Ljubljana

Klein, aber sehr fein, begrüßt die Hauptstadt Sloweniens ihre Besucher. Die Burg, der Markt, die „Drei Brücken“, ihre Kirchen – man muss ins Leben von Ljubljana eintauchen, um die Stadt richtig schätzen zu können. Herausgeputzt und sauber, mit mediterranen, österreichischen und italienischen Flair. „Wer nicht auf der Burg war, hat Ljubljana nicht gesehen“, sagt ein Spruch – dem schließen wir uns an, wobei Sie auch die anderen Sehenswürdigkeiten und vor allem einen Besuch am Markt nicht auslassen sollten.

Geschichte

Blick auf die Ljubljanica
Wie bei jeder „alten“ Stadt ranken sich Legenden um die Namensgebung und die Entstehung der Stadt. Für den slowenischen Stadtnamen Ljubljana werden drei verschiedene Erklärungen angeführt: Ljubljena – das „geliebt“ bedeutet oder vom lateinischen Flussnamen „aluviana“. Der deutsche Name Laibach dürfte vom Namen des Flusses abgeleitet sein – die Laibach oder Ljubljanica fließt durch die Stadt. Die Endsilbe „ach“ kommt in vielen deutschen Namen vor und bedeutet Wasser (aha = Wasser oder Gewässer)

Einer der kleinen Drachen

Für die Gründung der Stadt Ljubljana sind laut Legende die Argonauten zuständig, die, vom Schwarzen Meer kommend, mit dem Goldenen Vlies Richtung Adria flohen. Anstatt auf dem ägäischen Meer Richtung Süden zu lenken, verirrten sich die Argonauten irrtümlicherweise in die Mündung der Donau, wo sie entlang der Sava bis zur Ljubljanica gelangten. An ihrer Quelle bei Vrhnika fanden sie dann einen großen See und das Moor vor. Hier kämpfte Jason mit einem furchtbaren Ungeheuer – dem Drachen von Ljubljana, der heute noch im Stadtwappen auf der Burgspitze zu sehen ist und dessen „Gefährten“ die Drachenbrücke bewachen.

Die Drachenbrücke
Soweit zu den Legenden, aber auch Archäologen meinen, dass die „Wurzeln“ der Stadt bis zu dreitausend Jahre alt sein könnten.
Die Römer gründeten zu Beginn unserer Zeitrechnung die Stadt Emona an der Stelle von Ljubljana, die bis zu ihrer Zerstörung durch die Hunnen während der Völkerwanderung blühte. Erst im 6.Jahrhundert wurde von den Slawen eine neue Siedlung errichtet. Der Name Laibach wurde ein halbes Jahrtausend später (in der Zeit von 1112 bis 1125) erstmals schriftlich erwähnt, im Jahre 1144 findet sich die Bezeichnung Luwigana. Im 13.Jahrhundert wurde Ljubljana die Hauptstadt des Herzogtums Krain und damit begann auch ihr kultureller Aufschwung. Im Jahre 1335 kam die Stadt unter die Herrschaft der Habsburger, 1461 wurde sie Bischofssitz. Die Habsburger regierten Ljubljana (mit einer Unterbrechung durch Napoléon Bonaparte von 1809-1813 als „Illyrische Provinzen“) bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Aus der Habsburger Zeit stammt auch der „deutsche“ Einfluss auf Stadt, Land und Leute.

Das Marktgebäude
Ljubljanas geistliche Entwicklung wurde aber vom Protestantismus ausgelöst: Promož Trubar gab im Jahr 1550 die beiden ersten gedruckten Bücher in slowenischer Sprache heraus: den „Katechismus“ und das „Abecedarium“, Jurij Dalmatin war der Verfasser der ersten slowenischen Bibelübersetzung, die im Jahr 1578 erschien. In der Barockzeit kamen zahlreichen italienische  Künstler nach Ljubljana. Die romanische Kultur wurde durch die Gründung der Academia operosorum Labacensis 1693 gewürdigt, der späteren Akademie der Wissenschaft und Künste. Im Jahre 1701 wurde die Academia philharmonicorum, die Vorläuferin der heutigen Philharmonie ins Leben gerufen. Sie pflegte italienische Musik und gründete ein kleines Orchester – damals eines der ersten außerhalb von Italien. Haydn, Beethoven, Paganini und Brahms waren Mitglieder der philharmonischen Gesellschaft, die Ende des 18.Jhts die Tradition des Orchesters übernahm. Gustav Mahler war in der Saison 1881-82 Dirigent des Orchesters.

Die Marktkolonnaden (Foto © B. Jakse)
Der politische Höhepunkt in der Geschichte der Stadt fand 1821 statt: der Kongress der Heiligen Allianz 1821, bei dem sich alle gekrönten Häupter Europas in Ljubljana versammelten, um die Restauration des vorrevolutionären Europas zu erreichen. Der Einfluss von Ljubljana vergrößerte sich zunehmend. Mitte des 19.Jahrhunderts wurde Ljubljana zu einer wichtigen Station der neu erbauten Eisenbahnlinie Wien-Triest – nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt zur slowenischen Landeshauptstadt des Königreichs Jugoslawien. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Slowenien eine Republik im föderativen Jugoslawien.

Am Markt

Die letzten Jahre brachten Ljubljana und Slowenien gravierende Änderungen: nach dem Tod Titos erklärte Slowenien nach einem Volksentscheid vom 23. Dezember 1990 am 25.Juni 1991 seine Unabhängigkeit. Ljubljana wurde die Hauptstadt des neuen Staates, der am 1.Mai 2004 der EU beitrat und im Jänner 2007 den Euro einführte.

Klein, aber sehr fein, begrüßt die Hauptstadt Sloweniens ihre Besucher. Die Burg, der Markt, die „Drei Brücken“, ihre Kirchen – man muss ins Leben von Ljubljana eintauchen, um die Stadt richtig schätzen zu können. Herausgeputzt und sauber, mit mediterranen, österreichischen und italienischen Flair. „Wer nicht auf der Burg war, hat Ljubljana nicht gesehen“, sagt ein Spruch – dem schließen wir uns an, wobei Sie auch die anderen Sehenswürdigkeiten und vor allem einen Besuch am Markt nicht auslassen sollten.

Geschichte

Blick auf die Ljubljanica
Wie bei jeder „alten“ Stadt ranken sich Legenden um die Namensgebung und die Entstehung der Stadt. Für den slowenischen Stadtnamen Ljubljana werden drei verschiedene Erklärungen angeführt: Ljubljena – das „geliebt“ bedeutet oder vom lateinischen Flussnamen „aluviana“. Der deutsche Name Laibach dürfte vom Namen des Flusses abgeleitet sein – die Laibach oder Ljubljanica fließt durch die Stadt. Die Endsilbe „ach“ kommt in vielen deutschen Namen vor und bedeutet Wasser (aha = Wasser oder Gewässer)

Einer der kleinen Drachen

Für die Gründung der Stadt Ljubljana sind laut Legende die Argonauten zuständig, die, vom Schwarzen Meer kommend, mit dem Goldenen Vlies Richtung Adria flohen. Anstatt auf dem ägäischen Meer Richtung Süden zu lenken, verirrten sich die Argonauten irrtümlicherweise in die Mündung der Donau, wo sie entlang der Sava bis zur Ljubljanica gelangten. An ihrer Quelle bei Vrhnika fanden sie dann einen großen See und das Moor vor. Hier kämpfte Jason mit einem furchtbaren Ungeheuer – dem Drachen von Ljubljana, der heute noch im Stadtwappen auf der Burgspitze zu sehen ist und dessen „Gefährten“ die Drachenbrücke bewachen.

Die Drachenbrücke
Soweit zu den Legenden, aber auch Archäologen meinen, dass die „Wurzeln“ der Stadt bis zu dreitausend Jahre alt sein könnten.
Die Römer gründeten zu Beginn unserer Zeitrechnung die Stadt Emona an der Stelle von Ljubljana, die bis zu ihrer Zerstörung durch die Hunnen während der Völkerwanderung blühte. Erst im 6.Jahrhundert wurde von den Slawen eine neue Siedlung errichtet. Der Name Laibach wurde ein halbes Jahrtausend später (in der Zeit von 1112 bis 1125) erstmals schriftlich erwähnt, im Jahre 1144 findet sich die Bezeichnung Luwigana. Im 13.Jahrhundert wurde Ljubljana die Hauptstadt des Herzogtums Krain und damit begann auch ihr kultureller Aufschwung. Im Jahre 1335 kam die Stadt unter die Herrschaft der Habsburger, 1461 wurde sie Bischofssitz. Die Habsburger regierten Ljubljana (mit einer Unterbrechung durch Napoléon Bonaparte von 1809-1813 als „Illyrische Provinzen“) bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Aus der Habsburger Zeit stammt auch der „deutsche“ Einfluss auf Stadt, Land und Leute.

Das Marktgebäude
Ljubljanas geistliche Entwicklung wurde aber vom Protestantismus ausgelöst: Promož Trubar gab im Jahr 1550 die beiden ersten gedruckten Bücher in slowenischer Sprache heraus: den „Katechismus“ und das „Abecedarium“, Jurij Dalmatin war der Verfasser der ersten slowenischen Bibelübersetzung, die im Jahr 1578 erschien. In der Barockzeit kamen zahlreichen italienische  Künstler nach Ljubljana. Die romanische Kultur wurde durch die Gründung der Academia operosorum Labacensis 1693 gewürdigt, der späteren Akademie der Wissenschaft und Künste. Im Jahre 1701 wurde die Academia philharmonicorum, die Vorläuferin der heutigen Philharmonie ins Leben gerufen. Sie pflegte italienische Musik und gründete ein kleines Orchester – damals eines der ersten außerhalb von Italien. Haydn, Beethoven, Paganini und Brahms waren Mitglieder der philharmonischen Gesellschaft, die Ende des 18.Jhts die Tradition des Orchesters übernahm. Gustav Mahler war in der Saison 1881-82 Dirigent des Orchesters.

Die Marktkolonnaden (Foto © B. Jakse)
Der politische Höhepunkt in der Geschichte der Stadt fand 1821 statt: der Kongress der Heiligen Allianz 1821, bei dem sich alle gekrönten Häupter Europas in Ljubljana versammelten, um die Restauration des vorrevolutionären Europas zu erreichen. Der Einfluss von Ljubljana vergrößerte sich zunehmend. Mitte des 19.Jahrhunderts wurde Ljubljana zu einer wichtigen Station der neu erbauten Eisenbahnlinie Wien-Triest – nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt zur slowenischen Landeshauptstadt des Königreichs Jugoslawien. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Slowenien eine Republik im föderativen Jugoslawien.

Am Markt

Die letzten Jahre brachten Ljubljana und Slowenien gravierende Änderungen: nach dem Tod Titos erklärte Slowenien nach einem Volksentscheid vom 23. Dezember 1990 am 25.Juni 1991 seine Unabhängigkeit. Ljubljana wurde die Hauptstadt des neuen Staates, der am 1.Mai 2004 der EU beitrat und im Jänner 2007 den Euro einführte.

Rathaus und Stadtplatz

Das Rathaus und der Stadtplatz

Ljubljana - Im Inneren des Rathauses

1718 baute der Architekt Gregor Maček das alte, aus dem Jahre 1484 stammende Gebäude um. Im 16. und 17.Jahrhundert fanden im Gotischen Saal die ersten Theateraufführungen umher ziehender Komödianten statt. Heute befindet sich hier der Sitz des Stadtparlaments. Das Rathaus beherbergt einige wunderschöne Denkmäler wie zum Beispiel die Herkules-Statue oder in Mitte der barocken Arcaden den Narziss Brunnen. Er wurde von Francesco Robba entworfen, der durch die griechische Legende von Narziss inspiriert wurde: Narziss war ein sehr schöner Jüngling und zahlreiche Mädchen verliebten sich in ihm. Er jedoch war von der eigenen Schönheit so betört, dass er sich um seine Verehrerinnen nicht kümmerte, sondern stundenlang an einem See saß um seine eigene Schönheit zu bewundern. Eines Tages war er so von seinem Aussehen fasziniert, dass er nicht auf sein Gleichgewicht achtete, ins Wasser fiel und ertrank. An dieser Stelle aber wuchs eine Blume, die auch heute noch Narzisse genannt wird und die jeden Frühling zu Tausenden in ganz Slowenien blüht.

Ljubljana - der Rathaushof
Franceso Robba kan aus Italien und war Bildhauer. In Ljubljana verliebte er sich in Terezija, der Tochter von Luka Mislej, einem sehr berühmten Steinmetz der damaligen Zeit. Nach der Hochzeit übernahm er die Werkstatt und schenkte Ljubljana einige sehenswerte Denkmäler, wie auch den Brunnen der Krainer Flüsse, der sich vor dem Rathaus befindet und den er 1751 erbaute. Die drei Delphine und Wassermänner symbolisieren die Flüsse Krka, Ljubljanica und Sava. Sehenswert sind aber auch die barocken Altäre, die er fast für jede der Kirche in der Altstadt gestaltet hat: einen der schönsten finden Sie in der Kirche des Heiligen Jakob. Als Napoleon 1797 Ljubljana besuchte, war er so von der Kunst Robbas angetan, dass er den Auftrag gab, diese Altäre nach Paris zu bringen. Glücklicherweise mussten die Franzosen aber die Stadt in Eile verlassen, sodass die Altäre an ihrem angestammten Platz geblieben sind und heute von den Besuchern Ljubljanas bewundert werden können.

Rathaus von Ljubljana
Gehen Sie von Stadtplatz (Mestni trg) weiter zum Alten Platz (Stari trg) – beide münden trichterförmig in den Oberen Platz (Gornji trg). Diese drei Plätze bilden die Altstadt am Fuße des Schlossberges. Fast alle sind im Stil des Barocks entstanden, nur wenige zeigen noch die mittelalterliche Anlage mit dem zur Straße gewandten Giebel. Auf Nr.17 finden Sie das Rakovec-Haus, das im 19.Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt der Künstler was und indem schließlich von 1800-1849 der slowenische Nationaldichter France Prešeren wohnte.
Die Kirche St. Florian (1672) beherrscht den Oberen Platz. Von hier aus für ein von Jože Plečnik gestalteter Fußweg zur Burg.

Dom, Bischofspalais, Priesterseminar

Der Dom St. Nikolaus (Stolnica)

Unweit vom Ufer der Ljubljanica errichteten Fischer und Bootsleute schon im 13.Jahrhundert eine Kirche die Ihrem Schutzpatron St. Nikolaus geweiht war. Die ursprünglich romanische Kirche wurde mehrmals umgebaut und im 18.Jh – zu einer äußert wohlhabenden Zeit von Ljubljana – entstand der heutige Kirchenbau nach Plänen des römischen Jesuiten und Architekten Andrea Pozzo.

Ljubljana - Blick auf den Dom

Die illusionistischen Fresken im Kircheninneren stammen von Giulio Quaglio (1668-1751). Er war ein italienischer Maler, der im Alter von 35 Jahren, am Höhepunkt seines kreativen Schaffens mit seinem Kunstwerk in Ljubljana begann, das ihn –als Repräsentant des lombardischen Stils bekannt machen sollte. Obwohl zu dieser Zeit die „secco“-Malerei immer mehr an Bedeutung gewann, malte Quaglio mit der technisch herausfordernden „fresco“-Technik und wurde so berühmt als einer der letzten barocken Frescomaler.

Der Dom zu Ljubljana
1841 wurde vom slowenischen Architekten Gregor Maček die Kuppel des Doms erbaut und von Matej Langus 1843-44 bemalt. Rechts vom Haupteingang an der Außenwand ist noch ein gotischer Schlussstein mit dem Christuskopf von der alten Kirche erhalten. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt die gotische Statue der Trauernden Muttergottes (Mitte des 15.Jht) in einer Nische an der Südfassade.

Das Seitenportal des Doms

Neueren Ursprungs ist das Seitenportal, das 1996 zur Erinnerung an den Besuch von Papst Johannes Paul II vom Bildhauer Mirsad Begić angefertigt wurde und die Geschichte des Bistums Ljubljana zeigt. Das bronzene Hauptportal wurde im selben Jahr vom Bildhauer Tome Demšar geschaffen und stellt 1250 Jahre Christentum in Slowenien dar. Dieses Tor wurde vom Papst während seines Besuches in Ljubljana gesegnet.

Das Bischofspalais (Škofijski Dvorec)

Neben dem Dom befindet sich das Bischofspalais, heute Sitz des slowenischen Metropoliten. Ursprünglich ein Renaissancebau wurde er später barockisiert. Sehenswert ist der Arkadenhof, der als der schönste noch erhaltene von ganz Ljubljana gilt. 1512 wurde mit dem Bau des Palais begonnen und in der Mitte des 17. Jahrhundert wurde es um ein Stockwerk erhöht. Am Ende des 18. Jahrhunderts erhielt es die heutige, im Zopfstil gestaltete Fassade und wurde durch einen Gang mit dem Dom verbunden. Napoleon übernachtete mehrmals im Palais, L. Bernadotte, Marmont und andere Gouverneure der Illyrischen Provinzen wohnten hier.

Das Priesterseminar (Semenišče)

Die Bibliothek im Priesterseminar (Foto © Priesterseminar)


Das Priesterseminar – es liegt hinter dem Dom – wurde von 1708 bis 1714 erbaut und 1722 fertig gestellt. Das Portal ist ein Werk des Steinmetz Luka Mislej aus Ljubljana, die beiden Giganten stammen von Angelo Putti. Die Bibliothek des Seminars war die erste öffentlich zugängliche Bibliothek in Ljubljana. Sie beisitzt zahlreiche wertvolle Handschriften und Wiegendrucke. Bemerkenswert sind auch die wunderschöne Inneneinrichtung aus Eichenholz und die Deckenfresken, die G. Quaglio mit Allegorien der Theologie gestaltet hat. Sie zeigt wie dem Glauben Kraft verliehen wird und daneben stehen die Hoffnung und die Liebe. Eindrucksvoll ist auch die originale Einrichtung aus Eichenholz, die vom Tischlermeister Josip Wergant hergestellt wurde.

Prešernov Platz, Franziskaner Kirche, Dreibrücken

Prešernov Platz, Franziskaner Kirche und Dreibrücken

Ljubljana - Dreibrücken

Über Die Drei Brücken (Tromostovje) – am Ende der Kollonaden des Marktes kommt man über die Drei Brücken auf einen der berühmtesten und schönsten Plätze Ljubljanas: den Prešernov trg. Der Platz ist benannt nach dem größten slowenischen Dichter Dr. France Prešeren (1800-1849), dessen Dichtung als Symbol der Sehnsucht nach Liebe und Freiheit gilt. Eines seiner Gedichte („Zdravljica“) ist auch noch heute Text der slowenischen Nationalhymne. In der Mitte des Platzes steht sein Denkmal, das vom Architekten Maks Fabiani und dem Bildhauer Ivan Zajc geschaffen wurde und 1905 enthüllt wurde. Nach der Enthüllung kam es zu einem kleinen Skandal: Strenggläubige Ljubljaner protestierten, da die Muse, die mit Prešeren dargestellt ist, ihre nackten Brüste zeigt. Damit keine „unseriösen Handlungen“ zwischen ihr und der Statue nächtens passieren konnten, wurde sie fast 2 Jahre lang jeden Abend mit einem Tuch verhängt und am Morgen wieder unverhüllt gezeigt. Danach verloren auch diese Ljubljaner das Interesse an ihrem Seelenheil.

Dreibrücken mit Blick auf die Franziskanerkirche


Über Prešeren gibt es allerdings noch eine Liebesgeschichte zu erzählen. France Prešeren war unsterblich in eine bürgerliche Schönheit namens Julia verliebt, die er einst in der Trnovo Kirche getroffen hatte. Obwohl sie einen anderen ihm vorzog und heiratete, widmete er ihr die schönsten seiner Sonette. Ihre Büste ist am Ausgang des Platzes auf dem Haus zu sehen, in dem sie wohnte mit Blick zu seiner Statue – damit sind sie hier bis in alle Ewigkeit miteinander in Blickverbindung.

Relief der Julija Primic

Beherrscht wird der Platz aber von der Franziskanerkirche, die von 1646 – 60 erbaut wurde. Versuchen Sie einen Blick auf den Hochaltar – ein Werk des Bildhauers Francesco Robba Mitte des 18.Jahrhunderts – zu werfen. In der Mitte des 19.Jahrhunderts schuf Matej Langus die Wandfresken und die Deckenmalerei – 1935 wurden sie von Matej Sternen erneuert.  Die Jugendstilhäuser aus der Zeit nach dem verheerenden Erdbeben von 1885 bieten einen wunderbaren und spannenden Gegensatz zu der Barockfassade der Franziskanerkirche. Ljubljanas ältestes Kaufhaus „Centromerkur“ wurde 1903 Ecke Miklošičeva eröffnet. Das schmale Eckhaus Nr.1 trägt den Namen „Ura“ (Uhr) die Nr.5 Ende des 19.Jahrhunderts Ljubljanas beliebtestes Literatencafé beherbergt heute die Zentralapotheke.

Dreibrücken

Von der Franziskanerkirche aus bietet sich ein wunderschöner Ausblick über die Drei Brücken hinein in die Altstadt und hinauf zur Burg. Die Drei Brücken (Tromostovje) – eine der architektonischen Besonderheiten Ljubljanas – bestehen aus einer 1842 erbauten Steinbrücke und zwei seitlichen Fußgängerbrücken, die der slowenische Architekt Jože Plečnik im Jahre 1931 entwarf und erbaute und damit Autoverkehr und Fußgängerverkehr trennte.

Denkmal Dr. France Prešeren

Burg

Die Burg von Ljubljana

Die Burg von Ljubljana

Hoch über der Stadt thronend und von weitem sichtbar ist das Wahrzeichen von Ljubljana - die Burg – deren Geschichte eng mit der Entstehung und Entwicklung mit der Stadt verbunden ist. Bereits in der Zeit der Kelten und Illyrer war der Schlossberg befestigt, und auch die Römer nutzten ihn für eine Befestigungsanlage. Im 9.Jahrhundert entsteht eine mittelalterliche Burg, allerdings wird die Burganlage erst 1144 erstmals als Sitz der Spanheimer Landesfürsten erwähnt, die eine erste Holzburg errichteten. Die Spanheimer sind auch für die Stadtgründung verantwortlich, die zwischen 1220 und 1246 unterhalb der Burg erfolgte. Burg und Stadt entwickelten sich, wurden zum Mittelpunkt des Landes Krain und gelangten schließlich 1335 in den Erbbesitz der Habsburger.

Blick auf den Turm

Der Bau der heutigen Burg wurde vom Herzog und späteren Kaiser Friedrich III. in Auftrag gegeben und in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts realisiert. Es sollte eine Burganlage mit einem weitläufigem Hof innerhalb der Wehrmauer und mehreren Eck- und zwei Eingangstürmen entstehen. Die gotische Burgkapelle wurde 1489 geweiht, alle anderen, heute noch bestehenden, hofseitig gelegenen Bauten stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Hauptgebäude, das aus dieser Zeit stammt, gab und gibt der Burganlage ihr charakteristisches Aussehen. Diese Zeit wird als das goldene Zeitalter der Burg von Ljubljana bezeichnet. 1814 war die Burg bereits in einem so schlechten Zustand, dass sie als Gefängnis diente, trotzdem wurde 1848 der Komplex noch um einen Aussichtsturm ergänzt, der die Funktion des abgebrannten „Turms der Stadtpfeifer“ übernahm. Hier wohnte ein Wächter, der mit Kanonenschüsse auf Brände oder bedeutende Besucher und Ereignisse in der Stadt hinwies. 1905 kaufte die Stadtgemeinde Ljubljana die Burg vom Staat. Der berühmte slowenische Architekt Jože Plečnik entwickelte Ideen für die Renovierung, sah die Burg als Krone der Stadt und als eine Art slowenische Akropolis, doch seine Pläne wurden nie verwirklicht. 1962-63 wurden die letzten Bewohner von der Burg abgesiedelt und erhielten Wohnungen in der Stadt. Danach wurden mit den ersten Renovierungsarbeiten begonnen.

Blick in den Hof der Burg

1990 wurde der fünfeckige Eingangsturm der Öffentlichkeit übergeben, zwei Jahre später die St. Georgs-Kapelle am Namenstag der Hl. Georgs, des Schutzpatrons von Ljubljana wieder neu geweiht. Im Jahr 2000 übernahm das Festival Ljubljana die Verwaltung der Burg. Heute ist die Burg Schauplatz zahlreicher Kulturveranstaltungen, Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen. Auch die beiden Trausäle der Stadt befinden sich hier. Das Burgcafé hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt und der Aussichtsturm steht den Besuchern offen. Von der Kasse, wo Sie die Eintrittskarten erwerben können, bis zur Turmspitze führen genau 100 Treppenstufen, davon 63 in einer metallenen Wendeltreppe.

Blick auf die Stadt

Der wunderschöne Ausblick über die Stadt und bei schönem Wetter bis zum höchsten Berg Sloweniens (Triglav 2.864m) lohnen aber die Anstrengung des Aufstiegs. Im Aussichtsturm befindet sich auch das Virtuelle Museum, das einen Überblick über die Stadtgeschichte gibt. Der 3-D-Film zeigt die Stadt von der römischen Zeit bis zum dritten Jahrtausend. Sie sehen das Forum der römischen Stadt Emona, die mittelalterliche Burg und die vielen sehenswerten Ecken der Stadt. Der Film wird in Deutsch, Englisch, Italienisch und Slowenisch vorgeführt. Zur Burg gelangen Sie auf die unterschiedlichste Weise: Wer es sportlich liebt, nimmt einen der Fußwege. Einer der schönsten ist die von Jože Plečnik gestaltete Ulica na Grad – die Straße zur Burg. Sie beginnt bei der St. Florianskirche am Gornji trg. Rechts biegt der Weg Danina pot zu den Šance (Schanzen) ab. Diese Wallanlage bildete zusammen mit der Burg einen großen Festungskomplex.

Auf der Burg
Gemütlicher geht es mit dem Touristenzug, der Sie ganz langsam nach oben bringt und Sie so den schönen Ausblick auf die Stadt genießen lässt.
Am schnellsten ist die Standseilbahn:  In nur 60 Sekunden gelangen Sie vom Krekov trg auf den Burghügel. Die Talstation befindet sich etwas versteckt in der Ecke. Auch hier haben Sie durch die Glaswände der Kabine einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Die Bergstation liegt im unterirdischen Bereich der Burg, der die geologische Struktur des Burghügels und die beim Bau der Standseilbahn gefundenen Fossilien zeigt. Dieses Lapidarium ist auch der Beginn eines Labyrinths von verborgenen Wegen und Höhlengängen, in denen der Legende nach einst der Drache von Ljubljana lebte. Egal welchen Weg Sie nehmen: Wer die Burg nicht gesehen hat, war nicht in Ljubljana!

Öffnungszeiten Burg

Winterzeit: (1.10.-30.4.) täglich von 10.00 bis 21.00 Uhr
Sommerzeit: (1.5.-20.9.) täglich von 9.00 bis 22.00 Uhr

Öffnungszeiten Virtuelles Museum und Aussichtsturm

Winterzeit: (1.10.-30.4.) täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Sommerzeit: (1.5.-30.9.) täglich von 9.00 bis 21.00 Uhr

Die Laibacher Burg

Burgbesichtigungen

1. Juni bis 15. September: 10.00 und 16.00 Uhr, vom 16. September bis 30.Mai nach vorheriger Vereinbarung. Die Besichtigung beginnt an der Zugbrücke zum Haupteingang zum Burghof.

Während einer Burgführung erfahren Sie mehr über das abwechslungsreiche Leben in der Burg, über ihre Geschichte und den Wiederaufbau. Außerdem können Sie im Rahmen der Führung die inneren Räumlichkeiten der Burg besichtigen, die sonst nicht zugänglich sind: den artesischen Brunnen, das Burggefängnis, den ehemaligen fünfeckigen Eingangsturm, den blauen Saal, die Kasematten, das wiederaufgebaute Palais, den Standessaal, sowie die Kapelle des Hl. Georg.

Besichtigungen mit Burgführer: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen

Festival Ljubljana, 1000 Ljubljana
Tel: +386 1 232 99 94
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ljubljanafestival.si
Telefon Standseilbahn: +386 1 306 42 00

Ursulinenkirche, Drachenbrücke, Markt

Ursulinenkirche (Uršulinska Cerkev) zur Hl.Dreifaltigkeit

Die Ursulinenkirche zählt zu den schönsten Barockbauten Ljubljanas. Die Klosterkirche des Ursulinenordens wurde in den Jahren 1718-1728 mit der Unterstützung reicher Mäzene gebaut. Der Architekt ist unbekannt, die Verbindung zur norditalienischen Palladio-Schule ist jedoch offensichtlich. Manche Quellen nennen Carlo Martinuzzi als Baumeister. Die eigenwillige Frontfassade ist durch sechs Halbsäulen aufgelockert, die mit gestaffeltem Kranzgesims abschließen, zwischen den Säulen sind Fensteröffnungen. Der obere Teil der Fassade schließt mit einem gewellten Dreiecksgiebel ab. Die Nebeneingänge der Kirche finden sich in den beiden abgerundeten Anbauten an den Seiten.

Die Ursulinenkirche in Ljubljana

Der Kirchenraum ist in Form eines länglichen Rechtecks mit Flachkapellen an den Seiten gestaltet. Ein vergrößerter Chor mit quadratischem Grundriss schließt mit einer Kuppel ab. Das Kircheninnere ist unbemalt. Die Dynamik des Raumes wird durch die Pfeiler und das Licht gestaltet, das zwischen den Pfeilern zu einem der am typischsten venezianisch wirkenden barocken Räume in Ljubljana strömt. Oberhalb des Eingangsbereiches befindet sich der Sängerchor. Der riesige Hochaltar ist ein Meisterwerk von Francesco Robba (1740), die Bilder der Seitenaltäre stammen von Valentin Metzinger. Einige Bilder, darunter ein großformatiges Bild des Venezianers Palma d.J. stammen aus der ehemaligen Kapuzinerkirche. Nach dem Erdbeben von 1895 wurde das Kirchenäußere und der Kirchenturm stark umgebaut. Der Treppenaufgang an der Frontfassade wurde nach Plečniks Plänen aus den 30er Jahren umgebaut, in den 80er Jahren wurde die Frontfassade renoviert.

Die Dreifaltigkeitssäule vor der Ursulinenkirche

Vor der Kirche steht die Dreifaltigkeitssäule. Diese wurde zum Dank errichtet, da die Stadt von der Pest verschont blieb. Die hölzerne Säule aus dem Jahre 1693 wurde 1721 durch eine Steinerne ersetzt, die später zweimal erneuert wurde. Das Original wird heute im Stadtmuseum aufbewahrt, vor der Kirche steht eine steinerne Kopie der originalen Plastik.
Die Kirche ist regelmäßig geöffnet.

Ursulinenkirche zur Hl. Dreifaltigkeit 
Kongresni trg
Tel: +386 1 252 48 64
E
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Drachenbrücke (Zmajski most)

Die Drachenbrücke mit Blick zu den Kolonnaden

Die Drachenbrücke ist neben Dreibrücken die imposanteste Brücke der Stadt. 1901 würde die frühere hölzerne Fleischerbrücke durch die im Jugendstil geschaffene Brücke ersetzt und diese nach Kaiser Franz Josef benannt, allerdings setzte sich der offizielle Name in der Bevölkerung nie durch. Die Brücke ist eine der ersten Eisenbetonkonstruktionen in Europe. Die vier Drachen, die die Brücke bewachen stammen von Jurij Zaninovich, einem Schüler von Otto Wagner und sind eines der Wahrzeichen der Stadt. In jedem Souvenirshop werden sie in den unterschiedlichen Materialien – vom Plüschdrachen für Kinder bis zu Stein- und Metallfiguren – angeboten und ihre Abbildungen schmücken auch zahlreiche T-Shirts.

Einer der Drachen von Ljubljana

Achten Sie auf die Drachenschwänze wenn Sie die Brücke queren: die Legende besagt, dass die  Drachen ihre Schwänze bewegen, sobald eine Jungfrau die Brücke betritt. Da dieser Vorfall aber schon sehr lange nicht mehr eingetreten ist, sind die Ljubljaner in jüngerer Zeit dazu übergegangen die Brücke als „Schwiegermutterbrücke“ zu bezeichnen.

Der Markt am Vodnik-Platz (Vodnikov trg)

Volksfest am Markt
Am Ufer der Ljubljanica – gleich bei der Drachenbrücke ist der Platz an dem täglich der Markt von Ljubljana die Tore öffnet. Versuchen Sie ihn jedoch an einem Samstag zu besuchen – die Auswahl ist dann am größten und oft finden auch Veranstaltungen statt. Der Vodnik-Platz entstand nach dem Erdbeben von 1895, als durch den Abriss des Lyzeums Platz für die Marktstände geschaffen wurde. Er ist nach dem Denkmal Valentin Vodniks - einem slowenischen Dichter- benannt. Das Denkmal schuf der Bildhauer Alojz Gangl. Ein Fußweg zur Burg beginnt übrigens gegenüber des Denkmals und in unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Talstation der Standseilbahn. Die Auswahl an frischem Gemüse lädt zum Einkauf ein, unzählige Blumenstände, Gewürze und Pflanzen werden angeboten soweit das Auge reicht. Die Frauen von Trnovo („Trnovčanke) – einem Stadtteil von Ljubljana – kommen jeden Morgen um ihre frischen Produkte anzubieten und setzen so eine Jahrhundert lange Tradition fort.
Schlendern Sie über den Markt an den Kolonnaden entlang am Ufer der Ljubljanica. Diese sind ein Werk von Jože Plečnik – erbaut in den Jahren 1939 – 1940 – führen sie in einer sanften Kurve von der Drachenbrücke bis zu den Drei Brücken.

Am Markt wird auch zu speziellen Anlässen gekocht ...

Hier befindet sich auch der, etwas versteckte, Eingang zum Fischmarkt. Steigen Sie die Stiegen hinab und genießen Sie die Auswahl – hier finden Sie die Ausgangsprodukte der köstlichen Gerichte, die Sie dann später in den vielen Lokalen in Ljubljana genießen können. Versäumen Sie nicht, die Markthalle vis a vis der Kolonnaden zu besuchen. Hier werden Gewürze, Brot, Süßspeisen, aber auch Käse, Wurst und Fleisch angeboten und der Besuch lohnt sich!

Die Blumenpracht

Universität, Philharmonie, Jugendstil, Wolkenkratzer

Die Universität und die Slowenische Philharmonie (Kongresni Trg)

Der Kongressplatz, auf dem sich Universität und Philharmonie befinden, entstand schon im Barock und wurde 1821 nach dem Kongress der Heiligen Allianz in seiner heutigen Form angelegt. Die Universität – 1896-1902 als Landtag errichtet – dominiert die südliche Seite des Platzes. Hier werden über 50.000 Studenten unterrichtet – 41 Institute schaffen enormes wissenschaftliches Potential.

Die Universität in Ljubljana
In nächster Nähe befindet sich die Slowenische Philharmonie, die auf dem Fundament des abgebrannten Landestheaters 1891 errichtet wurde. Die Slowenische Philharmonie ist eine der ältesten der Welt: sie wurde bereits 1701 als Nachfolgerin viel älterer Musikvereinigungen gegründet. Haydn, Beethoven, Paganini und Brahms waren einige ihrer berühmten Mitglieder. Franz Schubert bewarb sich um die Stelle eines Musiklehrers, Gustav Mahler war ordentlich angestellter Dirigent in der Saison 1881-82.

Die Philharmonie in Ljubljana

Zu beachten am Kongresni Trg ist noch das Bildermeierhaus des ältesten slowenischen Verlages Slovenska Martica, der 1894 gegründet wurde und das sich neben der Philharmonie befindet. Den nördlichen Teil des Platzes beherrscht das klassizistische Gebäude Kazina. Im Sternpark (Zvezda) kann man noch die Mauerreste des antiken Emona bewundern. Hier steht auch eine Kopie der vergoldeten Bronzestatue eines Patriziers. Diese wurde hier im Park gefunden und ursprünglich für eine Statue des Kaisers Konstantin gehalten.

Der Jugendstil in Ljubljana

Der Beginn der Miklošičeva ulica vom Platz Prešernov trg aufwärts gilt als die schönste Straße in Ljubljana. Hier stehen zahlreiche wunderschöne Jugendstilbauten. In der unmittelbaren Nähe befinden sich die wichtigsten Gebäude im Sezessionsstil in Ljubljana: die Laibacher Stadtsparkasse, Centromerkus (das erste Warenhaus Ljubljanas), das Hauptman und das Čuden-Haus. Auch das Grand Hotel Union, das zum Zeitpunkt seiner Eröffnung das größte Hotel in Österreich-Ungarn war, finden Sie hier. Dieses Hotel ist auch deshalb bemerkenswert, da es das erste Gebäude mit Zentralheizung, Telefon und Aufzug war. Die Architekten Max Fabiani, Ciril Metod Koch und France Vurnik gelten als die wichtigsten Vertreter des Jugendstils in Ljubljana.

Centromerkur am Prešernov Platz

Als eines der besten Beispiele gilt Cooperativa Bank – das Haus der einstigen genossenschaftlichen Wirtschaftsbank. Es wurde vom Architekten Ivan Vurnik errichtet. Nicht nur seine Außenfassade ist sehenswert, auch der bemalte Saal, der das ganze Erdgeschoß ausfüllt, wie auch das Interieur, die Gemälde und die Handwerksarbeiten im Inneren. Die Gemälde in der Halle und auf der Fassade sind das Werk seiner Frau Helena Vurnik, einer geborenen Wienerin. Die geometrischen Ornamente sind in den slowenischen Farben rot, blau und weiß gehalten – auch die Bilder beschäftigen sich mit slowenischen Motiven: Landschaften mit Wäldern, Weizenfelder, Weinanbau und Frauen in slowenischer Nationaltracht sind zu sehen.

Apotheke am Prešernov Platz

Die Miklošiceva cesta begrenzt den einzigen Jugendstilpark in Ljubljana, der 1902 nach Plänen von Maks Fabiani angelegt wurde. Von ihm stammt auch die Idee für die Türme an den Eckgebäuden. Der Platz wird im Norden vom 1898-1902 erbauten Justizpalast begrenzt, der vom Wiener Architekten Spindler entworfen wurde. Davor steht das Denkmal des Sprachwissenschaftlers Fran Miklosic.

Der Wolkenkratzer (Nebotičnik)

Blick von der Burg auf die Stadt - im Hintergrund der Wolkenkratzer
Der Wolkenkratzer war das erste Hochhaus, das in Ljubljana gebaut wurde. Zum Zeitpunkt seines Baus (1933) und auch noch eine kurze Zeit danach war es das höchste Gebäude in Mitteleuropa. Architekt Vladimir Šubic holte sich Anregungen von der Architektur aus Amerika und schuf es als ein Symbol einer wachsenden Stadt und das Zeichen ihres Wohlstandes.

Der Wolkenkratzer (Foto © Cvetkovic)

Tipps und Plan

Tipps und wichtige Adressen

Mehr über Ljubljana und seine Geschichte, wie auch weitere Tipps zum Shoppen, Übernachten und Chillen erfahren Sie im Artikel von Josef Wallner (Text) und Norbert Eisner (Fotos) aus www.enricosreisenotizen.eu

Ljubljana Card

Freie Fahrt auf allen City-Bussen, freier oder ermäßigter Eintritt in Musee und Galerien, gratis Stadtführer (Buch)
Preisnachlässe bis zu 35% bei über 90 Partnerbetrieben

Information

TIC – Ljubljana Tourist Information Centre
Stritarjeva ulica
Tel: +386 1 306 12 15
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten

1.Juni bis 30.September: täglich von 8.00-21.00 Uhr
1. Oktober bis 31.Mai: täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr

Slowenisches Touristen-Informations-Zentrum
Krekov trg 10
Te
l: +386 1 45 76
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten

1.Juni bis 30.September: täglich von 8.00 bis 21.00 Uhr
1.Oktober bis 31.Mai: 8.00 bis 19.00, Samstag 8.00 bis 15.00 Uhr, Sonntag und Feiertage geschlossen

Übernachtungen Ljubljana

Führungen

Führungen können bei allen Tourismusbüros gebucht werden, es werden die verschiedensten Themen angeboten.

Führung durch das Rathaus:
Samstags um 13.00 Uhr, die Führungen finden in Englisch und Slowenisch statt – die Führer tragen typische traditionelle Kleidung aus Ljubljana. Dauer: ca 1 Stunde, Treffpunkt: vor dem Rathaus (Mestni trg 1)
Tickets: bei allen Touristeninfos und am Treffpunkt

Touristenzug

Der Touristenzug fährt zwischen dem Stadtzentrum und der Burg. Abfahrt von Stritarjeva ulica jede Stunde ab 9.00 Uhr, Abfahrt von der Burg: 20 Minuten nach jeder vollen Stunde. Audioguides in Englisch und Slowenisch.

Burgführungen

1.Juni bis 15.September: täglich um 10.00 und um 16.00 Uhr

Fahrradtour durch Ljubljana

Von Mitte April bis Ende Oktober auf Anfrage, Fahrrad und Helm kann bei der slowenischen Touristeninformation ausgeliehen werden.
Dauer: 2 Stunden – die Tour kann in Deutsch, Englisch, Italienisch und Slowenisch abgehalten werden
Treffpunkt und Buchung: Slowenische Touristeninformation (Krekov trg 10)
Minimum 3, Maximum 10 Teilnehmer pro Tour – Mindestalter: 14 Jahre

Fahrräder für individuelle Touren können an folgenden Punkten ausgeliehen werden (April bis Oktober)

Slowenische Touristeninformation (STIC): Krekov trg 10
Grand hotel Union Garni: Miklošičeva cesta 9
M Hotel: Derčeva ulica 4
Hostel Celica: Metelkova ulica 8
Hotel Ljubljana Resort: Dunajska cesta 270
Ljubljana Bahnhof: Autoparkplatz Kartenbüro
Die Räder besitzen ein Absperrschloss. Helme sind bei der Slowenischen Tourismusinformation auf Anfrage erhältlich.
Die Räder müssen am Ausgangspunkt zurückgegeben werden.

Stadtspaziergang und Burg (mit der Standseilbahn)

6. April bis 11. Oktober: täglich 10.00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: vor dem Rathaus (Mestni trg 1)
Tickets: in allen Touristeninfos und am Treffpunkt
Die Tour wird in Englisch und Slowenisch abgehalten.

Stadtspaziergang und Burg (mit dem Touristenzug)

6. April bis 11. Oktober: täglich um 17.00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: vor dem Rathaus (Mestni trg 1)
Tickets: in allen Touristeninfos und am Treffpunkt
Die Tour wird in Englisch und Slowenisch abgehalten.

Stadtspaziergang und Bootfahrt (30 Minuten)

6. April bis 11.Oktober, täglich 14.00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: vor dem Rathaus (Mestni trg 1)
Tickets: in allen Touristeninfos und am Treffpunkt
Die Tour wird in Englisch und Slowenisch abgehalten.

Bootsfahrt auf der Ljubljanica

6. April bis 11. Oktober, täglich um 12.00 und um 16.00 Uhr
Dauer: 1 Stunde
Treffpunkt und Start: Die Tour beginnt am Ribji trg Pier am Cankarjevo nabrežje Kai
Tickets: in allen Touristeninfos und am Treffpunkt
Die Tour wird in Englisch und Slowenisch abgehalten.

Bootsfahrt mit einem Fremdenführer

6. April bis 11.Oktober: täglich um 10.00, 11.00, 13.00, 17.00, 18.00, 19.00 und 20.00 Uhr

Sightseeing-Tour mit digital Tour-Guide

17 Sehenswürdigkeiten können auf individuelle Weise mit einem digitalen Tour-Guide besucht werden.
Der Guide kann für 5 Stunden ausgeborgt werden, die Tour alle Sehenswürdigkeiten zu sehen dauert ungefähr 2 ½ Stunden.
Die Erklärungen des Tour Guides sind in Deutsch, Englisch, italienisch und Slowenisch erhältlich.
Erhältlich ist der digitale Tour Guide in allen Touristeninformationen.

Shopping-Tipp

Wenn Sie sich beim Shoppen so richtig austoben möchten, sind Sie hier richtig: BTC City. 18 Millionen Besucher kommen jährlich in die Einkaufsstadt der Superlative: hier finden Sie neben 450 kleinen Geschäften mehrere Dutzende Waren und Kaufhäuser, über 8000 kostenlose Parkplätze, Autowaschanlage, Post, Apotheke, Banken, Reisebüros, Gaststätten, Cafés und eine Mini-Brauerei. Eine Buslinie führt vom Stadtzentrum in BTC City – dort fährt ein kostenloser Bus durch das Shopping Center. Nach ihrem Shopping-Erlebnis können Sie in der Wasserstadt Atlantis ausruhen: Auf 15.000m2 finden Sie 15 Becken und drei Themenbereiche: eine Erlebniswelt mit Kinderbereich, einen Thermaltempel und die Saunawelt mit reichhaltigem Wellnessangebot.

Buch-Tipps

Hier noch ein paar Lesetipps für alle die auch auf alten Spuren durch Slowenien und das Küstenland reisen möchten. Unsere Mitstreiter Josef Wallner und Norbert Eisner sind auch Buchautoren:
Reisen in der Untersteiermark|Štajerska (zoppelberg Verlag 2011)
Unbekanntes Slowenien. Reisen auf Altösterreichs Spuren in Krain und Laibach. (zoppelberg Verlag 2012)
Geliebtes Görz. Von den Alpen zur Adria. Eine Reise durch das altösterreichische Küstenland. (Verlag Ferdinand Berger & Söhne 2013)

 
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