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Der Film "Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott" basiert auf die Buchvorlage von William P. Young.

Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott © Concorde Filmverleih GmbH 2017

Der Familienvater Mackenzie „Mack“ Allen Philips (Sam Worthington) macht mit seinen drei Kindern einen schönen Ausflug am Campingplatz. Wegen eines unerwarteten Rettungseinsatzes beim Bootausflug am See verliert er seine Tochter, die am Campingplatz geblieben ist, aus den Augen. In dieser Zeit verschwindet das Mädchen spurlos. Ihre letzte Spur führte zur einen verlassenen Hütte in der Nähe des Campingplatzes, wo man ihr rotes Kleid mit Blut verschmiert findet. Die Beweise der Polizei deuten auf die Ermordung des Mädchens hin. Seit dem ist Mackenzie in Depressionen, Trauer und Schuldgefühlen versunken. Einige Jahre später findet er einen Zettel im Briefkasten mit der Einladung von „Papa“ (Gott), der ihn für ein Wochenende in die Hütte einlädt. Mack kann es nicht glauben und hat viele Theorien: Ist der Brief von seinem Vater? Vom Mörder seiner Tochter? Oder tatsächlich von Gott geschrieben? Ist das vielleicht ein schlechter Scherz? Voller Angst, Unsicherheit und schmerzhaften Erinnerungen fährt er zur Hütte, wo er sich Antworten auf seine Fragen mit dem Tod seiner Tochter erhofft. In der Hütte trifft er drei Personen: Gott, Jesus und den Heiligen Geist, die ihm helfen, seine Trauer und Wut zu überwinden.

Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott © Concorde Filmverleih GmbH 2017

Wie kann es sein, dass Gott, der allmächtig und zugleich gut ist, den Menschen trotzdem so viel Leid, Unrecht und Böses antut?

Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott © Concorde Filmverleih GmbH 2017

Aus dem kalten Winternachmittag, an dem Mack an der Hütte ankommt, wird von einem Moment auf den anderen der schönste Sommertag. Es ist fast so, als könnte es dort, wo Gott ist, nur Gutes – Wärme, Liebe und Zufriedenheit,… geben. Die verlassene Hütte verwandelt sich in ein schönes, idyllisches Sommerhaus, gelegen in einer wildwachsenden Landschaft mit Bäumen und farbenprächtigen Blumen im Wald.

Ab dem Zeitpunkt, an dem Mack die drei Personen – Gott, Jesus und den Heiligen Geist - in der Hütte begegnet, nimmt die Geschichte einen schönen, traumhaften und idyllischen Verlauf. Fast zu schön, um wahr sein. Hier leben gemeinsam Gott in Gestalt einer schwarzen Frau mittleren Alters, Jesus als junger Mann mit Haarlocken und der Heilige Geist als eine junge Asiatin, die die heilige Dreifaltigkeit repräsentieren sollen. Dieses Paradies entspricht fast dem Gottesbild, obwohl die Bewohner der Berghütte menschliche Wesen sind. Wie ist das möglich? In den Vorstellungen vieler Menschen ist der Gott als ein alter Mann mit Bart, kein lebendiger Mensch, der irgendwo im Himmel lebt. Wie ist möglich, dass der Gott „Papa“ genannt wird. Ist er ein Kumpel für jeden von uns? Der Gott ist menschlich, kocht und isst gerne, selbstverständlich hält er auch einen Mittagsschlaf. Vor allem interessiert sich er für das Wohlbefinden der Menschen, von denen er sich alles gefallen lässt.

Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott © Concorde Filmverleih GmbH 2017

Seit seiner Kindheit verlor Mack seinen Glauben an Gott und auch in der Hütte spürte er wieder die Zweifel und das Misstrauen zu Gott stark. Warum musste seine kleine Tochter Missy sterben? Sie hatte es nicht verdient. Bis jetzt war er nicht bereit dem Mörder, Gott und selbstverständlich sich selbst zu verzeihen. Gott, Jesus und der Heilige Geist stellen ihn spirituell auf die Probe und helfen ihm dabei das Ganze zu überwinden. Außerdem ermöglichen sie ihm ein Treffen mit seinem verstorbenen alkoholkranken Vater, der ihn um Verzeihung bittet. Aus der Ferne kann er auch seine kleine Tochter, die mit anderen Kindern auf einer Blumenwiese mit Jesus spielt, sehen. Sie ist dort glücklich.

Ich finde es schade, dass der allmächtige Gott das persönliche Treffen mit seiner Tochter nicht arrangiert, um mit ihr ein letztes Mal reden und Abschied nehmen zu können. Mithilfe der Bewohner der Hütte darf er das tote Mädchen feierlich im Paradiesgarten begraben. Durch die Zeit in der Hütte am Wochenende wird er sein Vertrauen und Glauben zu Gott wieder hergestellt und so wird er auch spirituell geheilt. Dieses Ereignis war sehr berührend für mich und erweckte in mir traurige Emotionen.

Für alle, die sich mit dem Glauben an Gott und Spiritualität auseinander setzen wollen, ist dieser Film über Verlust und Trauer, wo auch Güte und schließlich Heilung vorkommt, der Richtige. Dieser Film bringt uns dazu, darüber nachzudenken, wo wir im Leben stehen. Hervorragend auch das ganze Schauspieler-Team.

Die Hütte - ein Wochenende mit Gott
Kinostart Österreich. 06.04.2017
www.diehuette-film.de

Mira Wimmer

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