Hévíz Sehenswürdigkeiten

Kur und Kultur auf hohem Niveau

Die kleine Stadt in der Nähe des Balatons ist vor allem durch eines berühmt: durch ihren Thermalsee. Umgeben von einem wunderschönen Schutzwald, bietet er Erholung und Heilung – besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Aber auch die Stadt und ihre Umgebung haben einiges für Kultur- und Naturfans zu bieten.

Geschichte

Durch die günstige Lage und das angenehme Klima war die Umgebung des Sees schon seit frühester Zeit besiedelt, Spuren finden sich bereits aus der Neu-Steinzeit und sind wahrscheinlich dem Kulturkreis der Schnurkeramiker zurückzuführen. Der Hévízer Hügel und der Dobogó-Hügel waren sowohl in der Bronzezeit als auch in der Eisenzeit bevölkert, aus dieser Zeit stammt ein Topf mit der Aufschrift „Da bibere“ (Gib mir zu trinken) in lateinischer Schrift, wahrscheinlich von einem keltischen Töpfermeister geschaffen.

Weiße Lotusblüte, Foto © Tourismus Hévíz

Auch aus der Römerzeit sind Funde vorhanden: so wurden die Grundmauern einer römischen Villa östlich der Kirche von Egregy freigelegt, im See wurden römische Münzen gefunden und einen, dem Gott Jupiter geweihten Altarstein, kann man heute noch im Winterbad betrachten kann. Hunnen, Goten, Langobarden, Awaren siedelten in diesem Gebiet bis sich die landnehmenden Magyaren hier niederließen. Um den See herum entstanden bereits früh die sogenannten „Gerber-Dörfer“ – Páh-Dörfer – die schon 1259 in Urkunden Erwähnung finden. Die Bewohner nutzen das warme Seewasser für ihre Tätigkeit: für das Strecken und das Dehnen des Leders durch Klopfen und Schlagen war das warme Wasser eine gute Voraussetzung.

Der See mit Bad im Winter
1328 wird Hévíz erstmals urkundlich erwähnt: „ein Ort, den man gewöhnlich ‚Hévís‘ nennt“. Egregy, der nördlichste Teil von Hévíz, war eine selbständige, nicht zu den Páh-Dörfern gehörende Siedlung. Die steinerne Kirche zu Ehren von Katharina von Alexandrien erscheint 1341 erstmals in einer Urkunde auf.

Während der Türkenkriege wird die Gegend stark in Mitleidenschaft gezogen. 1560 machen die Türken das Gebiet dem Erdboden gleich, es gibt aus dieser Zeit kaum Aufzeichnungen aus Hévíz, auch Egregy wurde niedergebrannt.

Hévíz, Foto © Tourismus Hévíz

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert stieg der Wasserspiegel des Balatons erheblich an und staute das Wasser der Bäche ins Hévízer Tal zurück. Durch die dadurch entstandene Versumpfung des Geländes wurde der Zugang zum Hévízer See erschwert. Anfang des 17. Jahrhunderts wurden bereits erste Schritte zur Wasserregulierung des Hévízer Baches unternommen, die heute noch als „ableitender Kanal“ bestehen. Das Wasser des Kanals betrieb bis ins 19.Jahrhundert vier Wassermühlen.

Hévíz
Zwischen 1730 und 1742 findet man Beschreibungen dass das warme Wasser bekannt war und möglicherweise auch damals schon zur Heilung von Kranken und Verletzten genutzt wurde. Die erste Studie über den See erschien 1769 von Ferenc Szláby, einem Doktor und Physiker des Komitats Zalas.

Die Bedeutung des Sees und die Entwicklung des Heil-„Tourismus“ sind jedoch eng mit der Familie Festetics verbunden. Graf György I. Festetics, der von 1755 bis 1819 lebte begann Hévíz zu einem Heilbad auszubauen. 1795 wurde neben dem See, am Beginn des Kanals in der Nähe der heutigen Brücke ein Bretterhaus zum Umkleiden errichtet, das die Einwohner der Umgebung kostenlos nutzen durften. Hier waren auch Barbier-Chirurgen tätig, die Aderlässe und Schröpfbehandlungen – damals die üblichen Behandlungsmethoden – durchführten.

Hévíz in alten Ansichten, Foto © Tourismus Hévíz

Die Heilwirkung des Sees sprach sich herum und der Graf förderte die Propaganda durch die Herausgabe einer Broschüre. Bald wurden die Kranken mit Pferdewagen, Kutschen und Fuhrwerken nach Hévíz transportiert. Ein Kegelplatz und ein Tanzhaus sorgten für Unterhaltung, Garküchen, Keller, Ställe und Wagenschuppen wurden gebaut. Der „Kurort“ war damals allerdings ein Sumpfboden mit schlammigen Wiesen – hier hausten zehntausende Wasservögel und der See war durch das Dickicht kaum zu sehen. Dennoch hält die Begeisterung an und die Seerose wird damals bereits zum Symbol des Sees, deren Schönheit in vielen Berichten geschildert wird.

Der Tod des Grafen 1819 beendet jedoch die gute Entwicklung, der Badeort beginnt zu verfallen und erst 1857 werden die Aktivitäten wieder aufgenommen. Die Festetics-Familie tauscht mit dem Bistum Veszpém Besitzungen am See und erhält so die westlichen Hänge, die für den weiteren Ausbau besser geeignet sind – die nächste Periode der Entwicklung beginnt.

Hévíz
1858 werden am öden Hévízer Hügel Bäume gepflanzt und ein Park angelegt, ein Gasthof wird errichtet um den Badegästen eine Unterkunft zur Verfügung stellen zu können und ein kostenfreies Badehaus für 10 bis 12 Kranke wird zwischen den Bäumen des westlichen Ufers erbaut. Zahlreiche Badekammern und Umkleidekabinen entstehen, es wird laufend erweitert. 1860 wird eine Brücke zu den Badegebäuden errichtet, ein zweites Badehaus wird gebaut und ein weiteres Hotel eröffnet. 1866 können bereits mehr als 9000 Badekarten im Sommer verkauft werden. Der Bau der Häuser auf der westlichen Seite wird fortgesetzt – bis 1870 entstehen eine Reihe von steinernen Häusern im romantischem Stil, ebenerdige Gebäude mit sechs bis acht Zimmern und ein erstes Stockwerkhaus.

Ab 1880 vermietet die Familie Festetics das Bad, doch durch kurze Mietzeiten werden kaum neue Investitionen getätigt, obwohl die Gästeschar nach wie vor wächst.

1898 beginnt Prof. Sándor Lovassy von der Kesthelyer Akademie Experimente um indische und afrikanische Seerosen heimisch zu machen. Das Wasser des Hévízer Sees eignet sich dafür hervorragend und so kann man auch heute noch die verschiedensten Seerosenarten am See erkennen – eine Einzigartigkeit in ganz Europa.

Die Seerosen, Foto © Tourismus Hévíz

1905 übernahm der Brauereibesitzer Vencel Reischl aus Kesthely die Pacht für das Bad auf 35 Jahre und begann sofort mit dem Ausbau des Bades und der Werbung um die Gäste. Gebäude wurden aufgestockt und weitere errichtet, ein Basar und Gaststätten wurden geschaffen, der Kursalon mit überdachter Terrasse und Cafe wurde eingeweiht. Das alte Badehaus auf dem See wurde renoviert, ein neues mit einer Kuppel versehenes Badehaus wurde gebaut. 1907 entstand ein neues, doppeltes Badegebäude als Bad zweiter Klasse, an der südlichen Seite eine neue Brücke und der charakteristische Badeeingang mit den zwei Türmen. Auch in der Umgebung wurde gebaut, erneuert und renoviert: 1907 entstand das „Hévíz-Sanatorium“ und das Kurhotel.

Hévíz

Wieder einmal unterbrach Krieg die positive Entwicklung einer Stadt. Obwohl nicht in Kriegsauseinandersetzungen verwickelt, stoppte die schwungvolle Entwicklung, nahm aber nach dem Ende des Krieges wieder an Dynamik zu. 1926 wurde das Strandbad ausgebaut und auch auf der nördlichen und östlichen Seite weitere Bauten verwirklicht. Große Erholungsheime für Post, Gendarmerie, Militär und Finanz entstanden. In den 1930ern gab es schon 7 Hotels, 11 Restaurants und 700 Gästezimmer. Auch für das kulturelle und gesellschaftliche Leben erhöhten sich die Angebote. Vilmos Schulhof gründete das Sanatorium und etablierte das Zander-Institut für körperlich behinderte Kranke mit elektrotherapeutischen und röntgendiagnostischen Behandlungen.

1940 lief die Pacht von Vencel Reischl ab und die Familie Festetics übernahm wieder den Badeort in ihre Verwaltung. In den letzten Kriegsjahren wurden die Hotels in Hévíz zuerst als deutsche dann als russische Kriegsspitäler genutzt. Die Familie Festetics floh nach Österreich – das neugebildete Nationalkomitee erklärte die Besitztümer als Gemeindebesitz, der Badeort mit seinen Badeeinrichtungen wurde verstaatlicht. Im Juni 1949 übernahm die Gewerkschaft die Hotels und Pensionen für „Ferienbetreuungszwecke“, der Kreis der Gäste änderte sich grundlegend.

Hévíz
Die Beliebtheit von Hévíz und seine Bekanntheit nahmen mehr und mehr zu. Immer mehr Private stellten Zimmer zur Vermietung zur Verfügung, da die Bettenanzahl in den Hotels nicht mehr ausreichte. Das Leben der Bewohner richtete sich immer stärker auf den Kur- und Badebetrieb ein, der Ort wuchs schnell und 1946 wurde er mit dem Dorf Egregy zusammengelegt. 1975 wurde das 16stöckige Hotel Panorama gebaut, 1976 das erste Kurhotel des Landes, das 4-Sterne Thermal Hotel Hévíz eingeweiht, weitere hochwertige Unterkünfte entstanden.

In den 1970ern wurde es notwendig die Holzgebäude des Seebades zu restaurieren, der komplette Umbau wurde 1985 abgeschlossen: nun standen moderne, winterfeste, mit Heilabteilungen auf höchstem Niveau ausgestattete Badegebäude zur Verfügung.

Das Seebad bei Nacht, Foto © Tourismus Hévíz

Doch am 3. März 1986 brannte das Zentralgebäude des neugebauten Seebades ab, Provisorien mussten eingerichtet werden und im September 1989 wurde der über dem See stehende neue Gebäudekomplex mit den neu geformten Badeflügel eröffnet.

Die politischen Umwälzungen 1989-1990 brachten auch für Hévíz organisatorische und wirtschaftliche Neuerungen. Heute kann sich Hévíz über die Nummer Eins-Stellung in der Kurorte-Liste und über weitere zunehmende internationale Bedeutung freuen. Der einzigartige Thermalsee, der bereits 1993 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, bemüht sich nun in die Aufnahme der Liste des Welterbes der UNESCO.

Kur und Kultur auf hohem Niveau

Die kleine Stadt in der Nähe des Balatons ist vor allem durch eines berühmt: durch ihren Thermalsee. Umgeben von einem wunderschönen Schutzwald, bietet er Erholung und Heilung – besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Aber auch die Stadt und ihre Umgebung haben einiges für Kultur- und Naturfans zu bieten.

Geschichte

Durch die günstige Lage und das angenehme Klima war die Umgebung des Sees schon seit frühester Zeit besiedelt, Spuren finden sich bereits aus der Neu-Steinzeit und sind wahrscheinlich dem Kulturkreis der Schnurkeramiker zurückzuführen. Der Hévízer Hügel und der Dobogó-Hügel waren sowohl in der Bronzezeit als auch in der Eisenzeit bevölkert, aus dieser Zeit stammt ein Topf mit der Aufschrift „Da bibere“ (Gib mir zu trinken) in lateinischer Schrift, wahrscheinlich von einem keltischen Töpfermeister geschaffen.

Weiße Lotusblüte, Foto © Tourismus Hévíz

Auch aus der Römerzeit sind Funde vorhanden: so wurden die Grundmauern einer römischen Villa östlich der Kirche von Egregy freigelegt, im See wurden römische Münzen gefunden und einen, dem Gott Jupiter geweihten Altarstein, kann man heute noch im Winterbad betrachten kann. Hunnen, Goten, Langobarden, Awaren siedelten in diesem Gebiet bis sich die landnehmenden Magyaren hier niederließen. Um den See herum entstanden bereits früh die sogenannten „Gerber-Dörfer“ – Páh-Dörfer – die schon 1259 in Urkunden Erwähnung finden. Die Bewohner nutzen das warme Seewasser für ihre Tätigkeit: für das Strecken und das Dehnen des Leders durch Klopfen und Schlagen war das warme Wasser eine gute Voraussetzung.

Der See mit Bad im Winter
1328 wird Hévíz erstmals urkundlich erwähnt: „ein Ort, den man gewöhnlich ‚Hévís‘ nennt“. Egregy, der nördlichste Teil von Hévíz, war eine selbständige, nicht zu den Páh-Dörfern gehörende Siedlung. Die steinerne Kirche zu Ehren von Katharina von Alexandrien erscheint 1341 erstmals in einer Urkunde auf.

Während der Türkenkriege wird die Gegend stark in Mitleidenschaft gezogen. 1560 machen die Türken das Gebiet dem Erdboden gleich, es gibt aus dieser Zeit kaum Aufzeichnungen aus Hévíz, auch Egregy wurde niedergebrannt.

Hévíz, Foto © Tourismus Hévíz

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert stieg der Wasserspiegel des Balatons erheblich an und staute das Wasser der Bäche ins Hévízer Tal zurück. Durch die dadurch entstandene Versumpfung des Geländes wurde der Zugang zum Hévízer See erschwert. Anfang des 17. Jahrhunderts wurden bereits erste Schritte zur Wasserregulierung des Hévízer Baches unternommen, die heute noch als „ableitender Kanal“ bestehen. Das Wasser des Kanals betrieb bis ins 19.Jahrhundert vier Wassermühlen.

Hévíz
Zwischen 1730 und 1742 findet man Beschreibungen dass das warme Wasser bekannt war und möglicherweise auch damals schon zur Heilung von Kranken und Verletzten genutzt wurde. Die erste Studie über den See erschien 1769 von Ferenc Szláby, einem Doktor und Physiker des Komitats Zalas.

Die Bedeutung des Sees und die Entwicklung des Heil-„Tourismus“ sind jedoch eng mit der Familie Festetics verbunden. Graf György I. Festetics, der von 1755 bis 1819 lebte begann Hévíz zu einem Heilbad auszubauen. 1795 wurde neben dem See, am Beginn des Kanals in der Nähe der heutigen Brücke ein Bretterhaus zum Umkleiden errichtet, das die Einwohner der Umgebung kostenlos nutzen durften. Hier waren auch Barbier-Chirurgen tätig, die Aderlässe und Schröpfbehandlungen – damals die üblichen Behandlungsmethoden – durchführten.

Hévíz in alten Ansichten, Foto © Tourismus Hévíz

Die Heilwirkung des Sees sprach sich herum und der Graf förderte die Propaganda durch die Herausgabe einer Broschüre. Bald wurden die Kranken mit Pferdewagen, Kutschen und Fuhrwerken nach Hévíz transportiert. Ein Kegelplatz und ein Tanzhaus sorgten für Unterhaltung, Garküchen, Keller, Ställe und Wagenschuppen wurden gebaut. Der „Kurort“ war damals allerdings ein Sumpfboden mit schlammigen Wiesen – hier hausten zehntausende Wasservögel und der See war durch das Dickicht kaum zu sehen. Dennoch hält die Begeisterung an und die Seerose wird damals bereits zum Symbol des Sees, deren Schönheit in vielen Berichten geschildert wird.

Der Tod des Grafen 1819 beendet jedoch die gute Entwicklung, der Badeort beginnt zu verfallen und erst 1857 werden die Aktivitäten wieder aufgenommen. Die Festetics-Familie tauscht mit dem Bistum Veszpém Besitzungen am See und erhält so die westlichen Hänge, die für den weiteren Ausbau besser geeignet sind – die nächste Periode der Entwicklung beginnt.

Hévíz
1858 werden am öden Hévízer Hügel Bäume gepflanzt und ein Park angelegt, ein Gasthof wird errichtet um den Badegästen eine Unterkunft zur Verfügung stellen zu können und ein kostenfreies Badehaus für 10 bis 12 Kranke wird zwischen den Bäumen des westlichen Ufers erbaut. Zahlreiche Badekammern und Umkleidekabinen entstehen, es wird laufend erweitert. 1860 wird eine Brücke zu den Badegebäuden errichtet, ein zweites Badehaus wird gebaut und ein weiteres Hotel eröffnet. 1866 können bereits mehr als 9000 Badekarten im Sommer verkauft werden. Der Bau der Häuser auf der westlichen Seite wird fortgesetzt – bis 1870 entstehen eine Reihe von steinernen Häusern im romantischem Stil, ebenerdige Gebäude mit sechs bis acht Zimmern und ein erstes Stockwerkhaus.

Ab 1880 vermietet die Familie Festetics das Bad, doch durch kurze Mietzeiten werden kaum neue Investitionen getätigt, obwohl die Gästeschar nach wie vor wächst.

1898 beginnt Prof. Sándor Lovassy von der Kesthelyer Akademie Experimente um indische und afrikanische Seerosen heimisch zu machen. Das Wasser des Hévízer Sees eignet sich dafür hervorragend und so kann man auch heute noch die verschiedensten Seerosenarten am See erkennen – eine Einzigartigkeit in ganz Europa.

Die Seerosen, Foto © Tourismus Hévíz

1905 übernahm der Brauereibesitzer Vencel Reischl aus Kesthely die Pacht für das Bad auf 35 Jahre und begann sofort mit dem Ausbau des Bades und der Werbung um die Gäste. Gebäude wurden aufgestockt und weitere errichtet, ein Basar und Gaststätten wurden geschaffen, der Kursalon mit überdachter Terrasse und Cafe wurde eingeweiht. Das alte Badehaus auf dem See wurde renoviert, ein neues mit einer Kuppel versehenes Badehaus wurde gebaut. 1907 entstand ein neues, doppeltes Badegebäude als Bad zweiter Klasse, an der südlichen Seite eine neue Brücke und der charakteristische Badeeingang mit den zwei Türmen. Auch in der Umgebung wurde gebaut, erneuert und renoviert: 1907 entstand das „Hévíz-Sanatorium“ und das Kurhotel.

Hévíz

Wieder einmal unterbrach Krieg die positive Entwicklung einer Stadt. Obwohl nicht in Kriegsauseinandersetzungen verwickelt, stoppte die schwungvolle Entwicklung, nahm aber nach dem Ende des Krieges wieder an Dynamik zu. 1926 wurde das Strandbad ausgebaut und auch auf der nördlichen und östlichen Seite weitere Bauten verwirklicht. Große Erholungsheime für Post, Gendarmerie, Militär und Finanz entstanden. In den 1930ern gab es schon 7 Hotels, 11 Restaurants und 700 Gästezimmer. Auch für das kulturelle und gesellschaftliche Leben erhöhten sich die Angebote. Vilmos Schulhof gründete das Sanatorium und etablierte das Zander-Institut für körperlich behinderte Kranke mit elektrotherapeutischen und röntgendiagnostischen Behandlungen.

1940 lief die Pacht von Vencel Reischl ab und die Familie Festetics übernahm wieder den Badeort in ihre Verwaltung. In den letzten Kriegsjahren wurden die Hotels in Hévíz zuerst als deutsche dann als russische Kriegsspitäler genutzt. Die Familie Festetics floh nach Österreich – das neugebildete Nationalkomitee erklärte die Besitztümer als Gemeindebesitz, der Badeort mit seinen Badeeinrichtungen wurde verstaatlicht. Im Juni 1949 übernahm die Gewerkschaft die Hotels und Pensionen für „Ferienbetreuungszwecke“, der Kreis der Gäste änderte sich grundlegend.

Hévíz
Die Beliebtheit von Hévíz und seine Bekanntheit nahmen mehr und mehr zu. Immer mehr Private stellten Zimmer zur Vermietung zur Verfügung, da die Bettenanzahl in den Hotels nicht mehr ausreichte. Das Leben der Bewohner richtete sich immer stärker auf den Kur- und Badebetrieb ein, der Ort wuchs schnell und 1946 wurde er mit dem Dorf Egregy zusammengelegt. 1975 wurde das 16stöckige Hotel Panorama gebaut, 1976 das erste Kurhotel des Landes, das 4-Sterne Thermal Hotel Hévíz eingeweiht, weitere hochwertige Unterkünfte entstanden.

In den 1970ern wurde es notwendig die Holzgebäude des Seebades zu restaurieren, der komplette Umbau wurde 1985 abgeschlossen: nun standen moderne, winterfeste, mit Heilabteilungen auf höchstem Niveau ausgestattete Badegebäude zur Verfügung.

Das Seebad bei Nacht, Foto © Tourismus Hévíz

Doch am 3. März 1986 brannte das Zentralgebäude des neugebauten Seebades ab, Provisorien mussten eingerichtet werden und im September 1989 wurde der über dem See stehende neue Gebäudekomplex mit den neu geformten Badeflügel eröffnet.

Die politischen Umwälzungen 1989-1990 brachten auch für Hévíz organisatorische und wirtschaftliche Neuerungen. Heute kann sich Hévíz über die Nummer Eins-Stellung in der Kurorte-Liste und über weitere zunehmende internationale Bedeutung freuen. Der einzigartige Thermalsee, der bereits 1993 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, bemüht sich nun in die Aufnahme der Liste des Welterbes der UNESCO.

Thermalsee, Schutzwald, Park

Der Thermalsee

Hévís - Das SeebadDer Thermalsee in Hévíz ist der größte und heilkräftigste See Europas mit einer Fläche von rund 4,44 Hektar, bezogen auf die Größe seiner Wasseroberfläche ist er sogar der größte Thermalsee der Welt. Der Querschnitt des Sees kann man mit einem nach Süden gebogenen Trichter am besten beschreiben. An der tiefsten Stelle – etwas nördlich der Mitte des Sees – entspringt die Quelle. Das Wasser des Sees entsteht durch das Vermischen von warmen und kalten Quellen. Lange kannte man die wirkliche Tiefe des Sees und den Platz der Quelle nicht. 1908 holte Lajos Lóczy sogar Taucher aus Fiume, um die Quelle erforschen zu können. Damals konnten die Taucher allerdings wegen der Wärmeentwicklung nur bis zu einer Tiefe von 22 Meter tauchen, aber sie brachten Wasser und Schlamm für chemische Analysen mit. 1958 gelang es Rudolf Básta auf den Grund des Kraters zu tauchen, doch erst 1972 erkannten György Kovács und István Plózer, dass das Wasser aus einem waagrechten Gang entspringt. Die Öffnung ist 2 bis 3 Meter breit und 60 bis 68cm hoch. 1975 wagten sich beide durch diese Öffnung, wobei sie 39,5°C und einer Strömung von 30 – 40.000l Wasser/min standhalten mussten. Danach gelangten sie in eine 14 Meter hohe Höhle, die in 40 Meter Tiefe in der Mitte durch eine Schlammschicht getrennt wird und an der östlichen Seite eine kleinere, an der westlichen Seite eine größere Vertiefung bildet: die Quellen waren gefunden. An der östlichen Seite sitzt die „kalte“ Quelle (26,3°C), die sich mit der tieferen heißen Quelle (41°C) an der westlichen Seite mischt. In dem 38,5 Meter tiefen Krater mischt sich nun 10% des kalten mit 90% warmen Wasser und bildet das Heilwasser mit seiner 39,5°C hohen Temperatur, das durch die Öffnung in den See fließt. Durch diese Wärme ist ein ganzjähriger Badebetrieb unter freiem Himmel möglich: im Sommer liegt die Wassertemperatur zwischen 33° und 36°, im Winter immerhin noch zwischen angenehmen 23° und 25°C.

Der See, © Foto Hévíz Tourismus
Die Quellen sind so ergiebig, dass das Seewasser alle 2 bis 3 Tage komplett ausgetauscht wird. Beim Baden im See kann man auch bemerken, dass die Wasserfläche fast immer in Bewegung ist. In den 1970er Jahren war der See durch Arbeiten in den nahen Bauxitgruben im Bakonyer Gebirge in Gefahr – die Wasser- und Wärmemenge begann kontinuierlich abzunehmen. Nach dem Einstellen des Wasserabpumpens haben sich der See und die Wassermenge aber nach wenigen Jahren wieder erholt.

Hévíz - der See, Foto © Tourismus Hévíz

Die Zusammensetzung des Heilwassers wird bereits seit dem Ende des 18.Jahrhunderts erforscht. Das Heilwasser enthält Schwefel, Kohlendioxid, Kalzium, Magnesium, Hydrogenkarbonat und Radium und besitzt durch letzteres auch leicht radioaktive Eigenschaften. Die Badeanwendungen stehen im Mittelpunkt der Hévízer Heilkuren und versprechen Linderung und Heilung vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie bei rheumatischen und motorischen Beschwerden. Bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen wird es aber auch als Trinkkur eingesetzt. Im Winter wird der See durch seine Wärme, die auf die kalte Winterluft trifft zu einem riesigen Freiluft-Inhalator: Dampf entsteht und der wirkt sich wohltuend auf die Stimmbänder aus. Große Bedeutung für die Heilanwendungen besitzt auch der Seeschlamm. Seine organischen wie anorganischen Bestandteile - als die wichtigsten gelten hier Schwefellösungen und Radiumsalz - werden für physiotherapeutische Maßnahmen verwendet.

Hévíz - der See, Foto © Tourismus Hévíz
Der Aufenthalt im See sollte nicht länger als eine halbe Stunde betragen, danach sollte eine Pause von zwei Stunden eingelegt werden. Kindern unter 14 Jahren ist der Aufenthalt im Heilwasser nicht empfohlen, ebenso Schwangeren und Herzkranken. Vor Antritt einer Kur empfiehlt sich auf jeden Fall der Besuch eines Kurarztes, der dann gemeinsam mit dem Patienten oder Erholungssuchenden die genauen Behandlungen und deren Dauer festlegt, um den optimalen Erfolg zu garantieren.

Behandlungen in Hévís, Foto © Tourismus Hévíz

Unbedingt erwähnenswert ist auch das Wahrzeichen des Sees: die Lotusblume. Bereits 1898 begann Sándor Lovassy, ein Professor der Kesthelyer Landwirtschaftlichen Akademie mit seinen Experimenten Lotusblumen heimisch zu machen. Er pflanzte mehrere Wurzelstöcke tropischer Arten aus dem botanischen Garten der Budapester Universität in den Schlamm. Nicht alle Experimente glückten, obwohl die meisten Arten zumindest einen Sommer blühten, gelang es ihnen nicht sich fortzupflanzen. Die rote indische Seerose, die im tropischen Ost-Indien beheimatet ist, fühlte sich im See jedoch wie zu Hause. Die zyklamenroten Blumen, die nach Zedernbäumen durften, erheben sich 5-7cm über dem Wasser. Sie blühen in der späten Nacht um am Vormittag des nächsten Tages – gegen Mittag – ihre Blüten zu schließen. Bereits im Juni beginnen die ersten Seerosen zu blühen, ihren Höhepunkt erreicht die Blütezeit im August und September, manche sind aber auch noch Ende November zu sehen. In den letzten Jahren kann man auch hellere – weiße und rosa – Mutationen der  roten Seerose sehen. Die einheimische Seerose – die weiße Lotusblume – wurde durch die Neuankömmlinge ein wenig an den Rand gedrückt – sie kommt fast nur noch im Abwasserkanal vor. Die Seerosen, die unter Naturschutz stehen und nicht gepflückt werden dürfen, haben aber nicht nur eine ästhetische Komponente: da sie große Teile des Sees bedecken, verhindern sie auch wirksam die Abkühlung des Wassers, tragen so zur stabilen Temperatur des Sees bei und durch ihre weit verzweigten Ranken schützen sie den radiumhaltigen Heilschlamm.

Im See, Foto © Tourismus Hévíz

Der Schutzwald und der Park

Hévíz ist eine grüne Stadt. Zahlreiche Bäume säumen die Straßen, vor allem natürlich die Seenpromenade. Lassen Sie sich von den Platanenreihen und den alten Eschen, Sumpfzypressen und Chinesischen Spießtannen verzaubern. Der den Hévizer See umgebende Schutzwald erstreckt sich auf mehr als 7 Hektar im Norden und ebenso weit im Westen. Die Bepflanzung des Schutzwaldes begann erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts, vorher war es ein Moorgebiet, auf dem überwiegend Schilf und einige Weiden und Moorpflanzen wuchsen. Erst zur Jahrhundertwende wurde dem Wald mehr Beachtung geschenkt und seine Wichtigkeit für das Klima und dem Schutz des Sees erkannt. Ab den 1920er begann man mit der Pflanzung von Erlen und Eschen an der nördlichen und östlichen Seite. 1929 pflanzte der bekannte Botaniker István Ambrózy Migazzi auf den Fußwegen große, mediterrane Zypressen, die von den einheimischen Pflanzenarten – Schwarzerle, Birken, Ungarischer Esche, Silberweide, Traubenkirche – umgeben sind. Die Sumpfzypresse – eine Besonderheit des Schutzwaldes – behält im Gegensatz zu anderen Nadelbäumen – ihre grünen Nadeln im Herbst nicht, sondern diese verfärben sich bronzefarbig. Im Wald kann man zahlreichen Vogelarten und natürlich auch Eichhörnchen begegnen.

Radfahren in Hévís, Foto © Tourismus Hévís

Seit nicht allzu langer Zeit gibt es einen Lehrpfad, auf dem man den See, das ihn umgebende Moor, den Schutzwald und die Fauna und Flora erkunden kann. In einem kleinen „Führungsheft“ kann man viel Wissenswertes über dieses Stück Natur erfahren.

Skulpturenpark und andere Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Der Statuen- und Skulpturenpark

Hévís - SkulpturenparkHévíz ist reich an Statuen, Skulpturen und Gedenktafeln, man begegnet ihnen fast überall in der Stadt – die meisten wurden vom Bildhauer László Marton geschaffen.

In der Umgebung des Seebades liegt der Skulpturen- oder Statuenpark, der drei berühmter Persönlichkeiten der ungarischen Literatur, Zsigmond Móricz, Mihály Csokonai Vitéz und Dániel Berzsenyi , gedenkt. Alle drei verbrachten Urlaube im Badeort und ihre Gedichte und Schriften erfreuten viele Leser und Kurgäste in Hévíz. Die Büste von Berzsenyi stammt von Tibor Riger, die Struktur von Csokonai schuf József Rátonyi . Später kam dann das Porträt von Móricz dazu, das ein Werk von László Kutas ist.

Im Skulpturenpark

Die Dr. Schulhof Vilmos Promenade

Dr. Schulhof, dem berühmten Kurarzt, Gründer des Sanatoriums und des Zander-Instituts, ist diese Promenade gewidmet. Sie führt vom Winterbad am Ende der Fußgängerzone zum Haupteingang des Seebades. Von den alten Platanenbäumen beschattet kann man auf der einen Seite den See genießen und auf der anderen Seite die historischen Gebäude des St. Andreas Rheumakrankenhauses bewundern, von denen jedes Haus seine eigene Geschichte hat.

György Haus

Vencel Reischl, der damalige Mieter des Badeplatzes ließ das Haus 1906 in Fortführung der alten Bauten der Familie Festitics erbauen. Sein Name geht auf den Gründer des Badeorts – Graf György Festetics zurück. Das Gebäude mit Türmen und 32 Zimmern wurde im Sezessionsstil errichtet, heute ist es das Gebäude „A“ des Rheumakrankenhauses.

Rákóczi-Haus

Graf Tasziló I. Festetics ließ 1863 ein einstöckiges Gebäude erbauen, das einfach Haus III. genannt wurde. Vencel Reischl stockte dieses dann 1905 auf – der Umbau wurde 1906 beendet. Da in diesem Jahr die Asche von Ferenc Rákóczi II. – dem Führer des ungarischen Freiheitskampfes – aus der Türkei nach Ungarn gebracht wurde, benannte man das Haus ihm zu Ehren um. Heute ist es das Gebäude „B“ des Rheumakrankenhauses.

Villa Ella

Mitte der 60er Jahre des 19. Jahrhundert wurde hier ein einstöckiges Hotel erbaut, das Haus II. genannt wurde. Der Mieter des Badeplatzes ließ das Haus 1911-1912 restaurieren und aufstocken. Schließlich wurde es nach der jüngsten Tochter von Tasziló II, der Herzogin Karola Ella Festetics benannt. Heute ist das Gebäude mit seinen 28 Zimmern das Gebäude „C“ des Heilbadkrankenhauses und Sitz der Direktion.

Im Süden grenzen daran das Restaurant und der Festsaal. Hier lag die Grenze des Festetics-Anwesen von 1858. Südlich davon war der Besitz des Veszprémer Bistums. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts war hier das erste steinerne, einstöckige Gebäude der neuen Anlage zur Unterbringung der Badegäste. 1905 wurde das Haus renoviert, 1909 aufgestockt und der damals wichtige Kursalon mit überdachter Terrasse und Café errichtet. Zurzeit befindet sich hier der Festsaal des Rheumakrankenhauses.

Franz Joseph-Haus

1868 gelangte auch dieses Gebiet in den Besitz der Familie Festetics und so konnten die Bauarbeiten auch auf dieser Seite fortgesetzt werden. Die Erweiterung in südliche Richtung begann 1870 mit den Anbau an Haus VI. 1910-11 wurde auch dieses Haus aufgestockt. Seinen Namen nach dem ungarischen König und österreichischen Kaiser Franz Joseph erhielt das Haus deshalb, da im Jahr seiner Fertigstellung Herzog Tasziló von Kaiser Franz Joseph in den Fürstenstand erhoben wurde. Heute ist es die Abteilung „D“ des Rheumakrankenhauses.

Haus VII

Das Haus VII  war das erste Stockwerkhaus von Bad Hévís, errichtet von Ferenc Laskay, dem Architekt von Graf György II. Das Haus war Teil der „Neuen Anlage“, es behielt nicht nur seinen Namen, sondern es zeigt auch heute noch seine ursprünglichen Formen. 1944 wurde es rekonstruiert und die oberen fünf Zimmer wurden mit Terrassen versehen. Das Foyer und einige Zimmer wurden mit Möbeln aus dem Keszthelyer Schloss der Familie Festetics eingerichtet. Viele halten das Gebäude für das schönste der ganzen Anlage. Heute befindet sich hier ein 4-Sterne Kurhotel.

Ferenc Deák Haus

Vencel Reischl ergänzte den Gebäudeflügel 1905 im Süden mit dem eintürmigen Deák-Haus. Ursprünglich nach Herzog Tasziló einfach „Tasziló-Villa“ benannt, wurde es nach seinem Tod als Ferenc Deák-Haus bezeichnet.

Winterbad, Egregyer Kirche

Das Winterbad, die Hévízer Pantheontafel und der Jupiter Altarstein

Hévis - Denkmal für verunglückte Taucher beim Winterbad1964-68 wurde durch den Bau des neuen Badehauses die Möglichkeit geschaffen, die Therapiemöglichkeiten in Hévíz sowohl im Sommer wie auch im Winter wahr zu nehmen. Das Gebäude, von den Hévízern einfach „Winterbad“ genannt, war bei der Übergabe das modernste überdachte Bad Ungarns. Marmorplatten schmücken die äußeren Wände auf denen die Hévízer Pantheon-Tafeln angebracht sind. Die Gedenktafeln erinnern an den Arzt Dr. József Babotsay, den ersten Hévízer Reiseschriftsteller. Die zweite Tafel, ein Werk des Bildhauers Miklós Borsos, erinnert an Lőrinc Szabó, einen ungarischen Dichter, der auch Gedichte über Hévíz verfasste und die Heilkräfte des Wassers lobte. Die dritte Tafel ist Sándor Lovassy gewidmet, der die Seerosen im Hévízer See heimisch gemacht hat. Sie stammt von Jenő Molnár aus dem Jahre 1994. Während die erste dieser Tafeln 1969 angebracht wurde, hat sich ihre Zahl in der Zwischenzeit auf 13 erhöht. Sie alle erinnern, neben den bereits oben angeführten, an die Berühmtheiten der Stadt und an ihre Gäste, wie z.B. an Dr. Balázs Eggenhofer, Dr. Kálmán Zsirai, Dr. Vilmos Schulhof, Vencel Reischl, Pál Kitiabel, Dr. Károly Moll, oder an die fünf Taucher, die während der Erforschung des Sees ihr Leben ließen.
Links vom Eingang ist an der Wand ein 12 Meter hohes Relief aus rostfreiem Stahl zu sehen. Die Komposition von György Segesdi lässt vier sich sonnende Menschen erkennen, die aus der grauen Oberfläche des Sees glänzend herausragen.

Im Winterbad
Unter der hohen Decke der Vorhalle ist ein Wintergarten mit tropischen Pflanzen und Palmen. Hier befindet sich auch eines der ältesten römischen Denkmäler von Hévíz im Schatten einer großen Palme auf einer Holzsäule inmitten eines kleinen Beckens. Die lateinische Inschrift auf dem Stein bedeutet: „Jupiter, dem Besten und dem Größten. Für das Heil unserer Kaiser und ihren Sieg… Als Zeichen seiner Pietät hat er sein Gelöbnis mit Lust und Würde geleistet.“  Einige Archäologen glauben, dass der Stein beweist, dass schon die Römer das warme Heilwasser gekannt und angewandt haben.

Im Becken des Altarstein sind immer wieder ein paar Geldmünzen zu finden, die Kranke ins Wasser werfen, entweder nach ihrer Heilung als Dank oder auf die Hoffnung auf baldige Genesung.

Der Jupiter Altarstein wurde bei Grabungen im Hof zur ehemaligen Villa Margit (heute: József Attila u.) gefunden und war zuerst am Ende der Rákóczi Straße, dann im Keszthelyer Balaton Museum ausgestellt. 1968 wurde er an den jetzigen Platz im Winterbad gebracht. Das Winterbad ist mit einem Gang mit dem Krankenhaus verbunden, kann aber von allen Gästen genutzt werden. Zwei große Schwimmbäder mit Heilwasser stehen den Besuchern zur Verfügung, auch Wannenbäder mit Heilwasser sind hier möglich. Hier stehen auch den Gästen anderer Hotels und Einrichtungen  Haus- und Fachärzte zur Konsultation zur Verfügung. Neben den Heilbädern kommen auch vielfältige andere Behandlungen zur Anwendung.

Die Egregyer Kirche

Egregy – heute ein Stadtteil von Hévís – war früher ein mittelalterliches Dorf, das während der Türkenkriege zerstört wurde und später von deutschen Einsiedlern im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde.

Die Egregyer Kirche

Die Kirche ist eine von drei unversehrten Kirchen aus der Arpadenzeit in Raum des Balaton. Die genaue Bauzeit ist nicht bekannt, man geht von der Mitte des 13. Jahrhunderts aus. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1341: als Patronin der steinernen Kirche wird Katalin, die Heilige von Alexandrien genannt. Während der Türkenkriege wird das Bauwerk stark beschädigt und erst in der Barockzeit wieder hergestellt. Zum Glück werden nur notwendige Reparaturen durchgeführt, die mittelalterlichen Grundformen werden nicht verändert. Die Kirche erhält einen neuen inneren und äußeren Zieranstrich, das Kirchenschiff wird erhöht und das Gewölbe ausgebessert. Die neugestaltete Kirche wird nun der Heiligen Magdalena geweiht. Um 1860 wird ein neuer Eingang eröffnet und das südliche Tor zugemauert. Nach mehreren Renovierungen wird  die Kirche 1912 nach Plänen von Kálmán Lux erneuert, wobei der Eingang unter dem Turm zugemauert und das ursprüngliche Tor wieder hergestellt wird. 1990 brannte der Dachstuhl der Kirche ab, wurde aber wieder in Stand gesetzt.

Im Inneren der Egregyer Kirche

Die Raumkonstruktion der einschiffigen Kirche ist leicht zu überblicken. Das wichtigste Element ist der dreistöckige Westturm, der eine reiche Ausstattung besitzt. In jedem Stock befinden sich Zwillings- oder Drillingsfenster, die die reich gegliederten Türme großer Abteien nachahmen. Die Spitzhaube des Turms ist eine einzigartige Konstruktion: sie besteht aus einer aus steinernen, quadratischen Turmgrundfigur mit transitorischen Gliedern, die sich zu der achtseitigen Pyramide der Haubenform verbinden. Die Turmhaube wird durch acht Holzbalken gestützt. Dem Turm schließt sich ein viereckiges kleines Schiff an. An den äußeren Wandflächen sind an den Ecken noch Teile gemalter Verzierungen  und eingekratzte Formen um die Öffnungen herum erhalten geblieben.

Im Inneren ist das originale Kreuzgewölbe des Turmunterteils, das im 18. Jahrhundert erneuert wurde, interessant. Eine flache Bretterdecke bedeckt das viereckige Kirchenschiff. Im Kircheninneren finden sich keine geschnitzten oder gegliederten Werke. Eine Nischenreihe in der nördlichen Kirchenwand, deren Funktion nach wie vor unklar ist, gilt als das einzige Schmuckelement. Manche sehen darin Sitznischen, andere halten sie für eine optische Raumerweiterung.

Hévís - Die EgregyerkircheDer Maueranstrich stammt zwar nicht aus dem Mittelalter, sondern aus dem 18. Jahrhundert, ist aber ein Beweis für die ständige Bereicherung der Architektur. Das Lebensbaum-Motiv wird hier als bloßes Zierelement, losgelöst von einem ursprünglichen Inhalt – dargestellt. Die Verzierung und die Aufschrift über dem Bogen der Kapelle weist auf die Erneuerung der Kirche im Barock hin. Das Fachwerk-Daubengewölbe über dem Heiligtum ist barocker Ursprung und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Erwähnenswert sind die Teile eines Taufbeckens aus der romanischen Zeit und ein mittelalterlich geweihtes Kreuz.

Herz Jesu Kirche, Römische Ausgrabungen, Egregyer Weinkeller

Die Herz Jesu Kirche oder Fradi-Kirche

Hévís - Die Herz Jesu KircheEbenso im Stadtteil Egregy befindet sich die Herz Jesu Kirche, die nach Plänen des Architekten János Bocskai gebaut wurde. Sie besteht aus zwei Teilen, die aus unterschiedlichen Bauepochen stammen. 1905 wurde ein zweistöckiger Glockenturm anstelle des damaligen hölzernen Baus erbaut, 1937 wurde die dritte Etage dazu gebaut, das Kirchenschiff entstand in den Jahren 1994 bis 1995.

Der Turm im neoromanischen Stil besitzt Zwillingsfenster und beherbergt eine große und eine kleine Glocke. Die kleine Glocke wurde zu Ehren Maria Magdalenas 1905 gegossen, wie ihre Inschrift erzählt, 1937 – beim Bau der dritten Etage – kam die große Glocke dazu. In der Mitte des Mantels sind die Namen der 16 Toten eingraviert, die im 1. Weltkrieg gefallen sind. Zu Ihrem Gedenken wurden neben dem Turm auch 16 Lindenbäume gepflanzt, bei deren Stämmen Grabhölzer aufgestellt wurden, die über das Geburts- und Todesdatum der gefallenen Helden Auskunft geben. Leider haben sich nicht alle der Bäume bis heute erhalten.

Die Kirche wird von den Einwohnern auch als „Fradi-Kirche“ bezeichnet. Der berühmteste Sportverein des Landes – der Turnclub von Ferencváros (FTC) – der „Fradi“ unterstützte den Bau der Kirche wesentlich. Die grün-weiße Farbe des Gebäudes und des Kircheninneren, sowie eine Gedenkecke im Inneren zeigt die starke Verbundenheit.

Das Grab des römischen Soldaten und die Villa Rustica

In Egregy kann man das aus Ziegeln und ungelöschtem Kalk gefertigte spätrömische Ziegelgrab eines römischen Soldaten sehen, das bei Erdarbeiten 1925 völlig unversehrt gefunden wurde. Die Grabfunde – eine bronzene Gürtelschnalle,  eine Fibel, ein Eisenmesser und Münzen aus der Zeit des römischen Kaisers Constantinus II. können im Balatoner Museum in Keszthely besichtigt werden. Das Skelett verblieb an der Fundstelle.

Das Grab des Soldaten

276 römischen Geldstücken aus der Mitte des 4. Jahrhundert, die in einem Topf auf dem Weg zur Kirche aus der Arpadenzeit gefunden wurden, beweisen den Reichtum der damaligen Einwohner.

Ein paar hundert Meter vom Grab entfernt, östlich der Egregyer Herz Jesu Kirche wurden die Reste einer römischen Villa aus dem 1. oder 2. Jahrhundert 1931 gefunden. 2001 bis 2003 wurden in der Nähe auch das Gebäude einer Villa Rustica frei gelegt. Das Haus wurde Ende des 1. Jahrhunderts errichtet und Funde von Fresken und Mosaiken lassen auf reiche Verzierungen und wohlhabende Besitzer schließen.

Die Ausgrabungen
Man nimmt an, dass das Gebäude auch noch im 4. Jahrhundert benutzt wurde. An der Wende zum 2. Jahrhundert wurde an der gleichen Stelle ein großes Steingebäude mit einer Grundfläche von mehr als 1000 Quadratmeter errichtet. Im Osten hatte es eine Säulenveranda (einen Porticus) und verfügte über mehrere Badebecken mit unterschiedlich warmem Wasser. Da keine Spuren von einer Zentralheizung entdeckt wurden ist noch nicht sicher ob das Gebäude als Wohnobjekt diente.

Vermutlich wurde das Gebäude im 3. Jahrhundert mit einem anderen inneren Grundriss neu aufgebaut, sogar ein Mythras-Chor wurde darin errichtet, der Grundstein des Altars wurde bei der Offenlegung gefunden. Beides wurde im 4. Jahrhundert nochmals aufgebaut, im 5. Jahrhundert aber völlig zerstört.

Ausgrabungen 1995 legten Reste von sieben Gebäuden aus der frühen Kaiserzeit und einen Altarstein frei. Bei weiteren Grabungen in der Nähe stieß man unter anderem auch auf einen römischen Ziegelbrennofen.

Die Egregyer Weinkeller – das „Grinzing“ von Hévíz

Egregy ist neben der alten Arpadenkirche und den römischen Ausgrabungen vor allem für eines bekannt: seine Weinkeller und seine Gastronomie. Mit einem kleinen Spaziergang von kaum einer halben Stunde kann man vom Stadtzentrum bequem die Weinkeller erreichen – auf dem Weg kommt man auch bei den römischen Ausgrabungen vorbei.

Im Grinzing von Hévíz, Foto © Tourismus Hévíz

An einem lauen Sommertag füllen sich dann abends die Weinstuben und Gaststätten. In angenehmer Atmosphäre sitzt man auf einer Terrasse mit Blick auf die Weinreben, genießt eine Weinprobe, entscheidet sich dann für sein Lieblingströpfchen und freut sich über die traditionelle ungarische Küche und lauscht den Klängen der Live-Musik.

Die Weinkeller

Da alles ein wenig an den Wiener Stadtteil „Grinzing“ erinnert, und sich vor allem Wiener Gäste hier sehr heimisch fühlen, wird dieser Teil von Hévíz oft auch als das „Grinzing von Hévíz“ bezeichnet.

Evangelische, Heilige Geist Kirche, Buffetreihe

Die Evangelische-Reformierte Kirche

Hévís - Die evangelisch-reformierte KircheDie Kirche wurde erst 1995-98 nach Plänen des Architekten Szeghalmy Bálint gebaut, die dieser allerdings bereits 1941 erstellt hatte. Der Grundstein der Kirche wurde am 21. Juni 1997 gelegt und nach ihrer Fertigstellung von den Bischöfen Dr. Harmati Béla und Dr. Márkus Mihály eingeweiht.

Die Marmorverzierung erinnert an die ungarisch-transsilvanisch reformierten Kirchen und ihre Innenausstattung folgt der reformierten Tradition. Erwähnenswert sind auch die schönen Holzarbeiten im Innern.

Die Glocke im Turm unter einem offenen Gewölbebogen ist eine Spende der Familie von Boros Károly. Die Gottesdienste werden sowohl in ungarischer als auch in deutscher Sprache abgehalten.

Die Römisch-Katholische „Heilige Geist“-Kirche

Die neu erbaute Kirche ist die größte Kirche in Hévís und bietet ungefähr 1000 Gläubigen Platz. Sie wurde anstelle des bekannten Restaurants Béke (Frieden) gebaut, dass 1994 abgerissen wurde. Der Grundstein der Kirche wurde im Mai 1996 gelegt, drei Jahre später wurde der Bau nach Plänen des Architekten János Bocskai fertig gestellt und 1999 eingeweiht. Mit ihren sieben Türmen ist sie bereits von weitem sichtbar. Die Türme symbolisieren die sieben Geschenke des Heiligen Geistes.

Die Heilige Geist Kirche

Eine Besonderheit der Kirche ist, dass aus statischen Gründen in den höchsten Turm keine Glocken eingebaut wurden. Im rechten und linken Turm erklingen jeweils zwei Glocken, eine davon stammt jeweils aus der alten Kirche, die zweite Glocke der linken Seite wurde zu Ehren des Heiligen Peters gegossen, jene auf der rechten Seite zu Ehre des Heiligen Pauls.

Hévís - Die Heilige Geist KircheIm Inneren zeigt sich die moderne Gestaltung, die zusätzlich durch eine schöne Holzverkleidung unterstützt wird. Die farbigen Fenster, die der Hévízer Kunstmaler Simon Endre gestaltet hat, erinnern an die Gotik. Bemerkenswert ist der Torso an der Wand des Sanktuars, den die Kirche als Spende erhielt und der mit seinen 200 Jahren den größten Kunstschatz der Kirche darstellt. Gyula Károlyi zeichnet für die Restauration verantwortlich. Auf der linken Seite des Altars findet sich eine bronzene Christusfigur von László Marton, auf der rechten Seite eine, ebenfalls von ihm stammende, die ungarische Krone tragende, Bronzestatue mit dem Titel „Magna Mater Hungarorum“. László Morvay fertigte die an der Wand hängende Emailbilder an. Die Holzstruktur wurde von Tibor Kováts, die inneren Holzarbeiten von András Hegedűs gefertigt.
Auf Grund der guten Akustik finden in der Kirche regelmäßig Orgelkonzerte statt.

Die Büffetreihe

Sightseeing macht hungrig und durstig und wenn man so durch die Stadt schlendert, sollte man auch einen Abstecher in die sogenannte Büffetreihe machen, wie die Gebäude neben dem großen Parkplatz in der Széchenyi Straße genannt werden.

Die sogenannt Buffetreihe

Wer also Gusto auf einen leckeren Flade, echte ungarische Langos, ein gebratenes Würstchen oder vielleicht auf ein Gläschen „Grauen Mönch“ hat, sollte dort auf jeden Fall vorbei schauen. Neben kleinen Imbissen warten auch Restaurants mit traditioneller Küche auf ihre Gäste. Hier finden Sie aber auch Souvenirläden, wo Sie Geschenke für Ihre Lieben zu Hause erwerben können oder auch „Schwimm“- Utensilien kaufen können. Abends wird hier ebenfalls eine Menge geboten: ob Livemusik oder andere amüsante Programme – hier ist immer etwas los.

Rathaus, Art Kino, Bauernmarkt

Das Rathaus

Das neue Gebäude des Rathauses in der Kossuth Lajos Straße wurde anstelle des alten Gemeindeamts 1998 -99 gebaut und gehörte bald zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Grundstein wurde im Jänner 1998 vom ersten Astronauten Ungarn Bertalan Farkas und dem Bürgermeister der Stadt gelegt.

Zu dieser großen Beliebtheit hat sicher der ellipsenförmige Turm neben dem Haupteingang viel beigetragen, beherbergt er doch ein aus 18 Glocken bestehendes Glockenspiel am Dach, das mehrmals täglich erklingt und viele Hévís Besucher anzieht.

Das Glockenspiel begleitet ein Puppenzug mit wichtigen Bezug auf Hévís: angeführt vom Bürgermeister der Stadt, der den Schlüssel zum Rathaus in der Hand hält, folgt ein junges Paar in einem Boot auf dem See, dann folgen zwei Fische und danach ein die bösen Geister vom See fernhaltender Cherubin. Den Abschluss bildet ein Kind mit einem Holzschwert in der Hand, das auf einem Steckenpferd reitet – damit soll die verjüngende Wirkung des Heilsees symbolisiert werden.

Neben den Büros der Mitarbeiter der Stadt befindet sich im südlichen Flügel ein Konferenz- und Theatersaal, in dem 200 Personen Platz finden und in dem außer „amtlichen“ Sitzungen auch wissenschaftliche, kulturelle und sonstige Veranstaltungen stattfinden.

Das Art Kino oder Fontana Filmtheater

Das Artkino wurde 1985 anstelle des alten Kinos gebaut und 2005 renoviert. Seit kurzem ist es auch mit neuer digitaler Technik versehen, sodass visuelle und Tontechnik auch modernste Erwartungen zufrieden stellen können.
Auf einer Etage des Kinos wurde das Museum von Hévíz untergebracht. Hier finden sich die ständigen Ausstellungen zur Geschichte der Stadt Hévíz, das arzthistorische Gedenkzimmer von Dr. Károly Moll, Erinnerungen von Bad Hévíz und eine Ausstellung des Malers und Keramikers József Simon.

Das Art-Kino

In den wechselnden periodischen Ausstellungen stellen sich lokale oder landesweit bekannte bildende Künstler, Fotokünstler oder ganze Künstlerkreise vor.

Der Bauernmarkt

Dienstag, Donnerstag und Samstag gibt es meistens ein kleines Gedränge am Gelände hinter dem großen Parkplatz – es ist die Zeit des Bauernmarktes und hier wird allerlei Leckeres angeboten: Honig von den Imkern, Fruchtsaft, Käse, Gemüse, frisches Brot, Würste, Milch, hausgemachtes Gebäck – alles kann hier erworben, aber auch vorher verkostet werden. Neben den kulinarischen Feinheiten verkaufen die örtlichen Handwerker ihre Produkte: Töpferwaren, Körbe oder handgemachte Seifen.

Der Bauernmarkt

Oft wird die besondere Marktatmosphäre noch von authentischer Musik aus Siebenbürgen unterstützt. Schauen Sie vorbei – Sie finden sicher die eine oder andere Köstlichkeit oder ein handwerkliches Souvenir zum Mitnehmen…

Weitere Info und Plan

Weitere Informationen:

west-balaton.hu Deutsch, Englisch, Polnisch, Slowakisch, Ungarisch
www.wikipedia.org Deutsch
www.heviz.hu Deutsch, Englisch, Ungarisch
www.heviz.info.hu Deutsch, Englisch, Ungarisch

Übernachtungstipps Ungarn

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Ein kurzer Film über Hévíz zum Einstimmen:

Hier der Plan:


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