Fertőd Schloss Esterháza

Das Schloss Esterházy in Fertőd wird zur Unterscheidung des Schlosses der Familie in Eisenstadt (Kismarton) auch Esterháza oder Schloss Fertőd genannt. Nahe der Grenze zu Österreich (Pamhagen), am Neusiedler See Grenzland-Radweg im Nationalpark Fertő-Hanság liegt dieses Weltkulturerbe, das zu den größten und schönsten Barock-Rokokoschlössern Ungarns zählt.

Schloss Esterháza

Fertőd – Schloss EsterházaDie Geschichte des Schlosses ist eng mit Fürst Nikolaus I., den „Prachtliebenden“ verbunden, der es zu seiner Blütezeit führte. Ursprünglich stand hier ein kleines Jagdschloss mit 22 Zimmern dass Michael Fürst Esterházy 1722 errichtet hatte. „Was sich der Kaiser leisten kann, das kann ich mir auch leisten!“ Dieser Ausspruch von Fürst Nikolaus gilt als Leitsatz für den Ausbau von Esterháza, den er nach einem Besuch von Schloss Versailles bei Paris 1764 begann. Nikolaus beauftragte die Wiener Hofbaumeister Johann Ferdinand Mödlhammer und Melchior Hefele mit dem Umbau, der bis 1790 – bis zum Tod des Fürsten – dauerte. Esterháza war ein Sommerschloss, den Winter verbrachten der Fürst und seine Familie meistens in Eisenstadt oder in Wien. In der Gestaltung gibt es Ähnlichkeiten mit Schloss Schönbrunn, das wiederum Versailles als Vorbild hatte, wie die ähnlichen Mittelstiegen zum Hauptgeschoss im Haupttrakt. Schloss Esterháza wird daher auch gerne als das „ungarische Versailles“ bezeichnet. Hier wurde zwischen 1762 und 1790 eine Residenz geschaffen, die jenen der Herrscherhäuser um nichts zurückstand, eine prächtige Kulisse für Lustbarkeiten und Festivitäten bot und selbst die Königin Maria Theresia zu den Ausspruch veranlasste: „Wenn ich eine gute Oper hören will, muss ich nach Eszterháza“. Baumaterial wurde aus ganz Niederösterreich und dem Burgenland herbeigeschafft: aus Kaisersteinbruch, aus dem Steinbruch von St. Margarethen und aus Eggenburg.

Fertőd – Schloss EsterházaMit dem Tod des Fürsten war allerdings auch die Blütezeit des Schlosses vorüber. Die Familie wurde von Geldproblemen heimgesucht, das Schloss wurde verpfändet und lag brach. Erst 100 Jahre später gelang es Nikolaus IV. das Schloss wieder zurückzugewinnen. Er übersiedelte mit seiner Frau –Gräfin Margarethe Cziráky – hier her und begann mit den Renovierungsarbeiten. Sie waren es, die das Schloss außen gelb (Schönbrunner Gelb) streichen ließen, ebenso wurde erstmals im östlichen Flügel (damals die Küche) Fließwasser eingeleitet.

Mit den Weltkriegen endete die nächste positive Periode für den Herrschaftssitz. Im Zweiten Weltkrieg waren sowohl russische wie auch deutsche Soldaten im Schloss. Die großen Zimmer wurde damals zur Lagerung von Getränken benutzt, die kleineren als Lazarette verwendet. 1959 wurde das Schloss verstaatlicht und auch heute ist es noch der Gebäudeverwaltung des Staates unterstellt.

Schon das Eingangstor zeigt dem Besucher, dass er einiges erwarten kann: das Hauptportal ist ein dreiteiliges schmiedeeisernes Tor, hergestellt vom Schmiedemeister Karl Johann Franke und gilt als eines der schönsten und künstlerischsten seiner Art in Ungarn.

Fertőd – Schloss Esterháza TreppenaufgangBereits das Schmiedeeisengitter gibt den Ausblick auf das imposante Hauptgebäude frei, davor die Treppe mit Putten geschmückt, die die zweiarmigen vergoldeten Lampen halten und zu den Sälen des ersten Stockwerks führen. Der Besucher, der im Erdgeschoss die Sala Terrena betritt, glaubt noch in der Natur zu sein: Ein Saal, der durch acht viereckigen Säulen gegliedert ist, erinnert an eine Felsengrotte und verbindet den Ehrenhof mit dem Park.

Die Räumlichkeiten des Schlosses, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können, zeigen die ganze Pracht die Nikolaus im Schloss entfachte. Im Mittelteil des Schlosses ist heute das Museum untergebracht, das zumeist eine Sonderausstellung (im Moment – 2012 – Nikolaus Esterházy der Prachtliebende und sein Feenreich) und einige Räumlichkeiten des Schlosses beinhaltet. Im östlichen Flügel sind Büros und im westlichen Teil eine Gärtner-Fachmittelschule untergebracht. Auch ein Mitglied der Familie hat heute wieder Büros im Schloss.

Das Schloss Esterházy in Fertőd wird zur Unterscheidung des Schlosses der Familie in Eisenstadt (Kismarton) auch Esterháza oder Schloss Fertőd genannt. Nahe der Grenze zu Österreich (Pamhagen), am Neusiedler See Grenzland-Radweg im Nationalpark Fertő-Hanság liegt dieses Weltkulturerbe, das zu den größten und schönsten Barock-Rokokoschlössern Ungarns zählt.

Schloss Esterháza

Fertőd – Schloss EsterházaDie Geschichte des Schlosses ist eng mit Fürst Nikolaus I., den „Prachtliebenden“ verbunden, der es zu seiner Blütezeit führte. Ursprünglich stand hier ein kleines Jagdschloss mit 22 Zimmern dass Michael Fürst Esterházy 1722 errichtet hatte. „Was sich der Kaiser leisten kann, das kann ich mir auch leisten!“ Dieser Ausspruch von Fürst Nikolaus gilt als Leitsatz für den Ausbau von Esterháza, den er nach einem Besuch von Schloss Versailles bei Paris 1764 begann. Nikolaus beauftragte die Wiener Hofbaumeister Johann Ferdinand Mödlhammer und Melchior Hefele mit dem Umbau, der bis 1790 – bis zum Tod des Fürsten – dauerte. Esterháza war ein Sommerschloss, den Winter verbrachten der Fürst und seine Familie meistens in Eisenstadt oder in Wien. In der Gestaltung gibt es Ähnlichkeiten mit Schloss Schönbrunn, das wiederum Versailles als Vorbild hatte, wie die ähnlichen Mittelstiegen zum Hauptgeschoss im Haupttrakt. Schloss Esterháza wird daher auch gerne als das „ungarische Versailles“ bezeichnet. Hier wurde zwischen 1762 und 1790 eine Residenz geschaffen, die jenen der Herrscherhäuser um nichts zurückstand, eine prächtige Kulisse für Lustbarkeiten und Festivitäten bot und selbst die Königin Maria Theresia zu den Ausspruch veranlasste: „Wenn ich eine gute Oper hören will, muss ich nach Eszterháza“. Baumaterial wurde aus ganz Niederösterreich und dem Burgenland herbeigeschafft: aus Kaisersteinbruch, aus dem Steinbruch von St. Margarethen und aus Eggenburg.

Fertőd – Schloss EsterházaMit dem Tod des Fürsten war allerdings auch die Blütezeit des Schlosses vorüber. Die Familie wurde von Geldproblemen heimgesucht, das Schloss wurde verpfändet und lag brach. Erst 100 Jahre später gelang es Nikolaus IV. das Schloss wieder zurückzugewinnen. Er übersiedelte mit seiner Frau –Gräfin Margarethe Cziráky – hier her und begann mit den Renovierungsarbeiten. Sie waren es, die das Schloss außen gelb (Schönbrunner Gelb) streichen ließen, ebenso wurde erstmals im östlichen Flügel (damals die Küche) Fließwasser eingeleitet.

Mit den Weltkriegen endete die nächste positive Periode für den Herrschaftssitz. Im Zweiten Weltkrieg waren sowohl russische wie auch deutsche Soldaten im Schloss. Die großen Zimmer wurde damals zur Lagerung von Getränken benutzt, die kleineren als Lazarette verwendet. 1959 wurde das Schloss verstaatlicht und auch heute ist es noch der Gebäudeverwaltung des Staates unterstellt.

Schon das Eingangstor zeigt dem Besucher, dass er einiges erwarten kann: das Hauptportal ist ein dreiteiliges schmiedeeisernes Tor, hergestellt vom Schmiedemeister Karl Johann Franke und gilt als eines der schönsten und künstlerischsten seiner Art in Ungarn.

Fertőd – Schloss Esterháza TreppenaufgangBereits das Schmiedeeisengitter gibt den Ausblick auf das imposante Hauptgebäude frei, davor die Treppe mit Putten geschmückt, die die zweiarmigen vergoldeten Lampen halten und zu den Sälen des ersten Stockwerks führen. Der Besucher, der im Erdgeschoss die Sala Terrena betritt, glaubt noch in der Natur zu sein: Ein Saal, der durch acht viereckigen Säulen gegliedert ist, erinnert an eine Felsengrotte und verbindet den Ehrenhof mit dem Park.

Die Räumlichkeiten des Schlosses, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können, zeigen die ganze Pracht die Nikolaus im Schloss entfachte. Im Mittelteil des Schlosses ist heute das Museum untergebracht, das zumeist eine Sonderausstellung (im Moment – 2012 – Nikolaus Esterházy der Prachtliebende und sein Feenreich) und einige Räumlichkeiten des Schlosses beinhaltet. Im östlichen Flügel sind Büros und im westlichen Teil eine Gärtner-Fachmittelschule untergebracht. Auch ein Mitglied der Familie hat heute wieder Büros im Schloss.

Rundgang Museum

Ein Rundgang durch das Museum

Fertőd – Schloss Esterháza - Der Altar in der KapelleDie Führung durch das Schloss bringt uns die Lebensweise der damaligen Zeit und der Fürstenfamilie näher und auch die eine oder andere Anekdote.

Man betritt das Museum durch die Kapelle, deren Patron der Heilige Anton von Parma ist. Erst 2001 waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen, in den Weltkriegen wurde hier Getreide eingelagert, Fenster und Türen zugemauert. Das Altarbild ist leider kein Original, aber der „Himmel“ ist von Josef Ignaz Mildorfer, auf dem man den Heiligen Stefan sieht, wie er die ungarische Krone der Jungfrau Maria anbietet. Wurden hier im 18.Jahrhundert Messen gefeiert, so konnte die Fürstenfamilie unter sich im Ersten Stock dem Gottesdienst beiwohnen, während der Pfarrer mit seinen Ministranten „im Erdgeschoss“ die Messe zelebrierte. Kleine Fenster neben der Orgel waren für die Dienstboten gedacht, um auch sie an der Messfeier teilhaben zu lassen.

Fertőd – Schloss Esterháza - Prachtsaal mit Deckengemälde des ApollsGeheimtüren ermöglichten es den Dienern möglichst unauffällig in den einzelnen Zimmern zu erscheinen und auch wieder zu verschwinden. Die weiten Gänge der fürstlichen Herrschaft zu benutzen war für Bedienstete verboten. Neben dem wunderschönen Interieur sind auch zwei "Urnen" zu sehen, die zur Aufbewahrung von Reispulver und Parfum diente. Die „Toilette“ bestand ja damals nicht so sehr aus Baden oder Duschen, das Parfum sollte den „strengen“ Duft übertönen und das Reispulver wurde benötigt, um die Perücken wieder schön weiß zu bekommen.

Die Verbundenheit zu Maria Theresia zeigen auch heute noch einige Bilder im Schloss. Eines zeigt sie schwarz gekleidet – nach dem Tod ihres Mannes Franz Stephan von Lothringen trug sie nur mehr schwarz – auf der Wand gegenüber das Bildnis ihres Gatten. Im gleichen Zimmer findet man riesige Porzellantöpfe, darin wurden zur damaligen Zeit Goldfische gehalten. Man kann sie also ruhig als Vorgänger der heutigen Aquarien bezeichnen. Bei dem einzigen Besuch der Königin (Maria Theresia war ungarische Königin) wurde selbstverständlich auch ein riesiges Feuerwerk veranstaltet. In Berichten darüber heißt es, dass drei Buchstaben in den Himmel gemalt wurden: V, M, T – Vivat, Maria Theresia.

Fertőd – Schloss Esterháza - Der PrunksaalEinzigartig ist der Prunksaal: Die Wände sind 9 Meter hoch und überall kann man vergoldete Stuckarbeiten sehen. Es wird erzählt, dass dafür 120 kg Gold notwendig waren. Hier wurde repräsentiert oder Musik gehört – die auch in einem anderen Raum spielen konnte. Auf dem Deckenfresko lenkt Apoll seinen Sonnenwagen am Himmelsgewölbe – früher waren auch die Wände mit Bildern der griechischen Mythologie geschmückt.

Das Schloss hatte eine zur damaligen Zeit moderne Heizung: Eine Dampfmaschine im Keller sorgte dafür dass die warme Luft durch Gitter in das nächst höhere Stockwerk geblasen wurde. Die Kamine wurden immer von einem anderen Zimmer beheizt. Meistens mussten diese, nicht ungefährliche Arbeit, Kinder verrichten, die klein genug waren in die schmalen Gänge zu kriechen.

Fertőd – Schloss Esterháza - Statue im PrachtsaalChina, chinesische Kunst war ein großes Thema in der damaligen Zeit. Das Arbeitszimmer des Fürsten ist noch nicht vollständig renoviert (Stand: 2012), aber man kann bereits die Wandbilder erkennen. Von Appartement des Fürsten kam man durch eine geheime Tür in das Schlafzimmer des Fürsten. Er schlief sehr unbequem, nicht liegend, fast sitzend, da er Angst hat in einer liegenden Stellung würde er keine Luft während des Schlafes bekommen. Hier befinden sich auch die vielleicht wertvollsten Stücke des Schlosses: Drei Sessel aus Holz mit massivem Silber verkleidet. Auch hier finden sich wieder chinesische Vasen, eine Uhr, Teller…
Dem Trend entsprechend ließ Nikolaus auch eine chinesische Gartenlaube bauen. Auf die Frage Maria Theresias, was das „Häuschen“ denn so gekostet hätte, antwortete der Fürst: „ Eine Bagatelle“. Seither ist der Chinesische Pavillon, der auch heute noch steht, in der Bevölkerung nur als „Bagatelle“ bekannt.

Fertőd – Schloss Esterháza - Sala TerrenaIn den Eckzimmern kann man sehr schöne Chinoiserie-Malereien sehen und erkennen, dass es eine wirkliche Nachahmung der Maler darstellte. An den Gesichtern der dargestellten Personen, die sehr europäisch aussehen, kann man erkennen, dass die Künstler noch nie Asien oder China besucht hatten. Später als der Trend abzuflauen begann, wurden die Gemälde dann mit Holzpanelen abgedeckt. Die hier gezeigten sind leider Nachbauten, da die Originale mit dem Parkett von russischen Soldaten verheizt wurden.
Interessant ist auch das Porzellangeschirr, das das typische „Esterházy-Muster“ aufweist. Auch hier war Fürst Nikolaus federführend – er war der erste, der Porzellan mit diesem Muster in Auftrag gab.

Fürst Nikolaus war auch ein begeisterter Bildersammler. Nach seinem Tod musste die Familie allerdings große Teile der Sammlung verkaufen, um ihre Schulden abzubauen, daher sind heute viele Bilder Leihgaben des Museums der schönen Künste in Ungarn und sind nicht mehr im Besitz der Familie Esterházy.

Fertőd – Schloss EsterházaZum Abschluss der Führung sollten Sie nicht verabsäumen, sich unbedingt in den Spiegel zu schauen. Der Spiegel aus Murano ist nicht nur sehr wertvoll, da er der einzige Originalspiegel des Schlosses ist, er hat auch noch eine andere wichtige Eigenschaft: Der Legende nach werden alle, die in diesen Spiegel blicken, schöner und jünger!

Und das ist doch ein schönes Ende eines Schlossbesuches….

Die Sonderausstellung (2012)

Die Ausstellung „Nikolaus Esterházy und sein Feenreich“ beschäftigt sich mit der Zeit ab der Thronbesteigung Maria Theresias als ungarische Königin und beleuchtet die Beziehungen zwischen Österreich und Ungarn in dieser Epoche mit einem besonderen Fokus auf die Familiengeschichte der Fürsten Esterházy. Sehenswert!

Der Park

Fertőd – Schloss Esterháza - Der Brunnen im Hof vor dem SchlossWenn Sie noch ein wenig Zeit haben, durchstreifen Sie den Schlosspark. Der Park wurde nach den Entwürfen von Franz Zinner und später nach Plänen von Nikolaus Jacoby gestaltet und zählt ebenfalls zu den Topgärten barocker Gartenbaukunst.

Esterházy Kastely
9431 Fertőd, J. Haydn u.2
Tel: +36 99 53 76 40
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.mag.hu (Ungarisch)

Öffnungszeiten

15.März bis 31.Oktober: Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr. Das Schloss kann nur mit einer Führung besichtigt werden.

Schloss Esterháza und Haydn, Musikhaus

Schloss Esterháza und Joseph Haydn

Fertőd – Schloss Esterháza - Arbeitszimmer des FürstenJoseph Haydn war 1759 in Tschechien und hatte bei Graf Karl Joseph Franz Morzin die Leitung eines kleinen Orchesters inne. Tafelmusik und Abendkonzerte vergrößerten bereits seinen Ruf, doch 1760 musste der Graf auf Grund finanzieller Schwierigkeiten einen Teil seines Guts verkaufen und auch sein Orchester auflösen. Anton Paul Esterházy, der gerade zu Gast war und dadurch Haydns Bekanntschaft gemacht hatte, bot dem 29-jährigen Musiker einen Vertrag an uns stellte ihn 1761 als Vizekapellmeister ein. Haydn bekam mit einem Schlag damit ein weites Arbeitsfeld, sicheren Lebensunterhalt und ein gut ausgestattetes und ausgebildetes Orchester und eine größere Zuhörerschaft. Als Anton Paul ohne Erben verstarb, übernahm sein Bruder Nikolaus, der Prachtliebende das Erbe und führte es auch in musikalischer Hinsicht weiter: er ließ die Musikkapelle ergänzen, besorgte neue Instrumente und sorgte für eine angenehme, kreative Atmosphäre, die Haydn sehr schätzte. So wurde 1762 das Theater in Eisenstadt mit Feuerwerk und der Premiere von vier Kleinopern von Haydn eingeweiht. 1766 wurde Haydn zum Kapellmeister befördert. Das im Schloss Esterháza neu errichtete Opernhaus wurde selbstverständlich mit einem Werk von Haydn eröffnet: „Lo speziale“ (Der Apotheker), nach dem Brand wurde die Wiedereröffnung mit „La fedeltá Premiata“ (Der Lohn der Treue) gefeiert. Im September 1773 war Maria Theresia zu Gast: Zu Ehren Ihrer Majestät wurde Haydns italienischsprachige Oper „L’infedelta delusa“ und im Marionettentheater sein deutschsprachiges Stück Philemon und Baucis aufgeführt. 1772 erklang hier erstmals die später sehr beliebte „Abschiedssymphonie“. Drei Jahrzehnte lang spielte Haydn im Musik- und Theaterleben von Esterháza die Hauptrolle. 1790 mit dem Tod des Fürsten verließ auch Haydn mit den Musikern das Schloss und die Lichter der Oper erloschen.

Das Musikhaus in Fertőd

Fertőd – Schloss Esterháza - WandverzierungHaydns Kompositionen sind im sogenannten Musikhaus entstanden, in dem er zwei Jahrzehnte lebte. Heute befinden sich hier das Bürgermeisteramt, eine Bibliothek und die Musikschule, aber ein Gedenkzimmer erinnert noch an den großen Künstler. Hier sind Notensammlungen und Tonmaterialien mit kulturhistorischer Bedeutung ausgestellt.

Musikhaus
9431 Fertőd, Madách sétány 1
Tel: + 36 99 537 013
www.fertod.hu

Das Musikhaus ist nur während der Sommermonate geöffnet, nach Voranmeldung ist ein Besuch aber jederzeit möglich.

Weitere Infos, Plan

Tipps

Nach Fertőd kommen Sie bequem und mit dem ÖBB EU-Regio-Ticket auch günstig mit der Bahn. Wählen Sie als Zielbahnhof Fertőszetmiklós und genießen Sie eine Fahrt ganz ohne Stress.

Hier finden Sie alle Informationen wie Zeiten, Ticketpreise und Ausgangsbahnhöfe.

Interessante Links

www.eszterhaza.hu (Deutsch, Ungarisch)
www.wikipedia.org (Deutsch)
www.esterhazy.net (Deutsch)

Übernachtungstipps Ungarn

 


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