Kufstein

Wer kennt es nicht – das Kufsteinlied, egal ob vom Kufsteiner Dreigesang wie hier in unserem YouTube-Video, von Hansi Hinterseer oder von Heino gesungen – und eine Perle ist diese Stadt am grünen Inn.

Festung Kufstein bei Nacht (Foto © Ferienland Kufstein)
Das Kufsteinlied von Karl Ganzer machte die Festungsstadt auf der ganzen Welt bekannt. Es gilt als eines der meistgesungenen und als das meistverkaufte (100 Millionen Mal) volkstümliche Lied der Welt. Im Liedtext wird die Stadt auch erstmals als Perle Tirols bezeichnet und der Fluss erhielt seinen Beinamen „der grüne Inn“.

Aber hier soll nicht nur musikalisch von Kufstein die Rede sein. 

Die Geschichte der Stadt und der Festung

Stadt und Festung sind untrennbar miteinander verbunden, wenngleich die Geschichte hier schon viel früher beginnt.
Das Gebiet um Kufstein ist schon seit langer Zeit – man spricht von rund 30.000 Jahren besiedelt. In der Tischofer Höhle im Kaisertal wurden knöcherne Pfeilspitzen eiszeitlicher Jäger gefunden, die auf diese Zeit hinweisen. Kufstein ist damit vermutlich das älteste besiedelte Gebiet in Tirol.

Um 15 vor Christus nahmen die Rätier und Vindeliker von der Gegend Besitz, die schließlich zwischen den Provinzen Rätien und Noricum zugeteilt wurde. Spuren zeugen von einer alten römischen Militärstraße durch das Inntal. 500 Jahre lang herrschten hier die Römer, danach wurde es wiederholt von den Bayern besetzt. Um 788 taucht der Caofstein (Kufstein) erstmals in einem Güterverzeichnis des Bischofs Arn von Salzburg auf. Das Gebiet mit einer eignen Kirche war damals Teil des Gaus Unterinntal und unterstand dem Herzogtum Bayern. 1205 wird erstmals die Festung Kufstein als Besitz des Bischofs von Regensburg und des Herzogs von Bayern erwähnt.

Festung Kufstein im Sommer (Foto © Ferienland Kufstein)
Die Burg wurde bald in regelmäßigen Abständen in Grenz- und Besitzstreitigkeiten zwischen Bayern und Tirol hineingezogen. Bis 1213 konnten die Bayern die alleinige Herrschaft halten, der Ort wurde wegen seiner strategischen Lage gefördert und weiterbefestigt, 1393 erhielt er schließlich das Stadtrecht vom bayrischen Herzog Stefan dem Jüngeren. 1336 steht die Festung erstmals im Mittelpunkt einer kriegerischen Auseinandersetzung. Markgraf Karl von Mähren verfolgt die Bayern, scheitert aber an der Burg Kufstein.
1342 erhält Gräfin Margarete („Maultasch“) von Tirol von ihrem bayrischen Ehemann, dem Herzogsohn Ludwig, den Brandenburger, die Burg als Morgengabe, - er verleiht der Stadt auch die selbständige Gerichtsbarkeit. 1369 musste es aber bereits wieder im Frieden von Schärding an die Bayern zurückgegeben werden.
1415 stattete Ludwig der Gebartete die Burg mit starken Befestigungsanlagen aus.

Auf dem Reichstag zu Köln 1505 sicherte sich der Habsburger Maximilian I. durch einen Schiedsspruch im Landshuter Erbfolgekrieg das Gebiet. Dem war ein heftiger Kampf vorangegangen, bei dem der bayrische Kommandant der Burg, zuerst einen Eid auf Maximilian, dann aber für 30.000 Gulden die Seiten gewechselt hatte. Maximilian ließ bei dem Kampf die Burg mit Riesenkanonen und 100 kg Kugeln beschießen. Stadt und Burg wurden eingenommen, der Kommandant gegen die damaligen üblichen Sitten geköpft. Maximilian aber ließ die entstandenen Schäden beseitigen und die Burg durch seinen Baumeister Martin Zeller zu einer Festung ausbauen. Damit gehörten Stadt, Burg und die umliegenden Gebiete zu Tirol und damit zu Österreich, obwohl in Kufstein bis in das 19. Jahrhundert das oberbayrische Landrecht Ludwig des Bayern galt.
In Erinnerung an den sagenumwobenen Schwager Karls des Großen, Gerold, erhielt die Burg im 16. Jahrhundert den Namen Geroldseck.
1522 errichtet Kaiser Maximilian für 7000 Gulden den großen, runden Kaiserturm, der mit seinen 5 bis 7 Meter starken Mauern und Zwischengewölben auch heute noch die Besucher beeindruckt und zum Wahrzeichen von Kufstein wurde.

Im 16. und 17.Jahrhundert war Kufstein eine wichtige Transit- und Mautstelle, Handel und Gewerbe blühten.
1703 belagerte Kurfürst Max Emanuel von Bayern als Verbündeter Frankreichs die Stadt, die durch einen verheerenden Brand größtenteils zerstört wurde, wobei bis heute unklar ist, ob die Verteidiger der Burg diesen Brand nicht selbst gelegt haben um den Belagerern die Versorgung zu erschweren.
Doch bereits ein Jahr später mussten die Bayern wieder abziehen, Kufstein gehörte wieder zu Österreich. 1740 wurden die letzten Befestigungsanlagen, darunter die Josefsburg und der 150 Meter lange Kasemattenring unter dem Hofbaumeister Johann Gumpp errichtet.

1805 waren wieder die Bayern am Zug: nach dem Dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon wurde ganz Tirol und damit auch Kufstein im Frieden von Pressburg dem Königreich Bayern zugesprochen. 1809 – im Tiroler Volksaufstand – erwies sich die Burg uneinnehmbar. Erst als die Bayern auf die Seite der Alliierten wechselten, kam Tirol und damit auch wieder Kufstein mit dem Abkommen 1814 wieder an Österreich. Die Bayern gewannen das Großherzogtum Würzburg und die Rheinpfalz und Kufstein wurde dauerhaft österreichisch, womit die Festung ihre militärische Bedeutung verlor und bis ins späte 19. Jahrhundert als Staatsgefängnis für politische Häftlinge eingesetzt wurde.

1842 begann mit dem Kinkschen Zementwerk in Endach das industrielle Zeitalter, 1858 kamen mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Kufstein – Innsbruck die ersten Touristen in die Stadt. 1894 wurde die erste Wasserleitung errichtet und 1898 leuchtete die erste elektrische Lampe.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt bombardiert und mit Artillerie unter Beschuss genommen, viele historische Gebäude wurden dadurch zerstört oder zumindest in Mitleidenschaft gezogen.
Kufstein ist die zweitgrößte Stadt – nach Innsbruck – im Bundesland Tirol.

Wer kennt es nicht – das Kufsteinlied, egal ob vom Kufsteiner Dreigesang wie hier in unserem YouTube-Video, von Hansi Hinterseer oder von Heino gesungen – und eine Perle ist diese Stadt am grünen Inn.

Festung Kufstein bei Nacht (Foto © Ferienland Kufstein)
Das Kufsteinlied von Karl Ganzer machte die Festungsstadt auf der ganzen Welt bekannt. Es gilt als eines der meistgesungenen und als das meistverkaufte (100 Millionen Mal) volkstümliche Lied der Welt. Im Liedtext wird die Stadt auch erstmals als Perle Tirols bezeichnet und der Fluss erhielt seinen Beinamen „der grüne Inn“.

Aber hier soll nicht nur musikalisch von Kufstein die Rede sein. 

Die Geschichte der Stadt und der Festung

Stadt und Festung sind untrennbar miteinander verbunden, wenngleich die Geschichte hier schon viel früher beginnt.
Das Gebiet um Kufstein ist schon seit langer Zeit – man spricht von rund 30.000 Jahren besiedelt. In der Tischofer Höhle im Kaisertal wurden knöcherne Pfeilspitzen eiszeitlicher Jäger gefunden, die auf diese Zeit hinweisen. Kufstein ist damit vermutlich das älteste besiedelte Gebiet in Tirol.

Um 15 vor Christus nahmen die Rätier und Vindeliker von der Gegend Besitz, die schließlich zwischen den Provinzen Rätien und Noricum zugeteilt wurde. Spuren zeugen von einer alten römischen Militärstraße durch das Inntal. 500 Jahre lang herrschten hier die Römer, danach wurde es wiederholt von den Bayern besetzt. Um 788 taucht der Caofstein (Kufstein) erstmals in einem Güterverzeichnis des Bischofs Arn von Salzburg auf. Das Gebiet mit einer eignen Kirche war damals Teil des Gaus Unterinntal und unterstand dem Herzogtum Bayern. 1205 wird erstmals die Festung Kufstein als Besitz des Bischofs von Regensburg und des Herzogs von Bayern erwähnt.

Festung Kufstein im Sommer (Foto © Ferienland Kufstein)
Die Burg wurde bald in regelmäßigen Abständen in Grenz- und Besitzstreitigkeiten zwischen Bayern und Tirol hineingezogen. Bis 1213 konnten die Bayern die alleinige Herrschaft halten, der Ort wurde wegen seiner strategischen Lage gefördert und weiterbefestigt, 1393 erhielt er schließlich das Stadtrecht vom bayrischen Herzog Stefan dem Jüngeren. 1336 steht die Festung erstmals im Mittelpunkt einer kriegerischen Auseinandersetzung. Markgraf Karl von Mähren verfolgt die Bayern, scheitert aber an der Burg Kufstein.
1342 erhält Gräfin Margarete („Maultasch“) von Tirol von ihrem bayrischen Ehemann, dem Herzogsohn Ludwig, den Brandenburger, die Burg als Morgengabe, - er verleiht der Stadt auch die selbständige Gerichtsbarkeit. 1369 musste es aber bereits wieder im Frieden von Schärding an die Bayern zurückgegeben werden.
1415 stattete Ludwig der Gebartete die Burg mit starken Befestigungsanlagen aus.

Auf dem Reichstag zu Köln 1505 sicherte sich der Habsburger Maximilian I. durch einen Schiedsspruch im Landshuter Erbfolgekrieg das Gebiet. Dem war ein heftiger Kampf vorangegangen, bei dem der bayrische Kommandant der Burg, zuerst einen Eid auf Maximilian, dann aber für 30.000 Gulden die Seiten gewechselt hatte. Maximilian ließ bei dem Kampf die Burg mit Riesenkanonen und 100 kg Kugeln beschießen. Stadt und Burg wurden eingenommen, der Kommandant gegen die damaligen üblichen Sitten geköpft. Maximilian aber ließ die entstandenen Schäden beseitigen und die Burg durch seinen Baumeister Martin Zeller zu einer Festung ausbauen. Damit gehörten Stadt, Burg und die umliegenden Gebiete zu Tirol und damit zu Österreich, obwohl in Kufstein bis in das 19. Jahrhundert das oberbayrische Landrecht Ludwig des Bayern galt.
In Erinnerung an den sagenumwobenen Schwager Karls des Großen, Gerold, erhielt die Burg im 16. Jahrhundert den Namen Geroldseck.
1522 errichtet Kaiser Maximilian für 7000 Gulden den großen, runden Kaiserturm, der mit seinen 5 bis 7 Meter starken Mauern und Zwischengewölben auch heute noch die Besucher beeindruckt und zum Wahrzeichen von Kufstein wurde.

Im 16. und 17.Jahrhundert war Kufstein eine wichtige Transit- und Mautstelle, Handel und Gewerbe blühten.
1703 belagerte Kurfürst Max Emanuel von Bayern als Verbündeter Frankreichs die Stadt, die durch einen verheerenden Brand größtenteils zerstört wurde, wobei bis heute unklar ist, ob die Verteidiger der Burg diesen Brand nicht selbst gelegt haben um den Belagerern die Versorgung zu erschweren.
Doch bereits ein Jahr später mussten die Bayern wieder abziehen, Kufstein gehörte wieder zu Österreich. 1740 wurden die letzten Befestigungsanlagen, darunter die Josefsburg und der 150 Meter lange Kasemattenring unter dem Hofbaumeister Johann Gumpp errichtet.

1805 waren wieder die Bayern am Zug: nach dem Dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon wurde ganz Tirol und damit auch Kufstein im Frieden von Pressburg dem Königreich Bayern zugesprochen. 1809 – im Tiroler Volksaufstand – erwies sich die Burg uneinnehmbar. Erst als die Bayern auf die Seite der Alliierten wechselten, kam Tirol und damit auch wieder Kufstein mit dem Abkommen 1814 wieder an Österreich. Die Bayern gewannen das Großherzogtum Würzburg und die Rheinpfalz und Kufstein wurde dauerhaft österreichisch, womit die Festung ihre militärische Bedeutung verlor und bis ins späte 19. Jahrhundert als Staatsgefängnis für politische Häftlinge eingesetzt wurde.

1842 begann mit dem Kinkschen Zementwerk in Endach das industrielle Zeitalter, 1858 kamen mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Kufstein – Innsbruck die ersten Touristen in die Stadt. 1894 wurde die erste Wasserleitung errichtet und 1898 leuchtete die erste elektrische Lampe.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt bombardiert und mit Artillerie unter Beschuss genommen, viele historische Gebäude wurden dadurch zerstört oder zumindest in Mitleidenschaft gezogen.
Kufstein ist die zweitgrößte Stadt – nach Innsbruck – im Bundesland Tirol.

Festung Kufstein

Die Festung Kufstein

Heute ist die Festung Kufstein nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sondern auch eine einzigartige Kulisse für verschiedene Veranstaltungen. Aufwendig saniert bietet es großen und kleinen Gästen einen unterhaltsamen Einblick in die Vergangenheit. Schauen Sie doch einmal beim Ritter-Fest zu Pfingsten vorbei oder besuchen Sie den Operetten-Sommer im August.

1998 wurde das Festungs- und Heimatmuseum neu überarbeitet und gestaltet. Modernste Ausstellungstechnik mit kräftigen Farben und raffinierten Effekten machen nun einen Museumsbesuch für alle spannend.

Heimatmuseum in der Festung Kufstein (Foto: Top City Kufstein, Ferienland Kufstein)
So kann man im ehemaligen Staatsgefängnis im Kaiserturm im dort untergebrachten Heimatmuseum eine interaktive Zeitreise antreten und viel Wissenswertes über die Tiroler Geschichte und natürlich auch den Kaiser Maximilian erfahren. Auf der Besichtigungstour lernt man auch unter anderem den zirka 60 Meter „Tiefen Brunnen“, einen unterirdischen Felsengang, den Nutzpflanzen- und Kräutergarten und die „Elisabeth Batterie“ kennen.

Ritterfest auf der Festung Kufstein (Foto © Peter Seger, Ferienland Kufstein)
Eine der umfangreichsten Sammlungen an Exponaten der Tiroler Kaiserjäger und der Tiroler Schützen ist ebenso im Bürgerturm untergebracht wie die Freiorgel, ein weiteres Highlight der Festung Kufstein.

Die Heldenorgel

Täglich um 12:00 Uhr bzw. nach dem Mittagsgeläute der Stadtpfarrkirche St. Vitus gibt es, meistens nach einer kurzen Einführung durch den Organisten, ein 10 – 15 Minuten langes Konzert. In den Sommermonaten Juli und August ist das Konzert der Heldenorgel auch um 18:00 Uhr zu hören.
Die sogenannte Heldenorgel ist mit 4.948 Pfeifen die größte Freiorgel der Welt und ihre Klänge sind - je nach Windrichtung und –stärke ungewöhnlich weit über die Stadt Kufstein hinaus vor allem in Richtung Nord-Ost zu hören. Oft ist das „volle Werk“ bis zu 10 Kilometer in das benachbarte Bayern aber auch bis zu den Gipfeln des „Wilden Kaisers“ hörbar. Der akustisch günstigste Platz ist allerdings der Zuhörerraum im Festungsneuhof.
Die Pfeifen der Orgel sind seit 1931 im Bürgerturm untergebracht. Ursprünglich zweimanualig mit 26 Registern und 1.813 Pfeifen wurde sie 1971 saniert und auf vier Manuale mit 46 klingenden Registern auf 4.307 erweitert. 2009 wurde die Orgel nochmals einer Generalsanierung und einer technischen Modernisierung unterzogen und zählt nun 65 Register und 4.948 Pfeifen. Eine weitere Besonderheit ist das eingebaute Glockenspiel mit 18 Röhrenglocken. Der Spieltisch der Orgel befindet sich im Festungsneuhof.

Die Stimmung der Pfeifen wird erheblich durch die großen klimatischen Gegensätze in Bezug auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Die Übertragung vom Spieltisch zum Pfeifenwerk funktioniert auf elektrischem Weg: Spieltisch und Klangkörper sind durch ein ca. 100 Meter langes Glasfaserkabel verbunden. Der Orgelton ist jedoch ohne jede elektronische Verstärkung zu hören.

Ursprünglich wurde die Freiorgel zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges errichtet, nun ist das Spiel den Opfern aller Kriege gewidmet. So erklingt am Ende jedes Konzertes das Lied vom „Guten Kameraden“, um ihrer Funktion als klingender und lebendiger Gedenkstätte gerecht zu werden.
Während dieser Konzerte ist die Panoramabahn Kaiser Maximilian nicht in Betrieb.

In der Festungswirtschaft kann man – nach den Führungen – seinen Hunger und Durst bei regionalen und internationalen Schmankerln stillen.

Wenn Sie durch die Altstadt spazieren, werden Sie aber noch einer Reihe anderer Sehenswürdigkeiten gewahr werden, die wir hier ganz kurz vorstellen möchten.

Stadtrundgang 1

Römerhofgasse und Auracher Löchl

Sie gehört zu dem ältesten und schönsten Teil der Stadt und beherbergt eine der berühmtesten Gaststätten von Kufstein, das Auracher Löchl. Namensgeber war die alte Kufsteiner Bürgerfamilie namens Auracher, die seit dem 13. Jahrhundert hier lebte und eine Bierbrauerei betrieb. Bereit 1410 wurde der Grundstein gelegt und ein Stollen (das Löchl) zur Lagerung von Eis tief in den Berg getrieben. 1448 wurde die Bierschenke eröffnet, die den Namen „Auracher Löchl“ trug.
Während des großen Brandes 1809 wurde fast ganz Kufstein vernichtet, aber das Auracher Löchl wie durch ein Wunder verschont.

Römerhofgasse (Foto © Ferienland Kufstein)
Seit 1992 kaufte es der Zillertaler Raimund Hirschhuber und sein Sohn führt es seit 2003 weiter. So haben nun seit 600 Jahren die originalen Tiroler Stuben in dem außergewöhnlichen Haus geöffnet und verwöhnen ihre Gäste mit Speis und Trank. Im angeschlossenen Hotel können Sie sich von anstrengenden Ausflügen in die Umgebung erholen und ihr Haupt zur Ruhe betten.

Denkmal von Karl Ganzer

Vergessen Sie aber nicht auch das Denkmal von Karl Ganzer zu besuchen. Der Komponist des weltbekannten Kufstein-Liedes war Hausmusikant im Auracher Löchl. Sein Denkmal, eine Glas-/Edelstahlkombination, das Porträt in Mischtechnik, Zeichnung und Fotos in Laserdrucktechnik überlagert, in der Römerhofgasse wurde 1995 vom akad. Bildhauer Helmut Nidnl aus Kramsach geschaffen.

Andreas Hofer Denkmal

Andreas Hofer ist eine der wichtigsten historischen Persönlichkeiten in Tirol. Seit 1926 wacht er als 3.5 Meter hohe Statue auf dem Kalvarienberg über die Stadt. Genießen Sie mit ihm die schöne Sicht auf die Stadt und die Festung Kufstein.

Josef Madersperger, Der Erfinder der Nähmaschine stammt aus Kufstein

Wussten Sie, dass der Erfinder der Nähmaschine aus Kufstein stammte? Josef Madersperger hatte ein typisches österreichisches Erfinderschicksal. Niemand interessierte sich zu seinen Lebzeiten für seine Erfindung und so starb er 1850 im bürgerlichen Versorgungshaus St. Marx in Wien. In Kufstein erinnert jedoch auf dem Kienbichl in einer herrlichen Kastanienallee ein Denkmal an den Kufsteiner Schneidermeister und auch das Nähmaschinenmuseum Madersperger, dessen Besuch sich lohnt.

Im Museum in seinem Geburtshaus in der Klinkstraße wartet eine audiovisuelle Show über das Leben und Werken des Erfinders auf die Besucher. Nur er selbst wusste um die Nützlichkeit seiner Maschine, niemand kaufte sie ihm ab und so schenkte er die erste funktionstüchtige Nähmaschine dem Polytechnischen Institut in Wien.
Das Museum ist von Montag bis Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, am Sonntag ist geschlossen. Als Eintritt wird eine freiwillige Spende erwartet.

Klink Denkmal

Am Oberen Stadtplatz erinnert ein Denkmal an Franz Klink, den k.k. Straßenmeister und Gründer des Zementwerkes „Kufsteiner Cement“ und an seinen Sohn Anton, der das Werk seines Vaters fortführte.

Friedrich List Denkmal

Daniel Friedrich List war einer der bedeutendsten deutschen Wirtschaftstheoretiker des 19. Jahrhunderts. Der Ökonom, der auch Diplomat, Unternehmer und Eisenbahnpionier war, spielte eine wichtige Rolle als Initiator des Staatslexikons, das er mit den beiden Professoren Rotteck und Welcker herausgegeben hat. Er gilt als erster deutscher Vertreter der modernen Volkswirtschaftslehre, einem Vorläufer der Historischen Schule der Nationalökonomie. Sein Denkmal in Kufstein, der Stadt in der er 1846 gestorben ist, gilt als eines der imposantesten der Stadt: List sitzt lebensgroß in einem Halbrund von sechs Marmorsäulen auf einer freien Wiesenfläche und schaut sinnend in die Welt. Das Denkmal am Waldrand in der Nähe des Kaiserlifts soll das vermitteln wofür List kämpfte; ein europäisches Eisenbahnnetz, eine Zollunion und den Abbau der Handelshindernisse, statt dessen bemühte er sich um Weitblick und Zusammenarbeit.

Stadtrundgang 2

Die St. Vitus Kirche

Die Kirche am nordöstlichen Abhang des Festungsberges wurde 1390 bis 1420 als Nachbau einer bereits bestehenden Kirche als eine dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem Chorabschluss erbaut. Vermutlich war die Stadterhebung 1393 der Anlass gewesen, das bestehende Gotteshaus zu erneuern. Erst knapp 100 Jahre später wurde das Landhaus errichtet.

In den Jahren 1660 bis 61 wurde sie barockisiert und diese Änderungen sind heute noch am der Fassade, am Turmabschluss, dem Zwiebelhelm in der Außengestaltung und in der Farbgebung sichtbar. 1840 wurde die Kirche um ein Joch vergrößert und das barocke gegen ein klassizistisches Mobilar ausgetauscht. 1929 versah der Maler Rudolf Stolz aus Bozen Teile des Mittelschiffs und das Gewölbe der Empore mit Wandmalereien a secco. 1959, 1991 und 2009 wurde die Kirche umfangreich restauriert. Bei der letzten Renovierung wurde unter anderem der Altarraum neu gestaltet und das restaurierte Altarbild wieder an seinem angestammten Platz am Hochaltar positioniert. Der klassizistische Hochaltar des Tiroler Bildhauers Josef Stumpf ist wirklich sehenswert. Er besteht aus zwei auf Postamenten stehenden Säulen mit ionischen Kapitellen, die einen Dreiecksgiebel tragen. Darunter sieht man einen ornamentalen Zierfries mit floralen Motiven und Engelsköpfen. Im Zentrum des Giebels ist ein Dreieck mit einem Auge in der Mitte als Gottessymbol, umgeben von einem Strahlenkranz, angebracht. Rechts vom Altar befindet sich eine Statue des Hl. Petrus, links der Hl. Paulus. Petrus hält die Schlüssel in der Hand, Paulus ein Schwert und das Evangelium. Das Altargemälde zeigt den Hl. Vitus, den Namensgeber der Kirche, als Märtyrer vor Maria und Christus und stammt vom Tiroler Künstler Josef Arnold dem Älteren. Von ihm sind auch die Darstellung der Madonna mit der Hl. Barbara und der Hl. Katharina von Alexandrien am linken Seitenaltar und ein Gemälde des Heiligen Sebastian am rechten Seitenaltar. Alle Gemälde sind um 1840 entstanden.

Bemerkenswert auch noch die zwei mittelalterlichen Grabplatten mit Reliefdarstellungen der Verstorbenen und ihrer Wappen.

Stadtpfarre St.Vitus
6330 Kufstein, Pfarrplatz 2
Tel: +43 5372 62786
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Rathaus

Bei Ihrem Spaziergang durch die Stadt sollten Sie auch auf jeden Fall einen Blick auf das wunderschöne Rathaus von Kufstein richten. Meistens wunderschön beflaggt, steht es am Unteren Stadtplatz. Seine, für die Tiroler Baukunst untypischen Treppengiebel und die Fassade mit ihren Figuren und der Wappengalerie ist sehenswert.

Die Wasserbastei

Am nördlichen Rand der Altstadt kann man noch einen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer sehen: die am Inn gelegene Wasserbastei. Die Eckbastion auf Tuffsteinquadern weist eine massive, im unteren Bereich geböschte Mauer auf. Ihre Kasemattendächer sind begehbar und haben breite, abgetreppte Geschoßscharten. Die Wasserbastei wurde ab 1561 in der letzten Ausbauphase der Bastion errichtet und war auf der Nordseite durch den Stadtgraben vom städtischen Vorfeld getrennt. 1862 wurden die Bastionen geschleift, die Innenräume mit Erde verfüllt und die Geschoßöffnungen vermauert. 1974 wurde die Innpromenade zwischen der Bastion und dem Fluss angelegt. 2002 wurde die Anlage gesichert und renoviert.

Historischer Rundwanderweg

Weitere Sehenswürdigkeiten lernen sie beim historischen Rundwanderweg kennen, der seinen Ausgangspunkt am Unteren Stadtplatz hat und Sie um den Festungsberg herumführt. An 23 Stationen können Sie hier bei einer Gehzeit von ungefähr einer Stunde viel Spannendes und Interessantes aus der Geschichte von Kufstein erfahren.

Riedel Glas

Riedel Glas Kufstein

Wer Genuss und guten Wein liebt, sollte bei seinem Besuch in Kufstein unbedingt in der Glashütte Riedel vorbeischauen. Nicht nur, dass man dort einiges über die Glaserzeugung erfahren kann, auch über die Kombination welche Form des Glases am besten zu welchen Wein gehört, wird man hier aufgeklärt.
Die Glaserzeugung ist bereits ein sehr altes Handwerk, bereits seit 4000 Jahren wird Glas aus Quarz, Kalk und Alkalien hergestellt, die bei einer Temperatur von 1000°C flüssig und so formbar werden. Vor 2000 Jahren wurde im alten Rom die Glasmacherpfeife erfunden und damit war es möglich das Glas in Formen zu blasen.

Nach diesem Prinzip wird in der Manufaktur in Kufstein heute noch gearbeitet. Riedel Gläser sind mundgeblasen und von Hand hergestellt. In einem Riedel aber innovativ: Claus J. Riedel war der erste, der die Formgebung dem Charakter des Weines untergeordnet hat, um so die Qualität, den Geschmack des Getränks noch stärker zu unterstützen und erlebbar zu machen.

Mit der Multimediaschau „SINNfonie“ kann man eine Reise durch die Welt des Glases und der Sinne unternehmen und dann im 300 Quadratmeter großen Shop des Glasunternehmens die richtigen Gläser für seinen Lieblingswein erstehen.

Die Glashütte und der Shop sind Sonn- und Feiertage geschlossen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.riedel.com

Tiroler Glasshütte Kufstein
6330 Kufstein, Weissachstraße 28-34
Tel: +43 5372 64896
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.riedel.com

Natur pur

Natur pur rund um Kufstein

Rund um Kufstein wartet Natur pur auf Sie. Egal ob im Winter zum Skifahren, Schneeschuhwandern oder Langlaufen oder im Sommer zum Wandern, Radfahren oder Schwimmen und Laufen – hier finden Sie Ihre Freizeitbeschäftigung in der freien Natur.

Der Hechtsee

Der Hechtsee mit seiner traumhaft schönen Bergkulisse gilt als der Lieblingsbadesee der Kufsteiner und dem einheimischen Geschmack sollte man vertrauen. Genießen Sie das Panorama auf der Sonnenterrasse des Seerestaurants oder gehen Sie einer der vielen Freizeitangebote nach. Im Strandbad Hechtsee kann man nicht nur Schwimmen, sondern auch Angeln und Bootfahren, Tischtennis und Wasservolleyball spielen oder sich mit dem Nachwuchs am Spielplatz vergnügen.

Der Hechtsee (Foto  © Ferienland Kufstein)

Hechtsee
6330 Kufsteinm, Hechtsee 8a
Tel: +43 5372 64516
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hechtsee.at

Der Thiersee in Vorderthiersee

Wasserratten kommen hier besonders auf ihre Rechnung. Am Strandbad kann man hier Tret-, Ruder- oder Delphinboote leihen, Wagemutige nutzen den Sprungturm oder das Aqua Jump und für Surfer gilt der Thiersee als wahres Eldorado. Wer nicht ganz so sportlich ist, sucht sich eine Liegewiese oder Bucht rund um den See aus und wer gerne Volleyball spielt, kann sich am Beach Volleyball Platz neben dem Strandbad ein Match liefern. Die kleinen Gäste können sich dann gleich auf dem großen Spielplatz nebenan vergnügen.

Der Thiersee (Foto © Ferienland Kufstein)

Weitere Informationen gibt es im Gemeindeamt Thiersee
6335 Thiersee, Vorderthiersee 44
Tel: +43 5376 5231
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.thiersee.at und www.kufstein.com/de/badeseen

Ein Land für Radler

Kufstein und seine Umgebung, an der bayrisch-österreichischen Grenze, wo sich das Inntal weitet, bietet auch den Radfahrern jede Menge Möglichkeiten, egal ob Rennradler, Elektro-Biker, Mountain-Biker oder radelnde Familie, alle kommen hier auf ihre Rechnung.

Radrennfahrer (Foto © Ferienland Kufstein)
Rennradfahren finden hier in beide Richtungen ihre Wunschstrecken: die zäh ansteigenden Passstraßen auf das Kitzbüheler Horn und auf den Großglockner sind tolle Herausforderungen für jeden Radfahrer, ebenso wie die langen Passagen im sanft kupierten Hügelland. Kufstein liegt direkt am 520 Kilometer langen Innradweg, der das Schweizerische Maloja mit dem bayrischen Passau verbindet. Aber es muss ja auch nicht sooo lange sein: bereits innerhalb der acht Feriendörfer um die Festungsstadt Kufstein erwarten die Radler schon 20 Rennradrouten: darunter eine Hochtaltour in die Wildschönau, eine Kaiserrunde um den Wilden Kaiser, eine Bayerntour um den Wendelstein und eine große Chiemgau-Runde. Alle Routen sind mit Höhenangaben und Distanzen auf www.kufstein.com aufgeführt und lassen sich so optimal planen. Die Rad- und Bikekarte kann hier als pdf runtergeladen werden. 

Urlauber, die nicht mit ihrem Rennrad anreisen wollen, leihen es sich einfach direkt vor Ort aus und lassen es sich zum Hotel bringen. Inzwischen gibt es auch schon über zehn geprüfte Radunterkünfte.

Aber auch weniger ambitionierte Radler sind hier richtig: immerhin warten hunderte Kilometer Radwege aufs Befahren werden. Und wer sich nicht so sicher ist, wie lange seine Kondition reicht, sollte für seinen Radausflug vielleicht ein E-Bike ausprobieren. E-Bikes-Ausleihstellen und Akku-Wechselstationen gibt es quer durch das Ferienland.

Das Ferienland Kufstein erwandern

An die 1.000 Kilometer Wanderwege findet hier der Gast in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden: von entspannten Familienwanderungen bis hin zu Gipfel- und Klettertouren wird alles geboten. Entscheiden Sie selbst, ob Sie lieber den Wilden Kaiser mit seinen bizarren Kalkformationen besteigen möchten oder das romantische Kaisertal zwischen Zahmen und Wilden Kaiser mit seinen Polsterrasen, Latschen oder Alpenrosen vorziehen. Wer sich lieber auf einen der Themenwege begibt, kann z.B. zwischen den Knappenweg im nahen, aber schon bayrischen Bad Häring, dem Traumfabrik-Weg auf den Spuren der Thierseer Filmgeschichte oder auf einem der 17 Sagenwanderwege wählen.

Wanderer bei der Einkehr (Foto © Ferienland Kufstein)
Gäste, die etwas schneller unterwegs sind, erfreuen sich an der größten Auswahl an Lauf- und Nordic-Walking-Strecken in ganz Tirol (immerhin 335 km).

Außerdem werden auch noch Wildkräuterwanderungen angeboten und wer nicht mehr so gut per Pedes ist, nimmt den angebotenen Shuttle auf die Alm und freut ich dort über Honig- und Käsespezialitäten, Schmankerl und ein Schnapserl und vieles mehr. Alle Informationen dazu finden Sie aktuell immer hier: www.kufstein.com/de/sehenswertes-ausfluege

Kultur und mehr

Kultur in Kufstein und Umgebung

Kultur wird hier im Ferienland ebenfalls groß geschrieben: damit können Sie hier optimal Natur- und Kunstgenuss miteinander verbinden.

Kultura Maestro Kuhn (Foto © Tom Benz, Ferienland Kufstein)
Freuen Sie sich auf die Tiroler Beethoven-Tage, die Tiroler Festspiele in Erl, die Passionsspiele in Thiersee oder Erl und auf den OperettenSommer Kufstein.
Es ist für jeden Geschmack sicher etwas dabei.

Weitere Informationen für Ihre Sommer- und Winteraktivitäten finden Sie unter www.kufstein.com

 

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