Prace Friedensdenkmal

(Památník Mohyla míru)

Prace FriedensdenkmalDas Friedensdenkmal am Pratzner Hügel gehört ebenfalls zu den Top-Ausflugszielen in Mähren. Es erinnert an eine der größten Schlachten der Geschichte: die 3-Kaiserschlacht bei Austerlitz, bei der an einem halben Tag mehr als 30.000 Soldaten ihr Leben ließen. Im benachbarten Museum erfährt man die Geschichte dieses Krieges und kann durch die hervorragend konzipierte Ausstellung tief in das Geschehen und auch in die Ängste der Menschen Einblick nehmen. Wichtig ist auch zu wissen, dass das Denkmal am Pratzen für alle Opfer des Kampfes und den Frieden errichtet wurde – nicht für die Sieger.

Die Schlacht von Austerlitz ging als eine der größten Schlachten in die Geschichte ein: 160.000 Soldaten aus drei Ländern standen sich hier gegenüber. Vorangegangen war – zumindest hier in Mähren – eine relativ friedliche Zeit. Die Bewohner dieses Landstrichs kannten den Krieg nur aus Erzählungen. Doch Napoleon rückte unaufhaltsam weiter, besetzte Wien, Kaiser Franz I flüchtete zuerst nach Brünn und dann nach Olmütz. Der Krieg kam näher.

Prace FriedensdenkmalDie französische Armee war damals eine, wenn nicht die, am besten geführteste: moderne Organisation und Taktik war ihr Markenzeichen, sie marschierte durchschnittlich 30 km am Tag, doppelt so weit wie ihre Gegner. Napoleon verstand es auch hervorragend die Beschaffenheit der Umgebung der Schlachten in sein taktisches Kalkül einzubeziehen.

Am 18. November 1805 erreichte die Vorhut der Napoleonischen Armee Brünn, am Mittag zog Napoleon in die Stadt ein. In Olmütz hatten sich in der Zwischenzeit die österreichische mit der russischen Armee vereint, beide Kaiser – Franz I. und Alexander I. waren ebenfalls anwesend. Die Armee der Allianz (Österreich und Russland) wurde um einiges größer eingeschätzt als die Mannstärke Napoleons.

Am Abend des 1. Dezembers bezogen die Armeen der Verbündeten ihre Stellungen. Das hügelige Terrain ist 10 x 12 km groß, in der Mitte der Höhenrücken von Pratzen, der zum Ziel der Kampfoperationen wird, ebenso befinden sich auch einige Dörfer innerhalb des Gebietes, um die heftige Kämpfe toben werden.

Prace - FriedensdenkmalMit einem hervorragenden taktischen Konzept gelingt es Napoleon in kürzester Zeit seine Feinde zu verwirren und in die Flucht zu schlagen. Er treibt in die Flanke und in den Rücken des Gegners einen Keil. Bei dieser Operation kommt ihm der dichte Nebel auf dem Schlachtfeld entgegen, der seine Truppen verdeckt. Als die Österreicher und Russen die Gefahr erkennen, ist es zu spät. In diesem Augenblick ging über Holubice die blutrote Sonne auf, die langsam den Winternebel teilte. Von diesem Tag an verbindet Napoleon die Sonne mit seinem Erfolg und mit dem Ruhm seiner Waffen: „Le soleil d’Austerlitz“ – die Austerlitzer Sonne – wird ihn die nächsten zehn Jahre begleiten. Erst in der Schlacht bei Waterloo wird er vergebens auf sie warten.

Prace Friedensdenkmal - AusstellungKaiser Franz I. und Zar Alexander I. fliehen nach Zarosice, wo sie die Nacht verbringen müssen – Kaiser Franz I. schickt Fürst Liechtenstein zu Napoleon mit dem Angebot der Kapitulation: „Es gibt für Eure Majestät nichts mehr zu erobern, zum Ruhm können Sie nur noch den Frieden hinzufügen“. Während der russische Zar nicht mit dem Sieger verhandeln will und mit dem Rest seiner Armee nach Ungarn flüchtet, verhandelt Fürst Liechtenstein im Schloss Austerlitz mit Napoleon über einen Waffenstillstand. Durch eine ausbrechende Typhusepidemie, die nicht nur unter den Soldaten, sondern auch in der Bevölkerung viele weitere Opfer fordert, werden die Verhandlungen nach Preßburg (Bratislava) verlegt, wo auch der Friedensvertrag unterschrieben wird. Napoleon fordert von Österreich weitreichende Zugeständnisse: diese Schlacht kann eigentlich als Endpunkt des großen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation angesehen werden – das Reich zerfällt. Die Verbündeten Napoleons Bayern und Württemberg werden zu Königreichen, Baden wird Großherzogtum.

Prace FriedensdenkmalBis heute finden sich Spuren der Schlacht, bis heute findet man Spuren der Toten. Am Jahrestag, dem 2. Dezember wird hier am Friedensdenkmal des Krieges und seiner Opfer gedacht.

Das Friedensdenkmal auf der höchsten Erhebung südlich der Gemeinde Pratzen ist ein einzigartiges Kriegerdenkmal mit einer Friedensmission. Es entstand als Mahnmal zu Ehren aller Opfer der legendären Schlacht, zudem ist es die Dominante und die natürliche Mitte der geschützten Denkmalzone „Austerlitzer Schlachtfeld“. Der Jugendstilbau geht auf die Initiative des Priesters A. Slovák zurück, dessen Idee einen „Ort des Lichtes“ im Zentrum des Vormaligen Schlachtfeldes zu schaffen. Der Entwurf stammt von Prager Architekten Fanta. Das Bauwerk entstand zwischen 1910 und 1914, doch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde es erst 1923 eröffnet. Unterhalb der Kapelle wurde ein Ossarium, ein Beinhaus, errichtet, in dem die Überreste der gefallenen Soldaten, die man auch dem Schlachtfeld gefunden hat und zum Teil immer noch findet, aufbewahrt werden. Eine besondere Akustik zeichnet die Kapelle aus.

Das Mahnmal wird von einen altslawischen Kreuz mit vergoldeten Armen, das sich durch zwei Querbalken auszeichnet, gekrönt. In jeder Ecke befindet sich eine Statue, die das Schlachtfeld überblickt: es sind dies die drei Reiche, die an der Schlacht beteiligt waren: Frankreich, Österreich und Russland. Die vierte Figur symbolisiert Mähren.

(Památník Mohyla míru)

Prace FriedensdenkmalDas Friedensdenkmal am Pratzner Hügel gehört ebenfalls zu den Top-Ausflugszielen in Mähren. Es erinnert an eine der größten Schlachten der Geschichte: die 3-Kaiserschlacht bei Austerlitz, bei der an einem halben Tag mehr als 30.000 Soldaten ihr Leben ließen. Im benachbarten Museum erfährt man die Geschichte dieses Krieges und kann durch die hervorragend konzipierte Ausstellung tief in das Geschehen und auch in die Ängste der Menschen Einblick nehmen. Wichtig ist auch zu wissen, dass das Denkmal am Pratzen für alle Opfer des Kampfes und den Frieden errichtet wurde – nicht für die Sieger.

Die Schlacht von Austerlitz ging als eine der größten Schlachten in die Geschichte ein: 160.000 Soldaten aus drei Ländern standen sich hier gegenüber. Vorangegangen war – zumindest hier in Mähren – eine relativ friedliche Zeit. Die Bewohner dieses Landstrichs kannten den Krieg nur aus Erzählungen. Doch Napoleon rückte unaufhaltsam weiter, besetzte Wien, Kaiser Franz I flüchtete zuerst nach Brünn und dann nach Olmütz. Der Krieg kam näher.

Prace FriedensdenkmalDie französische Armee war damals eine, wenn nicht die, am besten geführteste: moderne Organisation und Taktik war ihr Markenzeichen, sie marschierte durchschnittlich 30 km am Tag, doppelt so weit wie ihre Gegner. Napoleon verstand es auch hervorragend die Beschaffenheit der Umgebung der Schlachten in sein taktisches Kalkül einzubeziehen.

Am 18. November 1805 erreichte die Vorhut der Napoleonischen Armee Brünn, am Mittag zog Napoleon in die Stadt ein. In Olmütz hatten sich in der Zwischenzeit die österreichische mit der russischen Armee vereint, beide Kaiser – Franz I. und Alexander I. waren ebenfalls anwesend. Die Armee der Allianz (Österreich und Russland) wurde um einiges größer eingeschätzt als die Mannstärke Napoleons.

Am Abend des 1. Dezembers bezogen die Armeen der Verbündeten ihre Stellungen. Das hügelige Terrain ist 10 x 12 km groß, in der Mitte der Höhenrücken von Pratzen, der zum Ziel der Kampfoperationen wird, ebenso befinden sich auch einige Dörfer innerhalb des Gebietes, um die heftige Kämpfe toben werden.

Prace - FriedensdenkmalMit einem hervorragenden taktischen Konzept gelingt es Napoleon in kürzester Zeit seine Feinde zu verwirren und in die Flucht zu schlagen. Er treibt in die Flanke und in den Rücken des Gegners einen Keil. Bei dieser Operation kommt ihm der dichte Nebel auf dem Schlachtfeld entgegen, der seine Truppen verdeckt. Als die Österreicher und Russen die Gefahr erkennen, ist es zu spät. In diesem Augenblick ging über Holubice die blutrote Sonne auf, die langsam den Winternebel teilte. Von diesem Tag an verbindet Napoleon die Sonne mit seinem Erfolg und mit dem Ruhm seiner Waffen: „Le soleil d’Austerlitz“ – die Austerlitzer Sonne – wird ihn die nächsten zehn Jahre begleiten. Erst in der Schlacht bei Waterloo wird er vergebens auf sie warten.

Prace Friedensdenkmal - AusstellungKaiser Franz I. und Zar Alexander I. fliehen nach Zarosice, wo sie die Nacht verbringen müssen – Kaiser Franz I. schickt Fürst Liechtenstein zu Napoleon mit dem Angebot der Kapitulation: „Es gibt für Eure Majestät nichts mehr zu erobern, zum Ruhm können Sie nur noch den Frieden hinzufügen“. Während der russische Zar nicht mit dem Sieger verhandeln will und mit dem Rest seiner Armee nach Ungarn flüchtet, verhandelt Fürst Liechtenstein im Schloss Austerlitz mit Napoleon über einen Waffenstillstand. Durch eine ausbrechende Typhusepidemie, die nicht nur unter den Soldaten, sondern auch in der Bevölkerung viele weitere Opfer fordert, werden die Verhandlungen nach Preßburg (Bratislava) verlegt, wo auch der Friedensvertrag unterschrieben wird. Napoleon fordert von Österreich weitreichende Zugeständnisse: diese Schlacht kann eigentlich als Endpunkt des großen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation angesehen werden – das Reich zerfällt. Die Verbündeten Napoleons Bayern und Württemberg werden zu Königreichen, Baden wird Großherzogtum.

Prace FriedensdenkmalBis heute finden sich Spuren der Schlacht, bis heute findet man Spuren der Toten. Am Jahrestag, dem 2. Dezember wird hier am Friedensdenkmal des Krieges und seiner Opfer gedacht.

Das Friedensdenkmal auf der höchsten Erhebung südlich der Gemeinde Pratzen ist ein einzigartiges Kriegerdenkmal mit einer Friedensmission. Es entstand als Mahnmal zu Ehren aller Opfer der legendären Schlacht, zudem ist es die Dominante und die natürliche Mitte der geschützten Denkmalzone „Austerlitzer Schlachtfeld“. Der Jugendstilbau geht auf die Initiative des Priesters A. Slovák zurück, dessen Idee einen „Ort des Lichtes“ im Zentrum des Vormaligen Schlachtfeldes zu schaffen. Der Entwurf stammt von Prager Architekten Fanta. Das Bauwerk entstand zwischen 1910 und 1914, doch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde es erst 1923 eröffnet. Unterhalb der Kapelle wurde ein Ossarium, ein Beinhaus, errichtet, in dem die Überreste der gefallenen Soldaten, die man auch dem Schlachtfeld gefunden hat und zum Teil immer noch findet, aufbewahrt werden. Eine besondere Akustik zeichnet die Kapelle aus.

Das Mahnmal wird von einen altslawischen Kreuz mit vergoldeten Armen, das sich durch zwei Querbalken auszeichnet, gekrönt. In jeder Ecke befindet sich eine Statue, die das Schlachtfeld überblickt: es sind dies die drei Reiche, die an der Schlacht beteiligt waren: Frankreich, Österreich und Russland. Die vierte Figur symbolisiert Mähren.

Das Museum

Das Museum

Prace Friedensdenkmal - AusstellungNeben dem Friedensdenkmal wurde ein Museum eingerichtet, das 100 Jahre später erbaut und mehrmals umgestaltet, sich in fünf Abschnitten den historischen Tatsachen widmet:

Der erste und einführende Teil der multimedialen Ausstellung – vor der Schlacht - beginnt mit dem  14.Juli 1789, dem Tag an dem die Französische Revolution ausbrach. Es zeigt die Büsten der drei Kaiser: Alexander, Franz und Napoleon und auch viele Dokumente, wie z.B. die Mobilmachung, eine Proklamation von Napoleon Bonaparte, aber auch Souvenirs wie vergoldete Becher mit dem Konterfei der Herrscher. Der Besucher lernt aber auch das Warten der Soldaten vor der Schlacht kennen – er befindet sich mitten unter ihnen in der Nacht am Lagerfeuer und hört ihre Gespräche.
Der zweite Teil widmet sich der Schlacht. Mitten im Kriegsgetümmel erlebt man die Schlacht bei Austerlitz gemeinsam mit den kämpfenden Armeen.

Prace FriedensdenkmalIm dritten Teil – über die Schlacht - zeigt Einblicke in die taktischen Schachzüge der Feldherren – sieht wie es Napoleon gelang, die Verbündeten in die Falle zu locken. Erkennt wohin und wann die Kaiser aus Russland und Österreich fliehen und sieht wie Napoleon den Pratzen Hügel einnehmen kann, von dem am Anfang des Tages die Alliierten die Schlacht begannen. In Vitrinen kann man die Waffen der Armeen genauso sehen, wie die Instrumente mit denen die Verwundeten noch während oder gleich anschließend der Schlacht operiert wurden, Gliedmaßen amputiert wurden. Hier gibt es auch die unterschiedlichen Uniformen zu sehen: in Weiß die Österreicher, in Blau die Franzosen und in Grün die russischen Soldaten.

Der vierte Teil – nach der Schlacht – informiert über den Ausgang der Schlacht und die Verhandlungen. Hier sieht man – als Wachsfiguren in Lebensgröße – die drei Kaiser beieinander stehen. Diese Situation ist einem Bild nachgestellt.

Prace Friedensdenkmal AusstellungDer letzte Teil der Ausstellung befindet sich im erst 2010 fertiggestellten neuen Pavillon und widmet sich dem Phänomen Austerlitz, zeigt wie noch heute Künstler, Handwerker und die Bewohner dieses Landstriches von der großen Schlacht beeinflusst werden. Ebenso findet man hier die Zeichnungen und Informationen über den Bau des Friedensdenkmals. Es finden sich Hinweise auf Austerlitz, Brünn und Bratislava, drei Städte, die eng mit dem Geschehen der Schlacht in Zusammenhang stehen und die jährlichen Feierlichkeiten zum Gedenken des Ereignisses. Außerdem wird auf die Legende des russischen Schatzes eingegangen – der Austerlitz-Schatz, sechs Fässer mit Silber und Gold, den die russische Armee bei der Räumung des Schlosses irgendwo in der Nähe vergrub. Noch heute finden sich gelegentlich Schatzsucher, die danach zu graben beginnen….

Die Ausstellung ist hervorragend gemacht – keine Langeweile kommt auf und man fühlt sich teilweise wirklich in das entsetzliche Geschehen mitten hinein versetzt. Man arbeitet mit allen Mitteln von der Videoprojektion bis zur Computeranimation. Zusätzliches Plus für Besucher aus dem Ausland sind die vielfältigen Sprachen: die ganze Ausstellung wird nicht nur in tschechischer, sondern auch in französischer, deutscher, russischer und englischer Sprache geboten. Ein Ausflugsziel, das wirklich top gestaltet ist und zu dem ein Besuch wirklich empfohlen werden kann.

Prace FriedensdenkmalFriedensdenkmal (Památník Mohyla míru) 
K Mohyle míru 200

664 58 Prace u Brna
Tel: +420 544 244 724
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website: www.muzeumbrnenska.cz

Das Friedensdenkmal ist das ganze Jahr über geöffnet.

Öffnungszeiten

Mai bis Juni und September: täglich 9.00 bis 17.00 Uhr, Juli und August: täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, Oktober bis März: 9.00 bis 15:30 Uhr, außer Montag, April: 9.00 bis 17.00 Uhr, außer Montag. Letzter Eintritt: eine Stunde vor der Schließung, Besichtigungsdauer der Ausstellung: ca. 45 bis 60 Minuten.

Der Souvenirshop bietet eine reiche Auswahl an Publikationen, Postkarten und Andenken. Im angeschlossenen Café kann man sich bei einem Kaffee vom Rundgang erholen.

Mehr über das Schloss Austerlitz finden Sie hier auf askEnrico

Übernachtungstipps Tschechien

Bewertung insgesamt (0)

0 von 5 Sternen

Kommentare

  • Keine Kommentare gefunden
Kommentar hinzufügen
Zum Seitenanfang