kastelkorn über, der sie 1761 an die Familie Podstatsky vererbte. 1805 besetzen die Franzosen nochmals die Stadt. Mitte des 19.Jhts. beginnt man mit der Abtragung der Stadtmauer; Aufschüttungen am Neustädter-Teich, wo später die Gärten entstehen, werden begonnen, ein geregelter Postverkehr nach Iglau wird aufgenommen, Vereine und Schulen werden gegründet und 1898 wird die Eisenbahnverbindung Wolframs-Telč fertiggestellt. 1945 wurde das Schloss zu Gunsten des Staates konfisziert, 1946 wird es zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. 1950 wird die Stadt Telč zum Stadt-Denkmal erklärt und 1992 in die UNESCO-Konvention zum Schutz des Weltkulturerbes aufgenommen.

Telč ist eines der malerischsten Städtchen in Tschechien und nicht zu Unrecht Filmkulisse und UNESCO Weltkulturerbe zugleich. Genießen Sie einen Rundgang über den Hauptplatz, bestaunen Sie die Mariensäule, die imposanten Häuserfronten und genießen Sie in Ruhe einen Kaffee oder das gute tschechische Bier.

Geschichte

Telc - Das FeuerwehrhausEiner Legende nach verdankt Telč ihre Gründung dem Sieg des mährischen Fürsten Otto II über den böhmischen Herrscher Bretislav. Nach dieser Sage soll der Sieger Otto um 1099 eine Kapelle und später eine Kirche und die Ortschaft gegründet haben. Geschichtlich nachzuweisen ist aber erst ein Bericht 1315 über den landesherrlichen Meierhof und Wachturm mit dem Kirchlein als Sitz des königlichen Verwalters. 1335 löst Karl IV die Burg aus dem Pfand und tauscht sie gegen die Grenzburg Banov (1339) mit Heinrich von Neuhaus (Jindrich z Hradce). Das Geschlecht von Neuhaus gilt als die "Gründerväter" des neuen Telč. 1354 werden die Burg, die Kirche, die Wasserbefestigung und die gotischen Häuser am Marktplatz errichtet (wahrscheinlich von Menhart von Neuhaus) und Menhart kauft auch 1372 Gründe für den Altstädter Teich. Die Stadt erhielt noch von Karl IV die Gerichtsbarkeit und das Recht Jahrmärkte abzuhalten, 1387 gewährt Heinrich von Neuhaus den Teltscher Bürgern das Handelsrecht. Die Stadt Telc - Das grüne Hausliegt an einem Kreuzungspunkt wichtiger Straßen zwischen Böhmen, Mähren und Österreich, wird aber in ihrer Entwicklung durch Brände (1386) und vor allem die Hussitenkriege (1423), bei der ganz Telč außer der Burg erstürmt wurde,  zurück geworfen. 1531 fällt  Telč als Erbe an Zacharias von Hradec. Er führt die Fischzucht ein, veranlasst zahlreiche Reformen, wodurch die Stadt sich wirtschaftlich wieder erholen kann. Seine Regentschaft wird als das "Goldene Zeitalter" von Telč bezeichnet. Zacharias stirbt ohne männliche Nachkommen, sein Neffe Adam II von Hradec übernimmt die Besitzung, um sie 1596 seinem Sohn Joachim Ulrich von Hradec zu vererben. 1604 stirbt die männliche Linie Hradec/Neuhaus aus. Telč gelangt in den Besitz des Geschlechts der Slawata, da die Schwester von Joachim Ulrich mit dem Oberkanzler Wilhelm von Slawata verheiratet war. 1645 wird die Stadt während des Dreißigjährigen Krieges Telcvon den Schweden besetzt, nachdem sie bereits in den Vorjahren durch die Kaiserlichen Armeen und durch Albrecht von Wallensteins Armee geplündert worden war. 1691 geht Telč nach dem Tod des letzten Slawata in den Besitz der Liechtenstein-Kastelkorn über, der sie 1761 an die Familie Podstatsky vererbte. 1805 besetzen die Franzosen nochmals die Stadt. Mitte des 19.Jhts. beginnt man mit der Abtragung der Stadtmauer; Aufschüttungen am Neustädter-Teich, wo später die Gärten entstehen, werden begonnen, ein geregelter Postverkehr nach Iglau wird aufgenommen, Vereine und Schulen werden gegründet und 1898 wird die Eisenbahnverbindung Wolframs-Telč fertiggestellt. 1945 wurde das Schloss zu Gunsten des Staates konfisziert, 1946 wird es zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. 1950 wird die Stadt Telč zum Stadt-Denkmal erklärt und 1992 in die UNESCO-Konvention zum Schutz des Weltkulturerbes aufgenommen.

Der Marktplatz

Sehenswürdigkeiten

Der Markplatz

Telc - Der MarktplatzDer Marktplatz mit seinen Laubenhäusern im Renaissance- und Barockstil aus dem 16. und 17.Jahrhundert entspricht ungefähr dem Zustand bei der Gründung der Stadt. Die gotischen Häuser mit der charakteristischen Breite des Gundrisses (im Druchschnitt 8-10Meter und in der Tiefe etwa 30Meter) und der Anordnung des Erdgeschosses und der Stockwerke sind bei den meisten trotz einiger Umbauten erhalten geblieben. Man trat durch das große Tor mit dem Steinfutter in das gewölbte, gedeckte Vorhaus, das ungefähr 2/3 der Breite (bei unterschiedlicher Tiefe) einnahm. Dieser Raum diente ursprünglich der Gewerbeproduktion, dem Geschäft oder dem Bierverkauf und von hier ging man weiter in die Stockwerke oder in die Keller. In der Mitte des 15.Jhts wurde zu den meisten Häusern der Laubengang und die Fronten mit den Giebeln nach einem einheitlichen Plan gebaut. Die Arkaden, Fassaden und Giebel wurden individuell gestaltet, einige Fronten wurden in den kommenden Jahrhunderten umgebaut, sodass der Renaissancecharakter nur bei einem Teil der Häuser erhalten geblieben ist. Die meisten Fassaden und Giebel zeigen Barockelemente, einige auch die Elemente späterer Stile.

Telc - Das RathausBesonders sehenswert ist das Rathaus. Es nimmt zwei ursprünglliche mittelalterliche Parzellen ein. 1574 in der jetzigen Form fertig gebaut, ist das Mazhaus in den gotischen mittleren Pfeiler mit dem Spindelschaft gewölbt. Die Front hat als eines von wenigen weltlichen Bauwerken in Mitteleuropa den sogenannten architektonischen Orden, d.h. die Pilaster durchlaufen ohne Unterbrechung von Säulen die gesamten Höhe zum Gesimskapitell.

Das Gemälde an der Fassade des Bürgerhauses mit Erker zeigt biblische Motive, die mittels der Sgraffito Technik geschaffen wurden. Das Sgraffito war lange Zeit verdeckt und wurde 1952 renoviert - es zeigt auch das ursprüngliche Aussehen des Hauses mit Attikastockwerk und Zinne. In der östlichen Hälfte des Marktplatzes befinden sich zwei Brunnen und die Mariensäule. Der untere Brunnen mit der Statur der Heiligen Margareta, enstand schon unter der Herrschaft von Zacharias von Hradec - allerdings aus Holz. Die heutige Steinform stammt aus den Jahr 1611, die Statue ist aus der zweiten Hälfte des 17.Jht. Der obere Brunnen ist älter und war auch ursprünglich aus Holz gebaut, in seiner heutigen Form wurde er 1872 gebaut und ist mit Silene, die den kleinen Dionysos auf dem Arm hält, geschmückt. Die Mariensäule wurde von der Bürgerin Zuzana Hodova testamentarisch gestiftet und in den Jahren 1716-1720 vom Bildhauer David Lipart aus Brtnice und dem Steinmetz Franz Neuwert errichtet. Auf dem Sockel der Säule befinden sich die Heiligen Johann Nepomuk, Jakob, Fratisek Xaver, Rochus, Sebastian und einige Schutzengel. Sankt Rosalie und  Maria Magdalena werden auf dem Gipfel der Wolkensäule durch die, auf der Erdkugel stehende Heilige Jungfrau Maria, überragt.

Telc - Die KircheDie Hl.Geist Kirche blickt auf bewegte Tage zurück - sie ist die älteste Kirche in der inneren Stadt und wurde im romanischen Stil errichtet. Der 49m hohe spätromanische Hl.Geist Turm stammt aus der ersten Hälfte des 13.Jhts und ist das älteste Bauwerk der Stadt. Ursprünglich diente er zur Bewachung. Gegen Ende des 15.Jhts wurde sie im gotischen Stil umgebaut (Presbyterium mit Sterngewölbe). Das Gewölbe des Schiffes ist im Renaissance-Stil gehalten. Die Kirche war ein Teil des von Johann von Neuhaus errichteten Stadtspitals (1414) das bis ins Jahr 1579 existierte, Unter der Regierung Josephs II. wurde die Kirche aufgehoben und in ein Lagerhaus umgewandelt, in der Mitte des 19.Jhts war es ein Stadttheater. Nach dem 1.Weltkrieg renoviert, dient die Kirche heute der evangelischen böhmischen Brüderkirche.

Die St. Jakobs Pfarrkirche wurde gleichzeitig mit der Stadt angelegt, fiel aber 1386 (wie die ganze westliche Hälfte des Platzes) einem Brand zum Opfer. Die Gestaltung des Doppelschiffes geht auf die Mitte des 15.Jhts zurück. Das Interieur ist ebenfalls beachtenswert: das auf drei Untergestellen ruhende Gewölbe, das sie zwei Schiffe teilt, der pseudogotische Hauptaltar aus dem Jahr 1879 (Mocker), die Barockorgel aus dem Jahr 1725. Auf dem 60m hohen Turm blieben zwei Glocken erhalten: Jakob und Maria.

Die Kirche Namens Jesu wurde auf Veranlassung der Jesuiten von Frantisek Slavatova in den Jahren 1663-1667 im Barockstil erbaut. An ihrer inneren Ausstattung beteiligten sich einheimische wie auch ausländische Künstler, Bildhauer und Holzschnitzer. V.Kovanda schuf den Hauptaltar, Frant. J.Hamb die Seitenaltäre und die St. Johann Nepomuk Statue, der Maler Daniel Gran zeichnet für das Bild der Anbetung Namens Jesus mit St. Ignatius von Loyola und anderen Jesuitenheiligen am Hauptaltar verantwortlich, Ignatius Raab schuf Bilder an den zwei vorderen Seitenältären.

Das Schloss, Plan

Das Telčer Schloss

Telc - Das SchlossDas Schloss in Telč gehört zu den Juwelen der mährischen Renaissance-Architektur und wurde, 1970 zum städtischen Denkmalschutzgebiet erklärt, im Jahr 1992 in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen. Die Herren von Neuhaus (Hradec) erbauten in der zweiten Hälfte des 14.Jahrhunderts eine gotische Burg, die hauptsächlich als Wehranlage diente und durch einen Graben auch gegen die Stadt befestigt war. Ab 1550 residierte Zacharias von Neuhaus ständig in Telč. Er ließ die alte Burg umbauen und erweiterte sie um die, von der italienischen Renaissancekunst beeinflußten, Paläste. Das endgültige Aussehen des Schlosses wurde entscheidend durch den italienischen Baumeister Baldassare Maggi von Arogno geprägt. Das Telčer Schloss ist einer der besterhaltensten Komplexe der Renaissance in der Tschechischen Republik. Sein reiches bis heute erhaltenes Interieur, das wertvolle Mobilar, der wunderschöne Arkadenhof und der Renaissancegarten machen es zu einem Anziehungspunkt für alle Besucher. Zu den wertvollsten Interieurs gehören die prunkvollen Renaissancesäle mit Telc - Das Schlossden prachtvollen hölzernen Kassettendecken. Im Theatersaal bilden Kassetten mit gemalten Maskarons (Fratzengesichter) die Decke(fertiggestellt 1556, die Taten des Herakles sind an der Decke des Rittersaales abgebildet (das Werk wird Raimund Paul zugeschrieben) und im 1561 fertiggestellten Blauen Salon sieht man die Allegorie von den vier Naturkräften, die als römische Götter dargestellt sind. Der Goldene Saal - seinerzeit einer der prächtigsten in Europa - ist mit einer kassettierten Decke von dreihundert Quadratmetern ausgestattet, die aus achtunddreißig vergoldeten Kassetten besteht, die mit Schnitzreliefs mit Szenen aus der Mythologie reich verziert sind. An seinen Wänden hängen die Porträts der Herren von Neuhaus. Im Blauen Saal finden Sie ein Bild vom Prager Fenstersturz, bei dem auch der damalige Besitzer der Burg - Wilhem Slawata - aus dem Fenster gestürzt wurde. Ein Renaissanceschmuckkästchen mit Intarsien aus dem Jahr 1566, ein Harnisch aus dem 15. und 16. Jahrhundert im Rittersaal und eine Sammlung von Feuerwaffen mit schön geschmückten Gewehren aus dem 17. Jahrhundert sind die herausragenden Stücke des kostbaren Mobiliars.

Telc - Die Kapelle des SchlossesEbenfalls kann man die Wohnung des letzten Inhabers von Schloss Telč - Podstatky-Lichtenstein besichtigen. Ihre Einrichtung, meistens im ursprünglichen Zustand gibt Aufschluss über das Leben der Adeligen. Im Schlosspark ist das klassizistische Treibhaus aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts sehenswert.

Ein besonderes Schmuckstück ist die Allerheiligenkapelle, die ebenfalls an Zacharias von Neuhaus erinnert. Er ließ sie mit kostbaren Stuck verzieren und fand hier, zusammen mit seiner Frau Katerina, den Ort der letzten Ruhe.

Interessante Links

www.telc-etc.cz (Tschechisch, Deutsch, Englisch, Französisch)
www.telc.eu (Tschechisch, Englisch, Deutsch, Französich, Norwegisch)  
www.telcsko.cz (Tschechisch)

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